..hier die versprochene Antwort von einem, der sich den ganzen Tag damit auseinandersetzt:
ZitatAlles anzeigenHallo Jürgen,
wir waren letzte Woche nicht im Haus, deshalb kommt die Antwort mit etwas Verspätung.
Kegelrollenlager besitzen eine höhere Tragfähigkeit als Schrägkugellager, erzeugen aber mehr Reibung (und Temperatur). Beide Lagertypen müssen vorgespannt werden. Die Vorspannung ist mit der Temperatur veränderlich, in der Regel sinkt sie mit steigender Temperatur. Beim Kegelrollenlager ist das Vorspannen ziemlich schwierig, weil die Rolle mit den Laufbahnen einen Linienkontakt bildet und damit das ganze Lager sehr steif ist, also praktisch kaum elastisch einfedert. Es gibt praktisch nur zwei Zustände: klemmt total oder hat Spiel. Beides mag ein Lager nicht so richtig. Klemmen bedeutet Überlast, Spiel führt zum Tragen nur weniger Rollen (auch Überlast) und evtl. zu Kantenlauf.
Trotzdem bin ich der Meinung, dass man beim Mini auch mit KeRoLas zu einer funktionierenden Lösung kommen kann, wahrscheinlich muß man beim Vorspannen der Lager etwas ändern.
Dass die Entwicklung im Serienautomobilbau zu Schrägkugellagern geht, liegt m. E. an der Tatsache, dass die Lagerwerkstoffe in den letzten Jahren nochmals besser geworden sind (Reinheitsgrad) und damit auch die dynamische Tragfähigkeit. Ein weiterer Grund ist sicher die geringere Reibung der Schrägkugellager, die am Ende auch geringfügig den Verbrauch beeinflusst.
Letzteres sind aber nur Vermutungen, da können Dir Eure Leute aus der Serie sicher mehr zu sagen und diese Info leitest Du dann bitte an mich weiter