Auch dir 1000 Dank für die Diagnose.
Der Wagen war im Januar in einer der zwei mir bekannten Hamburger Mini-Fachwerkstätten und erhielt für (meiner Meinung nach extrem fürstliches Honorar) neue Bremsscheiben, neue überholte Bremssättel, neue Radlager, neue Achszapfen und neue Traggelenke. Ob das alles wirklich in dem Umfang nötig war, lassen wir mal dahingestellt. Zusätzlich sollte ich noch fast 2K berappen, um die Wasserpumpe zu erneuern (funktioniert bis heute) und eine Ölundichtigkeit zu beseitigen (Ausgang Schaltgestänge schwitzt, er macht aber keine Pfützen auf Papa's Auffahrt). Da kam selbst mir (Werkstattrechnungen von Fahrzeugen mit einem Pferd im Wappen gewöhnt) der Gedanke "Holla die Waldfee!"
Mein jetziger Plan - ich schlage Freitag mal bei der mir bisher unbekannten Hamburger Fachwerkstatt auf um zu hören was es sein könnte. Falls sich die Radlager-Theorie bewahrheitet, muss ich wohl mal mit der mir bereits bekannten Werkstatt reden.
LG
Bernd
Mit den erneuerten "Achszapfen" sind vermutlich die Antriebswellengelenke gemeint, oder?
Dass diese in Verbindung mit den Radlagern erneuert werden mussten, deutet eigentlich auf einen damaligen kapitalen Radlagerschaden hin.
Dabei kann natürlich auch noch mehr kaputt gegangen sein, was von der Werkstatt vielleicht "nicht gesehen" wurde.
Eine Mini-Fachwerkstatt sollte das aber eigentlich wissen und hoffentlich in dem Fall auch geprüft haben. Davon gehe ich zumindest einmal aus.
Wenn nämlich das damalige (defekte) Radlager samt Lagerschale im Achsschenkel gedreht hat, ist der Lagersitz im Achsschenkel beschädigt und die neue Lagerschale hat keinen festen Sitz mehr. Das fällt bei der "schnellen" Montage dann nicht unbedingt auf.
Dadurch hat das Kegelrollenlager dann nicht mehr den richtigen Sitz und geht schnell wieder kaputt.
Genauso kann der Antriebsflansch an der Kontaktfläche zum Kegelrollenlager eingelaufen sein. Dadurch wird das Radlagerpaar nicht mehr korrekt miteinander verspannt und es kann wiederum schnell wieder kaputt gehen.
Dass die Radlager vor gerade einmal 4 Monaten erneuert wurden, garantiert also nicht dafür, dass sie weitere 130.000 km halten ![]()
Wenn du hier ein wenig "stöberst", wirst du sicher einige Threads finden, in denen von solchen Fällen berichtet wird.
Wo z.B. bei einem "do-it-yourself"-Radlagerwechsel aus Unwissenheit oder Mangel an Mini-Erfahrung, Teile ungeprüft wiederverwendet wurden und der nächste Radlagerschaden nicht lange auf sich warten ließ.
Dein Plan, die bisher "unbekannte" Werkstatt zuerst einmal aufzusuchen und eine unbeeinflusste Diagnose abzugeben ist gut.
Sollte wieder ein Radlagerschaden vorliegen, würde ich erst einmal mit der damaligen Werkstatt Kontakt aufnehmen, denn auf Reparaturen und die verbauten Ersatzteile gibt es durchaus Garantie ![]()
Gruß, Diddi
P.S.: 2K für eine Wasserpumpe und die Undichtigkeit an der Schaltwelle ist wirklich übertrieben
Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen.
Material (beim MPi) etwa 70-80,-€ (inkl. Frostschutz) und ein routinierter Hobby-Schrauber macht das in grob 3-4 Stunden inkl. Zigaretten- und Kaffeepause(n) ![]()
Bei einer Fachwerkstatt sollte das sogar schneller gehen. Zumal beim MPi dafür kein Kühler raus muss.