Eure Spekulationen sind alle irgendwo richtig, helfen aber nicht wirklich weiter. Und auch alle vorgebrachten Tipps habe ich schon ausprobiert. Fakt ist, bei hoch drehenden und Drehmoment starken Mini Motoren tritt dieses Problem immer mal wieder auf. Das Problem kenne ich nur zu gut. Bei der Menge der Renn-Motoren die ich schon gebaut habe, häuft sich die Geschichte. Schwungräder lassen sich sogar manchmal gar nicht demontieren bzw. es brechen richtig große Stücke aus den Kurbelwellen oder sogar der Zapfen bricht ganz ab. Mit diesen Problemen kämpfen alle Mini-Motorenbauer, die in diesem Bereich tätig sind. Nicht umsonst haben wir überdimensionierte Kupplungsabzieher, die teilweise sogar hydraulisch unterstützt sind. Eine befriedigende Lösung hat meines Wissens bisher keiner gefunden. Natürlich wird jetzt wieder der ein oder andere das Gegenteil behaupten, aber das interessiert mich am Ende nicht, da die angebotenen Lösungen nicht dauerhaft nachvollziehbar sind. Das es bei den Motoren überwiegend gut geht, passiert mir zwischendurch oft smily, doch dann kommt auch wieder ein Motor, wo es mehr oder weniger stark zu den beschriebenen Problemen kommt.
Man muss sich einfach vorstellen, dass eine 4 bis 7 Kg schwere Schwungradeinheit ca. 12cm vom letzten Lagerbock entfernt mit 6500 U/min oder auch 8500 U/min dreht. Diese wird dann oft schlagartig beim Gangwechsel be-oder entschleunigt. Hier wird jede Menge kinetische Energie auf-bzw. abgebaut. Dazu kommen in diesem 12cm langen Zapfen Schwingungen, die sich auch durch genaues Wuchten nicht hundert prozentig vermeiden lassen.
Verbesserungen können erreicht werden durch genaues Wuchten, durch läppen der Teile aufeinander und durch Verwendung anderer Materialien. Die besten Ergebnisse habe ich mit der Verwendung neuster Stahlkurbelwellen erzielt.
Bis später...
Faxe