Beiträge von HOT

    ...da ist mir das gar nicht in den Sinn gekommen, dass ich auch an den Rädern drehen könnte.:D.

    Wenn alle Kerzen draußen sind, lässt er sich auch einfach über den Kühlerlüfter durchdrehen, vorausgesetzt der Keilriehmen ist nicht zu locker ;)

    Davon aber mal abgesehen, bezweifele ich, dass man als Laie auf diesem Weg diagnostizieren kann, ob ein Lagerschaden vorliegt oder nicht.

    Der Lagerschaden müsste schon massiv sein und auch nur ein Pleuellagerschaden könnte so (mit viel Erfahrung) diagnostiziert werden, nicht aber ein Hauptlagerschaden.

    Die gemessenen Kompressionswerte sind für einen kalten Motor schon ganz brauchbar, wenn auch nicht wirklich gut. Zumindest weisen sie nicht auf einen Kopfdichtungsschaden hin.
    Übrigens: Zählweise von der Wasserpumpenseite aus 1,2,3,4 ;) oder ganz korrekt, von der, der kraftabgebenden Seite gegenüberliegenden Seite aus :rolleyes:

    Genauen Aufschluß über das Schadensausmaß bringt nur ein Zerlegen, Begutachten und Vermessen.

    In Punkto Reparaturkosten:

    - eine neue Kurbelwelle (in D ca. 415,-€, in UK ca. 320,-€) ist u.U. günstiger, als eine beschädigte (alle Lager) neu schleifen zu lassen. Preise dafür vorher klären ;)

    - Aufgrund des hohen Ölverbrauchs (oder war´s doch nur Ölverlust?) ist davon auszugehen, dass der Block auf´s nächste Übermaß gebohrt und mit neuen Kolben aufgebaut werden muss. Genaues kann aber nur das Vermessen zeigen.
    Diese Arbeiten, inkl. Aufziehen der Kolben auf die Pleuel und "Winkeln" der Pleuel ist in "Heimarbeit" nicht machbar.
    Also den leeren Block inkl. Kurbelwelle, Pleuel/Kolben zum Motorenbauer bringen und vermessen bzw. KVA erstellen lassen.

    Als Anhaltspunkt:
    In UK bekommt man überholte Blöcke, inkl. KW, Kolben/Pleuel, und neuen Nockenwellenlagern, allerdings ohne Nockenwelle, fertig montiert und lackiert schon ab etwa 540,-€ (490,- GBP) im AT + Versand.
    Die Versandkosten sind allerdings "nicht von schlechten Eltern"
    Und bei "Problemen" wird´s u.U. schwierig mit deren Lösung...
    Auch gibt´s hier reichlich Stories über die Englische "Qualität"
    Dann ärgert mann sich schnell, nicht zum, auf den ersten Blick teureren, "Motorenbauer um die Ecke" gegangen zu sein und zahlt entsprechendes "Lehrgeld" :scream:

    Nur ein Beispiel: http://www.robwalkerengineering.com/engines.html

    Gruß, Diddi

    Könntest du mir erklären was das Zwischenrad ist, bzw. wo es sitzt und welche Aufgabe es erfüllt.

    Da beim Mini das getriebe unter´m Motor (im Prinzip in der Ölwanne) liegt, muss irgendwie die Kurbelwellendrehzahl nach unten zum Getriebeeingangsrad transferiert werden. In UK heißt der Zahnradsatz deswegen "Transfer-Gear".

    Das sogenannte Idler-Gear oder auch Zwischenrad ist das mittlere der 3 und hat einen recht schweren Stand. Es muss daher optimal eingemessen werden um seine Kippneigung zu minimieren. Dieses geschah im Werk nicht immer optimal :rolleyes: und das Zwischenrad "nagt" dann an seinen Anlaufscheiben, deren Kontaktflächen im Getriebe- sowie Zwischenradgehäuse und zerstört dann irgendwann die Nadellager.........und irgendwann auch den Motor :rolleyes:

    Schau dir mal folgenden Link an:

    http://www.allbrit.de/etk.asp?MOD=MI…chenrad19802000

    #1 ist das Primärrad (Primary Gear) mit seinen Buchsen auf der Kurbelwelle. (Auf der Verzahnung sitzt die Kupplungsscheibe)

    #7-9 ist das Zwischenrad (Idler-Gear) mit seinen Anlaufscheiben und Nadellagern.

    #10 ist das Getriebe-Eingangsrad (Input-Gear)

    Gruß, Diddi

    Edit: Metro hat ja schon das passende Foto dazu (Zwischenrad und Getriebe-Eingangsrad) eingestellt.

    Achsmanchetten sind neu allerdings bekomme ich die inneren nicht richtg belüftet, gibts da nen Trick?

    Ich wende folgenden Trick an:

    Das Sprühröhrchen einer WD40 Sprühdose oder ähnliches zwischen Manschette und Antriebswellengelenk durchschieben. Natürlich bevor die Bandschelle bzw. der Kabelbinder zugezogen wird.
    Die Manschette etwas massieren um die Dellen heraus zu bekommen. Man kann auch durch das Röhrchen etwas hineinpusten um das ganze etwas zu beschleunigen.

