Beiträge von Fl0wR1an

    Das hat vermutlich noch nie einer wirklich probiert. Das andere Problem ist, das der Wassertemperatur Sensor ein anderes Gewinde hat wie der Öldruckschalter. Oder du besorgst dir einen entsprechenden Adapter (was vermutlich schwierig oder ggfs. teuer wird.). 😉

    Neeee das mein ich auch nicht xD Einfach nen normalen Öltemperatursensor im Ölkreislauf mit dem Kabel an die Anzeige anschließen, die Idee war:

    Vielleicht bedeuten ja 90° im Wassertemperatursensor = 0,5 Ohm Widerstand
    und 110° Öltemperatur am dazugehörigen Sensor ebenfalls 0,5 Ohm Widerstand

    Insofern würde die Anzeige ja beim Anschließen der Sensoren bei beiden jeweils den mittleren Temperaturbereich anzeigen, auch wenn die Temperaturen der Flüssigkeiten unterschiedlich sind, weil der Wert mit dem die Anzeige bestimmt wird ja am jeweiligen Sensor entsteht und nicht an der Anzeige, die Frage war also nur ob ein Öltemperatursensor auch mit einer Wasseranzeige kompatibel ist oder ob die Unterschiedliche Bereiche nutzen :D

    Die Messbereiche vom Wasser und vom Öl sind auch zu unterschiedlich um die Anzeigeinstrumente „zweckentfremden“.

    Genau deswegen war ja die Frage die Anzeige zweckzuentfremden und nicht den Sensor :D Dass die Sensoren in unterschiedlichen Bereichen arbeiten ist klar, aber evtl resultieren die gleichen Bereiche (Also mittlere Temp. Wasser und mittlere Temp. Öl) trotz unterschiedlicher °C ja im gleichen Widerstand der an die Anzeige weitergeleitet wird :D Somit wäre zwar die tatsächliche Grad Zahl natürlich eine andere aber das Resultat auf der Anzeige mit passendem Sensor das gleiche?

    Hi! Ich baue für mein Projekt den originalen Rundtacho ohne Zusatzinstrumente auf das klassische Tacho-Ei um. Jetzt hab ich eine Öldruckanzeige und eine Wassertemperaturanzeige hier rumliegen. Wie genau wird denn die Temperaturanzeige angeschlossen? Ich hab online leider keinen Schaltplan für meine Anzeige gefunden, lediglich hier im Forum mehrfach, dass die Anzeige über einen Volt-Stabilisator angeschlossen werden muss. Also ein Kabel zum freien Pin am Volt-Stabilisator und ein Kabel zum Sensor der dann am Motor geerdet ist?

    Und noch etwas: Wie zu sehen ist habe ich die Anzeige ohne Einheiten. Auf Minispares wird sie als Wassertemperatur beschrieben, da sie aber nur Cold-Hot anzeigt, könnte ich sie auch als Öltemperatur zweckentfremden? Oder agieren die verschiedenen Arten von Anzeigen in unterschiedlichen Widerstandsbereichen?

    Ich hätte da so einen praktischen Öltemperatursensor am Motorblock und finde die Anzeige auch optisch ganz ansprechend, aber Öltemperatur finde ich dann doch sinnvoller als Wasser.

    Vielen Dank schonmal, Lg Flo!

    Ein letztes Teil das bisher komplett gefehlt hat, hat heute etwas Liebe abbekommen: Der Tank!

    Der wurde vor ein paar Monaten bereits mit anderen Teilen gedrahtbürstet und mit einer benzinresistenten Grundierung zuerst grundiert und dann lackiert. Der Haltestreifen bekam die gleiche Behandlung. Ein Problem ergab sich noch auf dem Weg: Ein kleines Loch am Einfüllstutzen. Nachdem der Tank mehrfach ausgewaschen und gut durchlüftet war (Wäre ja nicht so als ob er die letzten 20 Jahre leer rumstand) haben wir es uns zugetraut einen Schweißpunkt zu setzen, auch wenn es ein komisches Gefühl war an einem Tank zu schweißen.

