Ha! Offenbar habe ich einen groben Monatsrythmus entwickelt. Van Monthly sozusagen. Dann kann's ja weitergehen!
Immer, wenn ich das Auto mal zu lang von einer Seite gesehen habe, mache ich mal etwas, das sich zwischendurch einschieben lässt.
In diesem Fall die Verstärkungsbleche für die Sitze, nachdem mir auf der vorigen Seite etwas Referenz dazu geliefert worden war (danke Ralf und Co.).

Schön um ein Rohr gebogen bzw. gekantet, habe ich sie von unten natürlich grundiert und auf der Fahrerseite auch schon eingesetzt. Ich vermute, genau wie im Werk - reingelegt und festgebraten ;)

Die andere Seite habe ich mir noch aufgehoben bis ich die Lötmaschine daran ausprobieren kann.
Es war mal das Ziel, ca. alle 10 Arbeitstage einen Mechaniktag einzulegen, damit das nicht in Vergessenheit gerät und ich nicht das Schrauben verlerne ;)
Also munter das vordere Fahrwerk zerlegt. Ich denke, wie das verkrustete Geraffel aussieht, wissen die meisten. Ich hatte dabei ein interessantes Fundstück:

Da hat entweder mal einer ein Rad verloren oder das Gefährt wurde ohne Rad auf dem Hof rumgezogen...? Kurios. Naja, die Flex machte auch dem den Garaus.
Die von unten perforierte, linke Dachhinterkante war nun als nächstes dran. Im vorigen Post ist sie schon einmal aufgetaucht. Also den Türfeststellwinkel entfernt (natürlich für später aufgehoben) und ein weiteres großes Loch verursacht.
Das zu bauende Blech ging von der Regenrinne ganz U-förmig herum und nach innen wieder an das obere Schließblech, um einen richtigen Holm zu bilden. Außerdem überlappt das Profil etwas mit der C/D-Säule. Also wieder etwas gebogen, gebohrt und in Form geschliffen:

Nach der durchgehenden Naht an der Dichtfläche kam wieder die viele-Klammern-Technik zum Einsatz.

Dann umgedreht und geschweißt und anschließend die Regenrinne umgelegt.

Der Türfeststellwinkel musste auch noch etwas instand gesetzt werden, weil er beim Ausbau doch etwas Widerstand geleistet hatte. Ganz schön dicke Schweißpunkte an dem Ding. Am Ende landete er aber auch wieder an Ort und Stelle und die Hinterkante konnte sich wieder sehen lassen:

Das Ganze war aber an sich nur die Vorbereitung auf das, was ich eigentlich vorhatte!
Da an der Hinterkante der Ladefläche weit und breit ja überhaupt keine Referenzpunkte mehr vorhanden gewesen waren, wollte ich zum Ausrichten der neuen Hinterkante von oben runterloten, um zwei neue Referenzpunkte zu erhalten. So musste ich mich seitlich nicht nur auf die von mir selbst eingesetzten Bodenbleche verlassen und insbesondere in der Tiefe gab es eigentlich nichts mehr, wo man sein Maßband hätte anlegen können.

Lasertechnik ist übrigens überbewertet ;) Zum Glück stimmten die gewonnenen Punkte erfreulich gut mit den neuen Blechen überein, also konnte es mit der Hinterkante direkt weitergehen. Ich habe sie dennoch erstmal noch nicht durchgeschweißt, man weiß ja nie und wird mit der Zeit auch schlauer ;)

Das Schiefe kommt natürlich vom Objektiv.
Für alles Weitere wurden nun die Türen benötigt. Da die aber nicht zugehen, wenn der Apparat auf dem Spieß steckt, hieß es: Abbocken! Zum ersten Mal seit einem Jahr.
Zum Glück hatte ich gerade (eigentlich für Motoren) einen schönen Scherenlift gekauft, der leichte Arbeit daraus machte. So war das Portal endlich mal wieder frei zugänglich.

Das sieht doch schon wieder ganz manierlich aus!
Aber: passen die Türen noch? Wird die stattliche Belüftungsöffnung erhalten oder doch noch zugeschweißt und wenn ja, woher sollen die neuen Sicken kommen? Und lässt sich aus dem Spieß nicht direkt ein Auspuff bauen?
Die Antwort auf diese und andere Fragen gibt es dann hoffentlich noch vor Jahresende ;)