Wenn man eine Vorlage hat, ist es am einfachsten, man wickelt einfach nach, wenn nicht und es ist ein "schlichter" Vergaserkabelbaum, kann man sich die Kabel passend zuschneiden, legt sie grob im Auto aus, wie der Kabelbaum später liegen soll und fixiert das Kabelpaket und die Abgänge mit kabelbindern vor, man läßt für die Schnittstellen, wo später Stecker hin sollen, etwa 30cm überstehen und kann dann mit dem Wickeln beginnen.
Verlegt und bringt die Stecker an und hat einen wunderbaren neuen Kabelbaum.
Diese Methode bevorzuge ich, zumal ich dabei gleich diverse Verbesserungen mit einfließen lassen kann wie:
- Sicherungskasten im Innenraum
- Kabelbaum selbst im Innenraum statt im Motorraum unter´m Windleitblech.
- Diverse Systeme über Relais schalten
- Zusätzliche Systeme (z.B. elektr. Benzinpumpe)
- Hauptmassepunkt im Innenraum statt Motorraum
Man kann auch den Motorraum weitgehend "kabelfrei" halten, wenn man den rechten Strang zum Motor vorne bzw. Beleuchtung rechts etc. durch einen Kabelkanal im Radhaus verlegt. Ideal, wenn Innenkotflügel verbaut sind.
Das selbe auf der linken Seite mit Beleuchtung und E-Lüftersteuerung....
Das wichtigste ist, wie auch Jazzman schon geschrieben hat, die vollständige Dokumentation dieses "Eigenbaus". Notfalls durch extra angefertigte Schaltpläne, denn zur Fehlersuche hilft dann der originale Schaltplan nicht mehr weiter, zumal man kaum alle englischen Kabelfarben zusammen bekommt.
Mach dir vorher Gedanken, ob du ggf zusätzliche Sachen wie Schalter, Relais etc. einbauen willst und vor allem Gedanken, wo diese sowie auch Sicherungskasten etc. eingebaut werden soll, wo der Hauptkabelbaum verlaufen und wie er befestigt werden soll und wo idealerweise Karosseriedurchführungen benötigt werden.
Wenn dieses Konzept und auch der bzw. die Schaltpläne fertig sind, baust du die Komponenten und auch Befestigungen ein. Dann erst geht´s ans eigentliche Verkabeln im Auto wobei gleichzeitig der Kabelbaum gebündelt, in Form gebracht und jeder Abzweig festgelegt wird, bis dann der fertige Kabelbaum entstanden ist.
Dafür werden etliche kleine Kabelbinder nötig sein, damit er in Form bleibt.
Wenn man statt Batterie ein abgesichertes Netzteil anklemmt, kann man in dieser Phase schon jedes einzelne System testen.
Dann kommt er wieder komplett raus, Kabelbinder werden z.B. durch Isolierband oder wie in der Luftfahrt durch ein spezielles Wachsband ersetzt.
Sichtbare Bereiche werden umwickelt oder mit Schrumpfschlauch etc. geschützt. Nicht sichtbare Bereiche bleiben "nackt". An Stellen mit Scheuergefahr kommt Spiralband drum.
Dann wird er wieder eingebaut, angeschlossen und getestet.
Vorher ein Stoßgebet an Lucas, den Gott der elektrischen Dunkelheit, dass nirgends ein Fehler eingebaut wurde
:D
Noch ein Tip: Besorg dir eine gute Zange zum crimpen der Steckverbinder. Diese bunt isolierten Steckverbinder gleich vergessen.
Nimm nicht isolierte, tauche sie nach dem Crimpen im Batteriepolfett und isolier sie dann mit Schrumpfschlauch :thumpsup:
Gruß, Diddi