    Warum aber gibt es den Forumsbeitrag erst jetzt? Ich habe mich dazu entschieden den Tank zu versiegeln. An sich war er in keinem allzu schlechten Zustand, aber mit Tankversiegelungen haben wir bei der Restauration der alten Honda NSR 50 meines Vaters bereits gute Erfahrungen gemacht und meiner Meinung nach ist jede weitere Chance dem Mini zukünftig Rost zu ersparen es wert!

    Und diese Woche hat einfach das Wetter und die Zeit gut gepasst! Zuerst wurde der Tank mit dem Hochdruckreiniger und etwas Verdünnung sowie Kaltreiniger ordentlich sauber gemacht. Dann kam eine Ladung Aceton um die Ölreste zu entfernen. Mit dem Aceton kam auch noch etwas Schmutz aus dem Tank.

    Danach war der Tank ölfrei aber noch mit leichtem Flugrost bedeckt. Also wurde anschließend ein Rostentferner eingefüllt und über mehrere Tage stehen gelassen. Heute wurde der Tank wieder geleert und ein letztes Mal mit Aceton ausgewaschen. Als letzte Vorbereitung wurde der Tankinterne Filter noch entfernt. Keine Ahnung, ob ich den jemals wieder drauf bekomme :D

    Heute Abend gabs dann den letzten Schritt: Das Einkomponentenharz. Das wurde eingefüllt, der Tank für ca. 10 Minuten geschwenkt und anschließend der Rest ausgekippt. Und während ich das hier schreibe, renne ich alle 15 Minuten auf die Terasse und dreh den Tank, damit das Zeug sich auch gut verteilt. Insofern, ich geh dann nochmal!

    So langsam wird aus dem losen Haufen Blech ein Auto! Dieses Wochenende wurde endlich der andere Schweller festgeschweißt, sowie die fehlenden Ecken im vorderen Kotflügel ergänzt.

    Als ersten Schritt wurde der hintere Halter samt Montageloch wieder am Fahrzeug befestigt, ich sage wieder obwohl er vom Werk aus eigentlich nie am Auto festgeschweißt wurde sondern lediglich am Schweller, was sich beim Ausbau zeigte. Nichtsdestotrotz ist er jetzt sowohl am Innen- als auch Außenschweller festgeschweißt. Die Wagenheberaufnahme durfte natürlich auch nicht fehlen, auch wenn ich nicht vorhab beide Teile aktiv zu nutzen :D

    Die vorderen Kanten der Schweller am Übergang zum Radkasten habe ich beim Ausbau einfachhalber im 45° Winkel abgeflext, daher fehlten natürlich passende Bleche. Hier kam die kleine Frage auf wie man den Übergang zum Schweller gestaltet. Wir haben uns dafür entschieden hier kleine Laschen übrig zu lassen und diese final ebenso wie am Heck um den Schweller zu biegen. Ich hatte meinen SPI nicht zur Hand um zu sehen wie die Stelle original aussieht, die Lösung schien mir aber am sinnvollsten.

    Da der Schwellereinbau alles in allem schneller ging als gedacht blieb noch Zeit für ein weiteres bedeutendes Teil: Das Heckblech! Wer sich erinnert, das Heckblech war das erste Blech am Mini das weichen musste. Damals war ich noch der Überzeugung, dass lediglich das Heckblech, der Kofferraum und die Heckbank geschweißt werden müssen...:smile: Und so schnell wird aus einer Teil- eine Vollrestauration.

    Da am Heckblech selbst dank Heritage-Blech (Gott sei Dank hab ich daran nicht gespart!!!) wenig angepasst werden musste, ging es als Vorbereitung nur an die Rostprophylaxe. Ich habe alle Fugen, an die ich mit angebrachtem Heckblech nicht mehr gekommen wäre, gereinigt und mit Karosseriedichtmasse abgedeckt.