    Gruß, Diddi

    Zitat von Faxe-Racing

    ...hier wartet viel Arbeit auf den Besitzer und noch mehr Geld auf den Besitzerwechsel.

    Ich kann mir nicht vorstellen, den jemals zu veräußern, wenn Jahre lang sein Traumauti sucht und nicht findet, baut man sich halt selbst einen auf. ;)

    Ich glaube, da hast du etwas missverstanden.

    Faxe meinte wohl, dass im Zuge der Restauration noch einiges an Geld den Besitzer wechselt :eek:, womit er sicherlich nicht Unrecht hat :headshk:

    Schweißt du selbst oder muss du jemanden dafür bezahlen?

    Gruß, Diddi

    Zitat von Dray

    vll kann man mir bei gelegenheit sagen wie ich das direkt einbinden kann i.wie klappt das nicht mit ""

    So geht´s direkt:

    Und so funktioniert´s:

    Geöffnetes Foto mit rechter Maustaste anklicken, > Eigenschaften, die komplette URL des Bildes kopieren und hier im Thread über die Funktion "Grafik einfügen" einfügen ;)

    Gruß, Diddi

    SO ihr Lieben, hier die versprochenen Bilder von gestern:

    Seitenkasten Fahrerseite:

    Da drückt der Rost auch schon zwischen 2 Blechlagen (Innenschweller/Verstärkungswinkel Hilfsrahmenaufnahme), lässt sich aber recht gut reparieren, wenn der Außenschweller ab ist. Müsstest dafür aber wahrscheinlich den Verstärkungswinkel opfern und einen neuen anfertigen.

    Die Roststelle am Übergang zum "Heelboard", direkt unterhalb der Dichtmasse, erst mal freilegen und schauen, was zum Vorschein kommt.

    Wenn auch da durch (sehr wahrscheinlich :rolleyes:), wäre es auch die Überlegung wert, die Seitentasche für bessere Zugänglichkeit rauszunehmen (Schweißpunktbohrer). Hört sich schlimmer an als es ist und die Bohrungen werden beim Wiedereinbau einfach wieder verschweißt ;)



    Radhaus Fahrerseite:

    Wenn der Rest vom Radhaus rostfrei bzw. zumindest nur oberflächlich angegriffen ist, würde ich hier nur mit einem selbst zurechtgedengelten, stumpf eingepassten Flicken reparieren ;)

    Genauso auch die ungewollte "Zwangsbelüftung" des Schwellers im vorderen Radhaus ;)

    Gruß, Diddi

    ...Die vorderen Stoßdämpferaufnahmen gehen noch, ist zwar ein riesen Rostbatzen hinter gewesen, aber kein Loch drin...

    Der "Rostbatzen" bestand wahrscheinlich zur Hälfte aus Material von der Aufnahme und zur anderen Hälfte aus Material von der Stehwand.
    Die Stehwand (0,8mm) dürfte daher schon ziemlich dünn sein und beim Strahlen/Entrosten erste kleine Löcher preisgeben.

    Mit etwas Glück ist das Verstärkungsblech (1,2mm stark) darunter noch in Ordnung, also bereits jetzt den Rostigen Bereich (nur die erste Blechlage) ganz vorsichtig raustrennen ohne das darunterliegende Blech zu beschädigen. Dann reicht ein einfacher, stumpf eingepasster Blechflicken und der Bereich ist wieder wie neu ;).

    Um dann neuen Rost zu verhindern, nach dem Lackieren, die (rostfreie/lackierte) Aufnahme mit einem vollflächigen Bett Dichtmasse montieren und überschüssige Dichtmasse entfernen.

    Bisher sieht´s doch noch recht gut aus. Auch die Tür kann man noch reparieren ;). Habe schon deutlich schlimmere "junge" Karosserien gesehen :eek:.

    Bin auf weitere Fotos der Problemstellen gespannt :)

    Gruß, Diddi


    Platte ist auf jeden Fall zu dünn...

    ...und der Druckbolzen in der Mitte viel zu schwach ausgelegt :rolleyes:

    Mit dem "Spielzeug" wird das nichts :headshk:

    Ich habe bei einer widerspenstigen Schwungscheibe auch schon einen gekauften Abzieher gekillt :eek:

    Setz dich mal mit Matzze.1 hier aus dem Forum in Verbindung.
    Er baut Abzieher in "Heavy Duty" Ausführung und bietet sie abundzu auf e-Bay an.
    Nur mal so zum Vergleich: Sein Abzieher hat eine Platte aus 18mm Stahl und einen M16er Druckbolzen (Güte 10.9) :eek:

    Gruß, Diddi

    DAAAANKEEE HOOOOT, für deine geduldige Hilfe.
    Äh wat soll ich sache?! Et leuchtet:D

