Also: der Sensor selber gibt erst mal nur "etwas" raus, das noch aufbereitet werden muss. Typischerweise ist das ein piezoelektrischer Sensor, der dort montiert wird, wo das Klopfen auftritt. Wenn der "nur so" am Motor montiert wird, liefert er natürlich auch das Laufgeräusch des Motors.
Der Klopfsensor allein hilft dir also nicht.
Das Ding was ich unten als Proto auf dem Tisch liegen habe, verwendet den speziell zu diesem Zweck gebauten HIP9011 Klopfsensor Verstärker. Dieser beinhaltet einen verstellbaren Verstärker, Filter und Integrator.
Verstellt wird das ganze mittels µProzessor, der auf der gleichen Platine sitzt.
Um die "Eigenresonanz" des Motors zu ermitteln, kann mann näherungsweise die "Stossantwort" analysieren. In der Praxis heisst das, das man das Signal des Sensors ungefiltert aufzeichnet, während man mit einem kleinen Hammer auf verschiedene Stellen des Motors klopft.
Die aufgezeichneten Signale werden in ihre Frequenzanteile aufgeschlüsselt, und es wird sich ein dominanter Frequenzbereich ergeben. Dort legt man die Mittenfrequenz des HIP9011 Filters hin.
Den Rest macht der µP. Dessen Aufgabe liegt darin, die Verstärkung pausenlos dem Hintergrundgeräusch anzupassen.
Sind diese Randbedingungen erfüllt, wird "Klopfen" sehr deutlich vom Hintergrundgeräusch abweichen und leicht detektierbar sein. Tatsächlich ist der HIP9011 mit der passenden µP Programmierung in der Lage Klopfen viel viel früher zu erkennen, bevor man mit dem menschlichen Ohr etwas zu hören glaubt.
Wird Klopfen erkannt, gibt der µP ein Signal an die ums., die darufhin die Zündung um einenen einstellbaren Wert zurück nimmt, bis kein Klopfen mehr auftritt. Danach kann man einstellen, ob langsam wieder zum Kennfeldwert zurückgekehrt werden soll.