    Dann anschließend die notwendigen Löcher in das Heckblech gebohrt und alles festgepunktet. Wahnsinn, und so schnell hat man wieder etwas in der Halle stehen das nach einem echten Auto aussieht! Dem findigen Leser wird auffallen, dass weiterhin eine Tür sowie der Kotflügel fehlen. Ich warte aktuell auf einen Termin bei einem anderen bekannten Karosseriebauer, der Spezialist im Dellen entfernen ist. Sobald er einen Termin hat wird er einmal über das gesamte Auto gehen und insbesondere an der Frontmaske die letzen Reste des Unfalls ausbeulen. Da ich ihm die Arbeit so leicht wie möglich machen will, bleibt der Kotflügel bis dato erstmal weg.

    Heute gab es mal wieder Fortschritt. Nicht der Fortschritt auf den ich gehofft habe, aber nichtsdestotrotz Fortschritt.

    Der Plan war eigentlich den Käfig in seiner finalen Position zu befestigen, die nötigen Löcher zu bohren, Verstärkungen sowie Muttern einzuschweißen und alles auf den Einbau der Schweller vorzubereiten. Nur leider hab ich mich dabei etwas verplant. Ich dachte eigentlicht, dass der Käfig im Innenschweller befestigt wird und dort genug Platz ist um alles unterzubringen. Ein bisschen vorher nachdenken hätte gereicht, so musste ich es halt hart auf hart herausfinden: Die Stelle am Schweller an der der Käfig befestigt wird, liegt garnicht im Innenschweller! Noch besser: Sie liegt direkt zwischen Außenschweller und Bodengruppe!

    Ich hätte also seit ca. 2 Monaten bereits die Schweller wieder hinmachen können, da die Montage des Käfigs damit überhaupt nicht in die Quere kommt, im Gegenteil, die Schweller müssen dran sein um den Käfig zu fixieren!:facepalm:Außerdem muss ich keine Muttern festschweißen, da die Schrauben final von außen zugänglich sein werden...

    Also Planänderung: Heute kommen die Schweller dran!

    Dafür muss einerseits der gesamte Käfig wieder raus, die ganzen Anbauteile wie die Haube oder der Kotflügel wieder weg, und das Auto wieder auf das Drehgestell. Zum Glück hatte ich heute wieder Unterstützung von meinem Vater, ohne den das ganze Projekt so nicht möglich wäre.

    Angefangen haben wir mit dem rechten Schweller. Bevor der Schweller selbst wieder rein konnte, mussten noch andere Komponenten befestigt werden. Primär die Wagenheberaufnahme, die beim Ausbau aufgrund ihres Zustands einfach komplett entfernt wurde. Soweit so gut, Löcher reinbohren, etwas zurechtflexen, am Schweller ausrichten und festschweißen. Die beiden unteren/inneren Löcher sind noch vom Schweißpunkt aufbohren übrig und wurden von innen wieder geschlossen.

    Im folgenden wurden die nötigen Löcher in den neuen Schweller gebohrt, die Stellen am Fahrzeug mit schweißbarer Grundierung behandelt und alles fest fixiert. Dann ein paar Punkte gesetzt, alles abgeschliffen und voila. Das Ganze ging erstaunlich schnell und problemlos.

    Auf der anderen Seite wurde die Wagenheberaufnahme und das Gewindeblech am hinteren Ende des Minis auf den Einbau vorbereitet, zu mehr hat es mir heute leider nicht gereicht.

    Es bleibt noch diese Stelle am Schweller vorn, hier hat der Vorbesitzer bereits ein Stück getauscht, da dass allerdings nicht ganz meinem Anspruch genügt wird das Blech noch einmal ganz rausgetrennt und neu eingeschweißt.

    Sobald beide Schweller wieder an ihrem Platz sind, möchte ich von unten noch ein 3 mm Blech als zusätzliche Verstärkung am Käfig anbringen. Ob ich es verschweiße oder nur mit den Käfigschrauben befestige, muss ich noch entscheiden.

