Technik
Obwohl bei Motorschäden fast immer die Schuld beim Schmieröl gesucht wird ,ist dies doch sehr selten der Fall. Meistens ist Ölmangel an kritischen Stellen die Ursache des schmiertechnischen Problems. Schmutz, Feuchtigkeit und Verbrennungsprodukte im Öl sorgen für erhöhten Verschleiß. Luft im Öl verursacht tickende Geräusche in Hydraulischen Stößeln, Lagerverschleiß und Probleme mit Kettenspannern . Eine falsch gewählte Viskosität sorgt für trägen Schmierungsbeginn und zu hohem Öldruck. Eine niedrige Ölqualität hält die langen Ölwechselperioden nicht durch und ist nicht beständig gegen hohe Betriebstemperaturen. Die Folgen sind interne Motorverschmutzung, Ölverbrauch und Verschleiß.
Sehr wichtig ist auch der Kraftstoff. Ein Mangel oder eine falsche Zusammenstellung der Kraftstoffadditive begünstigt die interne Motorverschmutzung. Zur Vermeidung dieser Probleme ist es ratsam , ausschließlich Markenkraftstoff und hochwertige Motorenöle mit SAE Viskosität OW-Y oder 5W-Y und der höchsten Qualitätsbezeichnung ,momentan ACEA A3 oder B3, API SJ oder ILSAC GF-2 zu verwenden.
Einfahren sowie regelmäßige Ölwechsel bzw. Inspektionsintervalle steuern dazu bei dem Motor ein langes und Reparaturarmes Leben zu ermöglichen.
Eigentlich beschränkt sich das Einfahren auf die Kolbenringe. Die Rauheit aller sich aufeinander bewegenden Oberflächen ist so gewählt, dass das Schmieröl eigentlich für eine vollständige Trennung derselben sorgt. Bei den Kolbenringen liegt der Fall durch die verhältnismäßig große Verformung während der Aufwärm– und Belastungsphase etwas anders. Der Kolbenboden und die Zylinderwand sind immerhin Teil des Verbrennungsraums und expandieren im Verhältnis zur steigenden Temperatur. Kolben werden manchmal mit einer besonderen Beschichtung auf dem Kolbenhemd versehen, die beim Einfahren für extra Schmierung sorgen. Zinn, Graphit, Molybdän und manchmal Blei, teilweise auch in eine Kunststoffbeschichtung eingebettet, sind auch bei Grenzschmierung wirksam. Auch auf die Kolbenringe werden Werkstoffe wie z.B. Chrom und Molybdän aufgebracht, um das Gusseisen oder den Stahl der Ringe vor Korrosion zu schützen und den Verschleißprozess so langsam wie möglich verlaufen zu lassen. Die Zylinderwand wird häufig noch aus Grauguss gefertigt, weil dieses ein preiswertes und verschleißfestes Material ist. Es kommen aber ständig neue Werkstoffe zum Einsatz, die den Einlaufprozess – d.h. das Wegpolieren der höchsten Rauheitsspitzen durch eine hohe Verschleißfestigkeit verzögern. Vor allem Silizium-Aluminiumlegierungen sind hierfür sehr geeignet.
Die Masse des Kolbenbolzens wird ständig geringer, da sein Gewicht starken Einfluss auf die auf– und ablaufenden
Bewegungen der Kolbenmasse hat. Wenn der Kolbenbolzen schwimmend gelagert ist, kann er sich bei warmen Motor im Pleuelauge und Kolben frei drehen. Kolbenbolzen die in das Pleuelauge eingepresst werden, können gleich nach dem Kaltstart Schmierungsprobleme haben. Wenn der Motor zu schnell warm wird. Kann der Bolzen im Kolben fressen. In der Einlaufphase spielen das gasdynamische und das tribologische System die Hauptrolle.
Das gasdynamische System sorgt für die Gasabdichtung. Um eine niedrige Kohlenwasserstoffemission zu erreichen,
wird der oberste Kolbenring so hoch wie möglich angebracht. Der Gasdruck kann dann aber schneller unter den
Kompressionsring gelangen, wodurch sich das Risiko des Durchblasens (blow-by) erhöht. .Die Kontaktoberfläche der Kolbenringe und der Zylinderwand muss groß genug sein um einen guten Wärmeaustausch zu gewährleisten.
Dieses beinhaltet, dass zwischen den Honrillen ausreichend Material mit glatter Oberfläche vorhanden sei muss.
Aus diesem Grunde wird das sogenannte Plateauhonen immer öfter angewandt.
Das tribologische System betrifft das Gleichgewicht zwischen Schmierung und Verschleiß, wobei das Schmieröl
eine wichtige Rolle spielt. Das Honbild muss eine bestimmte Ölaufnahmekapazität haben, um Gasabdichtung und
Schmierung zu gewährleisten. Das Einfahren hat zum Ziel, die Gasabdichtung als auch den Ölverbrauch zu stabilisieren. Dies wird durch eine variable Belastung und wechselnde Geschwindigkeiten erreicht.
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