Radlager

Diese Tipps sind nicht von mir, sondern von meinem Schrauberkollegen Gerhard Auer.


Als kleinen Tipp, um die Simmerringe vor Beschädigungen zu schützen, kann man das ausgebaute alte Radlager benutzen, um den Achsschenkel auf der Antriebswelle zu fixieren (siehe Foto). So kann man alles zusammen gut wieder einbauen, ohne dass der Achsschenkel wieder von der Antriebswelle rutscht und dabei eventuell die Simmerringe beschädigt. Das funktioniert auch, wenn die Antriebswelle eingebaut bleibt und nur der Achsschenkel wieder eingebaut wird. Sind die Kugelbolzen angezogen und die Spurstange wieder montiert, kann das alte Lager demontiert werden und der weitere Zusammenbau kann folgen.

Am Faltenbalg erkennt man gut, dass dieser nicht mit einem Kabelbinder, sondern mit einem verzinktem Stahldraht fixiert ist. Beim Kabelbinder kann es vorkommen, dass der Verschluss am Achsschenkel klemmt, somit muss man den Verschluss leicht mit der Feile bearbeiten. Hierbei besteht aber die Gefahr, dass dieser sich wieder unbemerkt öffnet und das ganze Gelenkfett rausgeschleudert wird.

Und nun ein Tipp von mir, der beruht auf eigenen Erfahrungen:

Ein Schrägrollenradlager muß mit mind. 250 Nm angezogen werden und dann weiter auf das nächste Splintloch gedreht werden. Glaubt nicht, daß 220 Nm reichen, nur weil da gerade ein Splintloch ist. Bei mir waren es knapp 700 km, dann war es hin und das äußere Antriebsgelenk ebenfalls.

Und wenn ein Radlagerwechsel ansteht und man stellt dabei fest, daß der Simmerring schon länger hin war und somit der Achsstummel vom äußeren Antriebsgelenk Rostkrater hat. Kauft Euch gleich einen neues Antriebsgelenk. Es hält nicht. Bei mir ca. 7000 km. Die 40 Euro für das neu Lager kann man anders sinnvoller ausgeben. Und gespart hat man auch nicht, weil beim zweiten Mal muß das äußere Gelenk ja auch her. Dann lieber gleich richtig.