    Die Verbindung Haupt- zu Frontbügel geschieht durch Rohrstücke, die über beide Rohrenden geschoben und auf beiden Seiten mit je 2 Bolzen verschraubt werden...

    Alles klar, das war die zweite Idee wie das befestigt wird :D Ja, ich denk auch die werden das einfach vergessen haben, der Käfig ist grad eh wieder draußen, der Beitrag dafür kommt gleich, aber der wird sowieso noch das ein oder andere Mal raus und rein müssen😅

    Sieht sehr gut aus👍. Und die Seitenstreben passen genau zwischen vorderen und Hauptbügel?

    Bei OMP bekam ich zwei Universalrohre, die ich noch auf Länge kürzen muss🙈 und die U-Zapfen (nennt man das so?) nüssen an die Hauptrohre geschweißt werden🙈.

    ....dafür war er günstig😇

    Die Seitenstreben und die Querstrebe am Armaturenbrett haben links und rechts ein gekontertes Gewinde, man schraubt sie also grob fest und dreht dann das Rohr selber und spannt damit den Käfig quasi in Position fest. Ist ein mega geiles System weil der Käfig so auch nicht wie bei anderen ersrtmal mit Spanngurten zusammen drücken muss um ihn ins Auto zu bekommen, sondern man ihn im eingebauten Zustand ausseinander drückt. Deswegen passen die Seitenstreben auch immer perfekt.

    Ein Problem ist gerade das HEIGO kein Material geliefert hat um den Vorderbau mit dem Hauptbügel zu verbinden...

    Ich denke mal dass das ausversehen war und da eigentlich innen eine Verbindungsstrebe mit Gewinden reinkommt, aber das muss ich am Montag mal nachfragen.

    Außerdem passt der Winkel zur Hutablage nicht 100%. Da ich keine Chance hab das 3mm Blech zu biegen wird es wohl darauf rauslaufen, dass ich mir mit Unterlegscheiben das Ganze ebne bis ich vielleicht einen Keil 3D-gedruckt bekomme oder so.

    Lang lang ist’s her, Februar um genau zu sein, dass ich meinen Überrollkäfig bestellt habe. Am Mittwoch kam dann das erstaunlich kompakte Paket per Spedition ins Haus geflattert. Also hab ich es mir natürlich nicht nehmen lassen ihn heute einmal testweise aufzubauen, bevor er morgen fest verbaut wird!

    Der Käfig kommt von HEIGO, ich hab mich dafür entschieden noch eine Gurtstrebe auf der Hutablage sowie eine Strebe am Armaturenbrett, sowie eine Querstrebe im Heck montieren zu lassen.


    Den Käfig alleine in das Auto zu bringen war eine kleine Herausforderung. Da die HEIGO Käfige allerdings über Gewinde nach der Montage gespannt werden können, ging es zum Glück immernoch leichter als erwartet.


    Morgen werden dann die nötigen Löcher gebohrt, der Innenschweller an den Verbindungsstellen mit 3mm Blech verstärkt sowie die Hutablage etwas versteift. Auch wenn ich initial kein Freund von der Befestigung auf der Hutablage war, glaube ich der Stauraum auf der Rückbank und der Winkel der Gurtstrebe gleichen das optische wieder aus :D


    Jetzt da der Käfig da ist und die Türen auch demnächst beide bezogen sind, steht dem Schweller und Heckblech bald nichts mehr im Weg, die Karosserie ist also auf der Zielgeraden!

    So, nach etwas Wartezeit geht es weiter, auch wenn die großen Arbeiten wie der Überrollkäfig und die Schweller noch immer auf sich warten lassen…


    Wie bereits angekündigt kam ein befreundeter Karosseriebauer bei uns in der Halle vorbei, um mit uns die Türhäute festzukleben, da mein Vater und ich damit noch keinerlei Erfahrungen gemacht hatten. Vorerst nur eine Seite, da der Rahmen der anderen Seite leider doch noch etwas Arbeit benötigt.


