Zitat von Olaf LampeFür mich klingt die Erklärung von HOT so, als ob man damit auch einem Serienmotor mehr Drehmoment im unteren Drehzahl-Bereich spendieren kann.
Bei hohen Drehzahlen verlieren die Ventile also nicht nur ihre Haltbarkeit sondern auch ihre Berechtigung, denn da haben sie kaum noch Vorteile.
Gruß
Olaf
Richtig! Diese Ventile wurden ursprünglich von Paul Ivey für untere bis mittlere "Tuningstufen" entwickelt. Wie es mit der Haltbarkeit in einem hochgezüchteten Rennmotor aussieht, vermag ich nicht zu sagen.
Und auch da ist es sicher noch ein Unterschied, wie der Motor eingesetzt wird (Straße, Berg, Sprint, Slalom, Rundstrecke).
Kann man in kurzer Form auch hier nachlesen: http://www.minispares.com/Product.aspx?pid=36114
Zitat von floppySind die Ventile eigentlich nicht Oberflächenvergütet, also Nitriert oder ähnliches? Und würde man durch "abdrehen" diese Schicht nicht zerstören, falls vorhanden?
Diese Rimflow Ventile sind aus einem hochwertigen Stahl (kein Edelstahl!) mit verchromtem Schaft, wodurch sie auch in einem Serienmotor mit Gusseisernen Ventilführungen eingesetzt werden können.
Wenn man sich die Form (dünner Schaft und flacher Teller) ansieht, sollte man davon ausgehen, dass sie einteilig hergestellt sind, muss aber nicht unbedingt sein, wenn sie nicht ständig am Drehzahllimit laufen (müssen).
Hochleistungs-Rennventile hingegen sind aus einem sehr hochwertigen Edelstahl (hoher Nimonic-Anteil) wodurch sie deutlich temperaturfester sind als Serienventile. Sie sind nicht verchromt, da Verchromen zu einer Versprödung im Materialgefüge führt. Sie werden grundsätzlich einteilig hergestellt, damit sie die hohen Belstungen (Federn/Drehzahlen) besser verkraften.
Das Material ist aber nicht so hart wie eine Chrom-Oberfläche und würde in Gusseisenführungen in kürzester Zeit verschleißen, weshalb sie "Bronce-Führungen" erfordern.
Als Zwischenstufe gibt´s auch noch Ventile, die im Tuning von "Straßenmotoren" eingesetzt werden. Diese sind aus recht hochwertigem Stahl, "zweiteilig", manchmal mit verchromtem Schaft oder anderweitig vergütet und von der Form her zwischen Serienventilen und Hochleistungsventilen angesiedelt (Schaft nicht oder nur geringfügig verjüngt und Teller nicht ganz so flach. Auch im Bereich der Schweißnaht geschliffen und dadurch nicht mehr sichtbar.
An untersten Ende der Skala findet man dann die Serienventile.
Zur Erklärung einteilig/zweiteilig:
Einteilige Ventile werden aus einem geschmiedeten Rohling gedreht und feingeschliffen.
Zweiteilige Ventile haben einen geschmiedeten Teller, der durch Reibschweißung mit dem Schaft verbunden wurde. Danach werden die Teller dann, passend zum Schaft bearbeitet. (günstige Herstellung!)
Die Schweißstelle bei Mini-Serienventilen erkennt man ganz leicht an der "Stufe" im Übergang vom Schaft zum Teller.
Gruß, Diddi