Grundsätzlich ist es möglich aber nicht wirklich zu empfehlen, da die Gefahr besteht, einen Kopfdichtungsschaden vorzuprogrammieren.
Um die Schaftdichtungen zu wechseln, muss die Kipphebelwelle runter und dafür 4 Kopfmuttern runter = Kopfdichtung/Stehbolzen einseitig entlastet = nix gut
.
Um das Risiko zu minimieren müsstest du alle Zylinderkopfmuttern in umgekehrter Anzugsreihenfolge (zumindest etwas) lösen.
Dann kannst du aber den Kopf auch gleich abnehmen und eine neue Dichtung verwenden.
Wenn du es trotzdem versuchen willst:
- Wasser ablassen
- Kopfmuttern in umgekehrter Anzugsreihenfolge lösen und Kipphebelwelle abnehmen.
- Kopfmuttern wieder drauf und in korrekter Reihenfolge anziehen.
- Zündkerzen raus.
- Im zu bearbeitenden Zylinder den Kolben auf OT stellen. 4. Gang einlegen und Handbremse anziehen.
- Über Zündkerzenbohrung mit Adapter Druckluft (5-6 bar) in den Zylinder.
- Mit Ventilfeder-Werkzeug (ggf Eigenanfertigung) Ventilfeder niedrdrücken, Keile entnehmen, Teller und Feder entnehmen.
- Schaftdichtung wechseln.
- Feder, Teller, Keile wieder rein und auf zum nächsten Ventil.
- Kopfmuttern wieder lösen (Reihenfolge!)
- Kipphebelwelle einbauen
- Kopfmuttern anziehen (Reihenfolge!)
- Ölwechsel
- Kühlsytem füllen/entlüften
- Beten, dass die Kopfdichtung hält!
Gruß, Diddi