    Nachdem die Türhaut an den Rahmen und die Karosserie (natürlich mit Türdichtung) angepasst waren, wurde die Haut mit Hilfe von kleinen Bohrungen und Haltepins fixiert. Daraufhin wurden die zu klebenden Stellen abgeschliffen und gereinigt.


    Der daraufhin aufgetragene Karosseriekleber durfte über 24h aushärten, bevor die Türhaut mit Hilfe vieler, vieler Hammerschläge umgefalzt wurde. Final wurde noch etwas Zinkspray zum Rostschutz in den Falz gelassen.

    Und da kommt der Teil den man als normal Sterblicher nicht beherrscht: nachdem die Fixierungsbohrungen zugeschweißt, und breit abgeschliffen waren, wurden mit Hilfe einer Feile und Markierungsspray Höhenunterschiede aufgedeckt und mit dem Aluhammer korrigiert. Zum Schluss noch eine Runde Grundierung und die linke Tür ist endlich fertig!


    Heute gibts mal einen kleinen Exkurs in ein Thema, mit dem ich mich bisher noch überhaupt nicht befasst habe. Daher freu ich mich über jede Art Input, Tipps oder Ideen die ihr habt. Es geht um Motoren.

    Aktuell habe ich drei Motoren in der Garage stehen:

    Den originalen 1000er der mit dem Auto kam, kurz vor Ausbau aus dem Auto wohl überholt, braucht einen kleinen Service, ist aber einsatzbereit.

    Den Motor eines Innocenti Cooper 1300, den ich mir gern als zukünftigen Meilenstein behalten möchte, falls ich das Projekt mal auf einen 1,3l umbauen möchte.

    Und dann noch diesen Motor, den ich vor 2 Jahren keine 200m entfernt von mir zuhause gekauft hatte.

    Und um letzteren soll es auch gehen. Ich hab mir den Motor tatsächlich mit dem Gedanken gekauft Mini-Motoren etwas besser zu verstehen, mal selber einen zu zerlegen und ihn evtl. für ein zukünfiges (Und jetzt sehr reales) Projekt zu nutzen. Deswegen hab ich ihn auch mittlerweile komplett zerlegt. Untenrum ist es ein 1000er Block, Nummer 99H718RN49951
    Obenrum ist das Ganze etwas spannender, die Gussnummer auf dem Kopf lautet 12A185, laut MiniMania und Spares ein Cooper S Kopf, allerdings passen dafür die 25,4mm Auslass- und ~31mm Einlassventile nicht, also eher ein 998 Cooper?

    Laut Vorbesitzer wurde die Kombination aus Kopf und Block wohl gewählt um etwas mehr Leistung durch den Kopf zu haben, und hat auch so funktioniert. Ein etwas agressiverer 1000er klingt ehrlich gesagt genau nach dem was ich fürs Erst gern fahren würde, wie ist also die bester Herangehensweise, um das Konstrukt wieder straßentauglich zu bekommen?

    Den Block und diverse Anbauteile hab ich bereits gereinigt. Stark angerostete Teile wie bspw. das Steuerkettengehäuse würde ich sandstrahlen und pulverbeschichten lassen, ebenso wie die seitlichen Abdeckungen und den Ventildeckel. Was mache ich denn am besten mit dem Kopf und Block selber? Thermisch entrosten/entlacken lassen, um die ganzen Kanäle sauber zu bekommen, dann mit Motorlack anpinseln und planen lassen?

    Andere Anbauteile wie die Ölpumpe/Wasserpumpe, Thermostat und Heizungsventil würde ich vermutlich einfach durch Neuteile ersetzen. Ebenso würde ich die Steuerkette vielleicht durch eine Duplex ersetzen? Das Ganze vielleicht in Verbindung mit einer Hochhubkipphebelwelle?

    Oder vielleicht macht es mehr Sinn nur den Kopf zu überholen und ihn im eingebauten Zustand auf meinen originalen Block zu packen?

