Mit allem Respekt (!), aber der Einstellung vom 11.11. ist in Bezug auf die 'Stinker'-Aussage vehement zu widersprechen.
Diese Aussage wird zwar öffentlich und in aller Munde immer wieder geführt, speziell auch von den Verantwortungsträgern , aber es ist eine L ü g e !
Wenn eine Energie- und Schadstoffbilanz für ein Auto über ein anzunehmendes mittleres Fahrzeugleben hinweg erstellt wird, dann veranlaßt ein j e d e s Auto ca. 2/3 = 66% (!!) seiner Schadstoffe jeglicher Art bei Herstellung und Verschrottung !!
Egal also, wie lange man ein Auto ohne Katalysator, egal welcher Bauart, dann fährt, 2 Drittel der Schadstoffe entstehen vor und nach Benutzung des Autos bei Herstellung und Verschrottung !!
Das umweltlich gesehen Schlimmste, was man also tun kann, das ist der Kauf eines neuen Autos ! Nur sieht dieses 'Stinken' keiner, weil es vorher und nachher paßiert. Die Fernsehwerbung der Autohersteller lügt also auch (Lüge = falsche Aussage wider besseres Wissen) !
Zudem betrifft diese ganze 'Aktion', dieser Aktionismus ("Wir tun a b e r 'was !!") eine verschwindend geringe Prozentzahl zugelassener Fahrzeuge. Die Qualität der Luft, die tatsächliche 'Belastung' dürfte sich dadurch nicht signifikant, also mesbar verändern.
Es geht um etwas ganz Anderes ! Es geht sicher um die Ankurbelung des Neuwagenverkaufes, der aber nur gut funktioniert, wenn die gebrauchten Autos nach unten weitergereicht werden können. Ist 'unten' aber kein Kaufinteresse, dann ist von 'oben' auch nichts durchreichbar, entsprechend wird die Kauflust 'oben' für Neuwagen gebremst.
Verkaufen aber die, die 'einen alten Schluren' (vermeintlich) ihr eigen nennen, den dann an Afrikaexporteure(wo er ja weiter 'stinken' würde !!) oder verschrotten den(wo er die 2. Hälfte der 66% erledigt), dann ist Platz und das angestrebte Ziel ist erreichbar.
Um also Bewegung in die Sache zu bringen, muß man letztgenannte Gruppe massiv bedrohen. Der Solidarität der Masse kann man sich dabei getrost bewußt sein, denn
a) sind diese nicht negativ betroffen, sondern haben im Gegenteil
b) den Vorteil, als die umweltbewußten und schlauen Leute zu gelten.
Auf diese Weise ließen sich Menschen immer instrumentalisieren.
Tatsächlich ist das ein Skandal, weil die Gralshüter der öffentlichen Moral (die Gesetzgeber) vorsätzlich und wissentlich lügen, um etwas völlig Anderes zu erreichen.
Und es geht in der Vorschrift sehr wohl um den Feinstaub, den ein Benziner gar nicht produziert ! Die Argumentation ist jedoch, daß das Gesetz in 2 Jahren cirka auf Benziner ausgeweitet werden soll, und man wolle eben nicht 2-mal regulierend aktiv werden.
Und wer jemals aufmerksam hinter einem modernen 'Hochdruckdiesel' hinterhergefahren ist, der fast sich angesichts der Gesetze und der Argumentationen aller beteiligten Gruppen an den Kopf.
Bei j e d e m Gasschub, speziell aber bei deutlichem Beschleunigen, da pustet es hinten heraus, daß es eine wahre Wonne ist !
Da aber die Auspuffrohre nach unten zeigen, kommt am Meßpunkt bei der Fahrzeugprüfung bei Neuzulassung nichts oder nicht genug an.
Und frei nach dem Motto:"Was ich nicht gemessen habe, das war auch nicht da, obwohl ich es gesehen habe", wird munter auf gleichem Wege weiter gemacht.
Ich bitte diesen Ausflug nachzusehen, aber es ist geradezu widerlich, was da paßiert, und das Wählerstimmvieh hat das in 1 Jahr ohnehin wieder vergessen, wenn ihm direkt vor der Wahl ein Bonbon zugesteckt worden ist.
Persönlich bleibt mir unverständlich, warum Fachverbände (nicht die ganz großen, die auch von der Industrie ausgehalten werden) dagegen nicht juristisch eingeschritten sind. Ein Privatmensch dürfte sich dabei einen Bruch heben.
Andreas Hohls