    Nur such ich noch die Öldrucklampe, wenns eine gibt:D:D:D

    Aber will ja eh nen Öldruckinstrument mal installieren:)

    Bitte schön ;)

    Bei den Mini-3er-Mitteluhren gab´s werksseitig keine Öldruckwarnleuchte. Die hatten schließlich werkseitig eine mechanische Öldruckanzeige ;)

    Gruß, Diddi

    Ne ich sehe keinen Unterschied von Starren zu Verstellbaren:rolleyes:.
    Meine natürlich bei den Starren untereinander.
    Da haben die von Mini Sport am meisten Material um die Konusbohrung.
    Scheint doch wohl paar verschiedene Hersteller zu geben.
    Guckst du hier:

    Stimmt, man sieht tatsächlich kleine Unterschiede zwischen dem hellen und den 3 dunklen.

    Aber der TÜV sieht das garantiert nicht :headshk:
    Zumal er die nicht so schön nebeneinander legen kann ;)

    Gruß, Diddi


    Und wie genau macht sich das bemerkbar, was fühlt man da?
    Wenn ich alle Kerzen ausgebaut habe springt er ja nicht mehr an.
    Soll ich dann die Welle mit dem Schraubenschlüssel drehen?
    Oder hast du gemeint eine nach der anderen ausbauen?

    Im Prinzip ein Kompressionstest mit dem Daumen als "Messgerät"

    - Alle Kerzen raus (er soll natürlich nicht anspringen)
    - Mit dem Daumen auf ein Kerzenloch drücken
    - Ein Assitent betätigt für ein paar Sekunden den Anlasser und gibt Vollgas
    - Man spürt einen kräftigen Luftdruck unter´m Daumen oder auch nicht

    Spürt man deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Zylindern, ist vermutlich die Kopfdichtung durch.
    Meistens sind 2 nebeneinander liegende Zylinder, 1/2 , 2/3 oder 3/4 betroffen.

    Sind es Zylinder 1/2 oder 3/4 höhrt man unter Last ein ziemlich lautes Klackern, dass man durchaus auch für einen Lagerschaden halten kann.

    Drücke dir die Daumen, dass es nur die Kopfdichtung ist.

    Gruß, Diddi

    Auch ein "neuer" Motor liegt inkl. Einbau nicht im Vierstelligen Bereich.

    Das gilt aber nur für den Selberschrauber.

    Einen guten SPi-Motor (komplette Antriebseinheit) mit deutlich unter 100K km findet man kaum unter 500,-€
    In der Werkstatt braucht man für einen Motorwechsel auch ein paar Stunden, denn es wird ja nicht unter "Rennbedingungen" geschraubt.
    Dann sollte noch mindestens eine Motorinspektion sein (ÖL, Filter, Lufi, Ventile einstellen, Kühlflüssigkeit, Zünkerzen und evtl. das Zündgeschirr...

    Da kommt unter´m Strich ganz schnell ein 4-stelliger Betrag bei raus ;)

    Gruß, Diddi


    Nenne doch bitte mal Deine Erfahrungswerte...

    Wie Peter schon schreibt, hängt das natürlich von vielen Faktoren ab und kann nicht allgemein gelten, ist aber ein Indiz.

    Ein paar Beispiele aus meinem "Fuhrpark":

    Mini meiner Tochter, 1300er Vergaser mit 135K km
    Betriebswarm 5-6 Sekunden, kalt (etwa 1 Min. gelaufen) 10 Sekunden.
    Für´n 1300er läuft der sehr ruhig :cool:

    Mein (Unfall) 1300er Vergaser mit ~140K km
    Betriebswarm 2-3 Sekunden, kalt 7-8 Sekunden
    Wenn es sehr kalt war, hörte man in den ersten Minuten den Kurbeltrieb bereits :rolleyes: Betriebswarm war er ruhig.

    Ein 1300er Schlachtmetro: Geschenkt bekommen mit ~60K km aber total veranzt.
    Betriebswarm 0-1 Sekunde, kalt 3-4 Sekunden.
    Der Kurbeltrieb war deutlich zu höhren :rolleyes:
    Ist der weiter oben genannte Motor, der mit rund 60K km "Schrott" war und komplett überholt wurde. Hauptlager auf erstes, und Pleuellager auf 2tes Untermaß geschliffen um die KW noch wiederverwenden zu können.

    Dieser Motor nach dem komplett Überholen:
    Betriebswarm 8-10 Sekunden, kalt knapp 20 Sekunden.

    Aus diesem Grund sind für mich Klopfgeräusche in Verbindung mit niedrigem Öldruck ein Indiz für einen Lagerschaden oder zumindes Lager, die es dringend nötig haben ;)

    Das muss aber beim Threadstarter nicht unbedingt der Fall sein, wie ich weiter oben (Beitrag #9) schon geschrieben habe. Eine durchgebrannte Kopfdichtung kann ähnliche Geräusche unter Last/Drehzahl machen und zieht gleichzeitig einen Leistungsverlust nach sich.

    Das wäre definitiv das geringere Übel.

    Gruß, Diddi