    Lg Flo

    Bevor der Kotflügel ran kann, mussten noch einige Löcher geschlossen werden. Einerseits die Löcher in der Front für den Mk2 Kühlergrill, andererseits zwei größere Löcher in der Front deren Zweck mir bis heute nicht ganz klar ist, sowie die Löcher des herausgebohrten Aschenbechers. Vielleicht weiß ja jemand von euch wofür die größeren Löcher ursprünglich gedacht waren? Zusatzscheinwerfer dürfte er nie gehabt haben.

    Die Löcher in der Front zu schließen war schwieriger als erwartet, gerade weil auf der verunfallten Seite nicht mehr viel Restblech vorhanden ist, aber wie sagt man so schön: Schlechte Schweißer sind gute Schleifer.

    Außerdem hab ich den Kotflügel endlich von innen gesäubert. Nach anstrengenden Stunden mit der Drahtbürste gab es einen guten Klecks Rostumwandler, bevor alles grundiert wurde.

    Jetzt ist die Front endlich bereit für den neuen Kotflügel!

    Und weiter geht es mit einer Reihe an Kleinigkeiten, angefangen mit den Türen.

    Die warten noch auf einen Termin bei einem befreundeten Karosseriebauer, bei dem die Türhäute verklebt und die Form der Tür an das Auto angepasst werden sollen.

    Zuvor mussten die Türen dafür allerdings noch vorbereitet werden. In den letzten Wochen wurden beide ja bereits geschweißt, grundiert und lackiert. Auf den Bildern fällt vielleicht auf, dass bei einer Tür die oberste Einschweißmutter des Fensterhebermechanismus rausgebrochen war. Glücklicherweise habe ich bereits letztes Jahr von Thomas Adamofsky von ProStreet zwei Türen im nicht ganz rettbaren Zustand geschenkt bekommen, also bot es sich perfekt an von einer der Türen das Spenderorgan zu entnehmen. Mit der Flex rausgetrennt, mit der Feile auf die Originalform zurück gebracht und eingeschweißt ist die Türe endlich wieder komplett!

    Die Türhäute wurden daraufhin mit Hilfe zweier rumliegender Türgriffe fixiert. Die Spaltmaße können sich echt sehen lassen, auch wenn auf einer Seite dafür zwei Unterlegscheiben benutzt wurden. Und endlich sieht der Mini wieder nach einem Auto aus! Ein lustiger Nebeneffekt ist, dass der Mini von einer Seite das genaue Spiegelbild des daneben stehenden Capri ist.

    Den Knick im rechten Vorderbau hat man ja im letzten Post bereits gesehen. Der Meterstab zeigt das Problem noch genauer:

    7 (!!!) mm unterscheiden die rechte von der linken Front.

    Mein Vater und ich waren dieses Wochenende wieder beide am Werk und fest davon überzeugt, dass die 7mm ausschließlich in der gestauchten Front stecken und das restliche Auto nicht verzogen ist. Da wir beide keine wirkliche Karosseriebau-Erfahrung haben, und auch vor dem Projektanfang eigentlich ein Auto gesucht haben, das keine Veränderungen an der Außenhaut notwendig hat, wollten wir für den folgenden Schritt eigentlich einen Karosseriebauer aufsuchen. Solange bis mein Vater einen großen Hammer und ein Stück Holz in die Hand nahm und sich sagte: "So schwer kann das schon nicht sein, muss ja einfach nur wieder gerade werden."

    Joa. Tatsächlich bekam er mit etwas Arbeit den Innenkotflügel wieder gerade gebogen, wodurch sich dieser um die verlorenen 7mm wieder nach vorn streckte. Danach noch etwas mit der Fächerscheibe die verbleibenden Falze gereinigt, und schon war die Front bereit um das erste Mal den neuen Kotflügel daran auszuprobieren. Zusätzlich wurde die Strebe in der Frontmaske wieder mit vielen Hammerschlägen in die richtige Form gebracht. Außerdem hat mein Vater verdammt viel Arbeit in die Regenrinne gesteckt, damit diese final den Kotflügel wieder bis ganz unten umschließt, statt nur dahinter zu liegen, ein schönes Detail und ziemlich aufwändig.

