Hallo zusammen,
das Problem beim Löschpulver ist nicht allein, dass das Zeug überall hinkriecht, sondern auch, dass das hochgradig korrosiv auf Metalloberflächen wirkt. Letztlich handelt es sich beim in üblichen Handfeuerlöschern verwendeten ABC-Pulver um eine Kombination verschiedener Salze (Ammoniumdihydrogenphosphat, Ammoniumsulfat, ...). Unter Feuerwehrleuten gab es auf die Frage nach der sinnvollsten Art des Feuerlöschers im Auto früher oft die Antwort: Einen Pulverlöscher für fremde Fahrzeuge, einen Halonlöscher fürs eigene. Leider sind Halonlöscher in der EU seit 2004 verboten und nur mit einer Übergangsfrist noch für die Luftfahrt und beim Militär zulässig. Bleibt aktuell als sinnvollster Kompromiss der schon genannte Schaumlöscher.
Wer darauf vertraut, dass ein irgendwann mal gekaufter und jahrelang im Auto mitgeführter Löscher im Bedarfsfall einfach funktioniert, könnte eine bittere Enttäuschung erleben. Feuerlöscher unterliegen nicht umsonst einer Prüffrist, für die regelmäßige Prüfung gibt es entsprechende Dienstleister.
Bei der Wahl eines Feuerlöschers sollte daher auch eine Rolle spielen, ob der lokal verfügbare Wartungsdienst die Wartung dafür übernehmen kann. Denn der Füllanschluss ist z.B. nicht genormt und bei jedem Hersteller mitunter anders. Bei Markenprodukten der bekannten Hersteller (z.B. Gloria, TOTAL, Minimax, Werner, Jockel, ...) sollte das kein Problem sein, beim No-Name Teil vom Discounter schon eher.
Schöne Grüße
Dietrich