In meiner '69er Corvette fahre ich schon seit 10 Jahren mit Silikonbremsflüssigkeit - völlig ohne Probleme.
Allerdings sind doch ein paar "Nachteile" zu beachten:
Aufgrund der Tatsache, daß sich die Flüssigkeit nicht mit Wasser mischt, bleibt eindringendes Wasser in Tropfenform in den Leitungen. Befindet sich so ein Tropfen in der Nähe des (heißlaufenden) Bremszylinders, kann es durch die plötzliche Blasenbildung zum rapiden Abfall der Bremsleistung kommen.
Ein weiterer Effekt ist der, daß (warum weiß ich nicht) die Bremsleistung in Höhen über 2.500 m etwas nachlässt. Das habe nicht ich festgestellt, sondern ist ein bekanntes Phänomen.
Und schließlich wird auch aus der U.S. Corvette-Szene, in der Silikonbremsflüssigkeit weit verbreitet ist, immer mal wieder von Fällen berichtet, bei denen es zu den oben beschriebenen Unverträglichkeiten, bzw. Undichtigkeiten gekommen ist. Zumeist handelt es sich um Autos aus den Baujahren '63 - '67. Eine Ursache hat man dafür aber bislang auch noch nicht gefunden. Möglicherweise liegt es tatsächlich an spezifischen Gummimischungen. (Silokonbremsflüssigkeit zersetzt aber dichtungen aus naturgummi,und diese gibt´s sehrwohl noch in Oldtimern)