hier siehst du das durchgeschmirgelte Furnier, welches ich mit Alkoholstiften versucht habe auszugleichen.
Gerne würde ich auch wissen, wie man das besser machen kann, weil da wäre bei mir noch Luft nach oben vorhanden🤣.
Habe ich vor vielen Jahren mal mit einem Wurzelholz-Brett gemacht...
Losen Lack mit einem Messer abhebeln birgt halt die Gefahr, dass dabei das Furnier beschädigt wird.
Das geht später viel leichter, wenn der Lack schon recht dünn geschliffen ist...
Ideal ist es halt, wenn man eine Beize findet, die Polyester- oder DD-Lack entfernt...
Ich hab´s damals ohne Beize gemacht...
Nichts abhebeln!
Zuerst vorsichtig mit einem Exzenter- oder Schwingschleifer vor schleifen...
Sobald man die ersten Spuren auf dem Furnier sieht, ist Schluss mit Maschine und es wird nur noch von Hand geschliffen.
Nur so kann man vermeiden, das Furnier zu dünn zu schleifen...
Jetzt kann man auch schon mal versuchen, lose Lackstücke vorsichtig ab zu hebeln...
Wenn der Lack runter ist, Risse im Furnier mit verdünntem Holzleim (Ponal Express, wasserfest mit etwas Wasser verdünnen) wieder ankleben. Wenn möglich, loses Furnier dabei leicht anheben und den Leim mit einem Pinsel da drunter pinseln.
Folie als Trennmittel drauf und mit Schraubzwinge und dünnen Kolzbrettchen fest spannen...
Wenn der Leim getrocknet ist, alles noch mal vorsichtig von Hand überschleifen um vor allem Leim-Reste zu entfernen...
Macken im Furnier kann man jetzt auch ggf. noch mit farblich passendem Holz-Kitt reparieren...
Entstauben!
Entweder mit klarem Polyester-Harz, klarem Epoxyd-Harz oder klarem 2K-DD-Lack (wird im Bootsbau verwendet) in mehreren, satten Schichten lackieren/rollen...
Zum Schluss mit feinem Schleifpapier (Nass-Schleifen) wieder glatt schleifen, bis keine "glänzenden" Stellen mehr sichtbar sind. Anschließend polieren...

Mittlerweile stehe ich nicht mehr so auf Holz...

Gruß, Diddi