heute in der Zeitung entdeckt:
Auf ARTE
Mittwoch, 1. Dezember 2010 (also heute ;))um 21.45 Uhr
Berlin Calling
(Deutschland, 2008, 101mn)
In Berlin, einer Stadt, in der man jeden Abend feiern kann, besteht das einzige Problem darin, durchzuhalten. Als der Berliner Techno-DJ Ickarus nach einem Drogenexzess, in eine Berliner Nervenklinik eingeliefert werden muss, beginnt für ihn die Odyssee.
Der Berliner Underground-Techno-DJ und Komponist Ickarus tourt mit seiner Freundin Mathilde durch die Clubs der Welt und sie stehen kurz vor ihrer größten Albumveröffentlichung. Schlafen in Flughafenterminals, vor einer gedrängten Menschenmenge Electro auflegen ... eine Nacht gleicht der anderen.
Zurück in der Hauptstadt, in der man jeden Abend feiern kann, und zwar so richtig und für wenig Geld, besteht das einzige Problem für Ickarus darin, durchzuhalten. Als Ickarus eine "böse" Pille schluckt, wird er im Drogenrausch in die Notaufnahme der Berliner Nervenklinik eingeliefert.
Dort muss er sich mit seinem Leben, einer resoluten Ärztin und der Zukunft auseinandersetzen. Ickarus fühlt sich wie ein Ertrinkender und flüchtet in die "normale" Welt, in der inzwischen nichts mehr ist, wie es war ...
Darsteller: Araba Walton, Corinna Harfouch, Henriette Müller, Paul Kalkbrenner, Peter Schneider, RP Kahl, Rita Lengyel, Maximilian Mauff (Zivi Alex), Megan Gay (Labelchefin Alice), Udo Kroschwald (Vater)
Regie: Hannes Stöhr
Musik: Paul Kalkbrenner
Die Süddeutsche Zeitung schrieb: "Wie bereits in seinem Debütfilm 'Berlin is in Germany' verbindet Stöhr auch hier ein dokumentarisch geschultes Gespür für Berliner Lebensgefühl mit dem Drama einer vom Scheitern bedrohten Existenz, mit einer Tragödie, der er immer wieder lichte, fast komische Momente verleiht."
"Berlin Calling" ist keine Neuauflage von "Einer flog übers Kuckucksnest" und ist auch kein Film über Drogen. Es ist ein authentischer, junger und realitätsnaher Film über die Generation, die auf den Dancefloors zu Hause ist - dort, wo die Zeremonienmeister der Musik die Massen in Trance versetzen. Ein hoch emotionaler Film über einen modernen Musiker, einen, der sich auf dem schmalen Grat zwischen Kunst und Wahnsinn bewegt.
Der Wahl-Ostberliner Paul Kalkbrenner, der mit der Rolle des Ickarus seines gleichen verkörpert, zählt zu Deutschlands erfolgreichsten DJs. Er selbst bezeichnet sich jedoch lieber als Live Act. Er sollte mit seinem Insiderwissen ursprünglich als Berater für "Berlin Calling" fungieren. Im Laufe des Projekts übernahm er die Hauptrolle und schrieb auch die fesselnde elektronische Musik, die zu Teilen aus Stadtgeräuschen besteht. Die Genese solcher Tracks ist auch im Film zu erleben.
Wiederholungen:
02.12.2010 um 03:00
hhmmwerdichmiraufjedenfallangucken 