    Ergebnis: Passt erstaunlich gut! Nachdem der Innenkotflügel wieder gerade ist, fehlt lediglich etwas Material an der Rundung vom Kotflügel vorn, sowie eine stabile Verbindung zwischen Frontmaske und Kotflügel. Auch die Regenrinne am Motorraum hat mit minimalem Herandrücken den gleichen Abstand wie die Gegenseite, der Kotflügel wurde natürlich an der Innenseite ausgerichtet und nicht am Falz (Project Binky schauen bringt einem also doch bei, wie man einen Mini restauriert!)

    Noch ein Blech aufgeschweißt, die Frontmaske mit zwei Schweißpunkten befestigt und das Endergebnis: Ein super passender Kotflügel. Festgeschweißt wird er noch nicht, dafür ist noch zu viel Oberflächenrost im Radhaus. Das muss erst gereinigt, rostumgewandelt und versiegelt werden bevor der Kotflügel wieder drauf kann. Trotzdem ein echtes Erfolgserlebnis, innerhalb von zwei Tagen den Kotflügel zu entfernen und den neuen passend anzupassen. Das gibt wirklich Hoffnung darauf das Auto eines Tages auf der Straße zu erleben, nachdem eine nach der anderen Stelle irgendwie das Gefühl gegeben hat für immer mit der Karosserie beschäftigt zu sein.

    Hi Diddi, ja die Bohrer hab ich auch schon ausprobiert, waren in dem Kit dass ich gekauft hatte dabei, hab auch gute Erfahrungen damit gemacht aber ich finde man neigt mit denen tendenziell eher zum zu tief bohren oder sogar zum durchbohren. Find ich super wenn man eh Löcher wo reinmacht um die nacher zu zu schweißen, aber an den sensiblen Stellen an denen ich wirklich nur den Punkt ausbohren will greif ich aktuell noch lieber zum Lochbohrer:biggrin:

    Es gibt Momente im Leben, auf die bereitet einen niemand vor. Keine Ausbildung, kein Lehrbuch, kein Youtube-Tutorial.
    Heute war so ein Moment.
    Ich stand da, in der Werkstatt, die Flex in der einen Hand, das Trennblatt in der anderen. Mein Blick glitt über die Front meines Minis – Unschuldig stand er da, verletzlich, fast nackt, die rote Grundierung im Motorraum wich wie Blut dem Weiß der Außenhaut. Die fehlende Motorhaube offenbarte den Blick in das knöcherne Innere des Wagens, er wirkte lebendig, neu, als hätte er gerade erst gelernt zu atmen.

    Und davor ich – Flex in der Hand, bereit, ihm wehzutun.

    Versteht mich nicht falsch: Ich hab in meinem Job als Notfallsanitäter schon einiges gesehen. Blut, Tränen, Leid. Aber das hier… das hier war persönlich. "Das könnte ich ja nicht" sagen die Menschen häufig zu mir. Aber ich kann das hier nicht.
    Aber es musste sein. Kein Weg dran vorbei. Also setzte ich an. Ein letzter, tiefer Atemzug –
    Mitten durch die Front meines geliebten Minis.

    Aller Dramatik in Ehren ging das Ganze wesentlich problemloser als erwartet. Die gut zu erkennenden Schweißpunkte am Motorraum wurden aufgebohrt, dann mehrere Schnitte mit der Flex mit Mindestabstand zu den Falzen um nicht versehentlich etwas anderes als den Kotflügel zu erwischen, und schon fiel mir der Kotflügel entgegen. Die Falze selber sahen estaunlich rostfrei aus, was mir ein gutes Gewissen für die linke Seite gibt, die ich nicht anlangen werde. Die verbleibenden Schweißpunkte wurden dann, nachdem sie einfacher zugänglich waren, ebenfalls aufgebohrt und mit Stechbeitel und Fächerscheibe restlos entfernt. Da ich jetzt erstmal wieder in den Nachtschicht-Block gehe, wurden die Falze alle mit Grundierung konserviert bis ich weiterarbeiten kann.

