Ich habe bei der Ausmusterung der letzten "Army of the Rhine" Vans in Mönchengladbach damals ordentlich zugeschlagen. Im Jahr 1987 wurden die noch in recht großer Menge versteigert. Es gab eine vervielfältigte Schreibmaschinen-Liste aller angebotenen Fabrikate, die Autos standen zur Begutachtung auf einer schlammigen / teils überfluteten Wiese. Zustand reichte von Edelschrott bis fast neuwertige Autos. Es gab Vans in dunkelgrün, schwarz und nato-oliv, RHD und LHD. EZ bis 1983, damals also gerade mal vier Jahre alt.
Die Autos wurden fast alle als "defekt" verscherbelt. Zum Beispiel "Bremse Totalausfall". OK - wenn man das Gestänge des Hauptzylinders aushängt gibt es keine Bremswirkung mehr.... Die Soldaten wollten die Dinger damals einfach loswerden. Viel zu unbequem in dieser Zeit, man bevorzugte Escort Kombis.
Ich hatte - zu Studienzeiten - für mich einen bezahlbaren Van als Alltagsauto gesucht. Daher habe ich nur auf praktisch rostfreie Autos in schönem Zustand geboten. Wollte einen kaufen, habe daher mal auf die drei besten Exemplare ( von ca. 20 angebotenen, späte EZ, keine oder minimale Mängel, max. 20.000 km gelaufen, kein Mattoliv) geboten - und drei Zuschläge bekommen! Zum Stückpreis zwischen 2.200,- und 3.500,- DM. Zwei Schwarze, ein Grüner.
Habe dann den Besten (schwarz) für mich rausgesucht und die anderen beiden für gut den doppelten Kaufpreis weiter verscherbelt. Waren dann immer noch so günstig dass sie mir aus den Händen gerissen wurden.
Deshalb habe ich bei der nächsten Auktion ein halbes Jahr später gleich nochmal fünf Stück geschossen und günstig weiter verkauft. Insgesamt hat die Aktion meine Studentenkasse mit gut 20.000,- DM geflutet. Leider war's dann so gut wie vorbei mit den Vans, hat sich jedenfalls nicht mehr gelohnt weil nur noch ziemlich Ruinen dabei waren.
Ja ja - glückselige, goldene Zeiten damals.... ich habe übrigens alles noch hier. Die Versteigerungslisten, die Info-Schreiben über die Zuschläge, die Zoll-Papiere und die Kaufverträge. 