    Hier sieht man zum Schluss nochmal gut den Knick im Motorraum-Blech:

    Und neben den ganzen kleineren Veränderungen am Auto gibt es auch noch zwei größere Änderungen: Da ich die Front des Autos gern auf den MK1 Grill ändern würde, musste die Lippe an der Motorhaube weichen. So langsam werden der Schweißpunktbohrer und ich Freunde, auch wenn ich seine Tendenz trotz Führungsbohrung und langsamer Drehzahl einfach abzuhauen noch immer nicht gutheißen kann.

    Aber die Motorhaube war eine gute Übung für das was folgen sollte hat nochmal deutlich gezeigt, warum der Kotflügel als nächstes weichen muss:

    Und zwar sieht man das Problem hier ganz schön mit der Motorhaube auf dem Auto:

    Mal davon abgesehen, dass unter einer fetten Spachtelschicht nochmal eine Delle des vermuteten Unfalls auf der Motorhaube hervorkam, ist die Passform trotz eingestellten Scharniere rechts quasi nicht vorhanden. Egal wie weit man die Motorhaube nach hinten einstellt, sie steht 2-3 cm zu weit nach vorn und die Biegung der Frontmaske folgt nicht der der Haubenkante. Die aktuelle These ist, dass der Unfall nicht nur den Kotflügel beschädigt, und eine fette Delle in der Haube hinterlassen, sondern die gesamte rechte Front ca. 2-3 cm nach hinten und etwas nach unten verschoben hat. Als jemand der noch nie einen Mini komplett restauriert hat, ist mir das bisher nicht weiter aufgefallen, aber im Vergleich mit der Gegenüberliegenden Seite wirkt dieser Knick hier etwas fehl am Platz:

    Also, es hilft ja alles nichts, weg mit dem Kotflügel. Jetzt halt nicht nur um den Kotflügel zu tauschen, sondern auch um die Front des Autos wieder zurecht zu rücken.

    Das folgende Spiel kennt man mittlerweile: Man nehme ein altes Türscharnier, eine Dose Rostschutzgrundierung, eine Dose Lack und den Willen, beides zu benutzen – und zack: neue Türscharniere. Dazu noch ein Hauch Fett, eine sanfte Massage mit dem Hammer, und alle vier Scharniere laufen wieder sauber, leicht und sehen top aus.

    Ich widmete mich diese Woche noch der Aufgabe, nicht glänzende Dinge in glänzende Dinge zu verwandeln – denn ein Mini ohne Chrom ist wie ein Brite ohne Tee: theoretisch möglich, aber absolut kulturell verwerflich.

    Angefangen mit den Türgriffen:
    Da der Mini original als City 1000 vom Band lief, kam er serienmäßig – neben dem trüben, hellgrauen 80er-Jahre-Teppich – auch mit grau lackierten Türgriffen daher. Da selbst mein Vorbesitzer kapiert hatte, dass das so nicht in Ordnung ist, hatte er bereits ein gebrauchtes Paar Chrom-Türgriffe gekauft – allerdings ohne Schlüssel...

    Also wurden erstmal alle vier Türgriffe zerlegt. Die Schlosszylinder habe ich von den grauen in die Chromgriffe übernommen, alles gründlich im Ultraschallbad gereinigt, wieder zusammengebaut, etwas gefettet und zum Schluss nochmal ordentlich poliert. Shiny.


    Apropos: Dinge, die nicht glänzend waren, glänzend machen.
    Es fing ganz harmlos mit dem Kommentar meines Vaters an, dass er irgendwo im Eck noch einen Alu-Polieraufsatz für die Bohrmaschine sowie etwas Polierfett hätte – und endete damit, dass ich jetzt einen polierten, überholten Kupplungsgeberzylinder sowie polierte Türschlossmechanismen und Fanghaken habe. Ups.