Beiträge von MiNiKiN

    Bei schwarz glänzend siehst Du halt jede Unebenheit, jede Schleifspur mindestens doppelt so ausgeprägt wie bei anderen Farben.
    Alle, wirklich alle Lackbereiche anschleifen. Spachteln wo erforderlich, das sieht man am besten mit sog. Kontrollpulver, schleifen tu ich nur die groben Spachtelerhebungen mit dem Exzenterschleifer, dann mit 30-40cm langen Kunststoffplatten, ca. 3-4mm dich die ich mit selbstklebendem Schleifpapier von der Rolle beklebe. Damit schleifst Du Dir nicht gleich wieder Berge und Täler in den Kitt und später in den Füller, weil die großflächiger aufliegen. Funktioniert auch gut in den Ecken, mit einer Miniausführung so einer Schleifplatte. Oben hab ich aus Gaffatape einen "Griff" draufgeklebt.
    Dabei entstehende blanke Stellen am Besten mit Epoxy-Primer aus der Dose einnebeln.

    Honigtuch wirkt beim Entstauben Wunder, wurde eh schon erwähnt.

    Dann Füller drauf - 2 Wochen ablüften und setzen lassen und erst dann wieder schleifen, schleifen, schleifen,... :roll-eyes:

    Zum Lackieren selbst kann ich nicht viel sagen, dass lass ich machen..aber reichlich Silikonentferner ist Dein bester Freund.

    Bilux rockt !!! :biggrin:

    Würde mir nie im Leben so Neu modisches Zeug in ein 40 Jahre altes Auto einbauen ...

    Muss aber jeder selbst entscheiden.

    Fahre ja mit dem Karton keine 300 auf der Bahn ..

    Dazu brauchts in meinem Alter keine 300 Sachen mehr - nächtliche Landstrasse mit schlechter Markierung und am besten Nässe reicht bei mir für Blindflug. Da lob ich mir die zustzlichen Photonen der LED-Birnen. Möcht ich nicht mehr missen. ♥

    Hab bei meinem Saab sogar die Xenon-Brenner gegen LED-Ersatz getauscht - auch da um Welten besser. Gestochen scharfe Lichtkegel. Einfach geil!

    So, mittlerweile habe ich das "Sahnestückchen" abgeholt. Es hat sich angeboten ihn gleich auf der Oldtimermesse Tulln am Stand der Manhartsberger Minifreunde bzw. Michi's minigarage.at dem Publikum zu präsentieren - also eine Projektvorstellung.
    Paar interessante Gespräche geführt, u. A. mit dem Erbauer des Mini - Anton Makoditsch.
    So hab ich auch erfahren was im Motor steckt:

    Basis 1300er GT mit recht deftig modifiziertem Kopf. Weber 45 DCOE, 296er Nockenwelle und angepasstem Verteiler. LCB und RC40
    Dreht scheinbar bis 8000 U/min - Leistung wird wohl dabei auch ein bisschen anstehen.
    Kein gerade verzahntes Getrieb oder Sperrdiff :frown:
    Dafür sind die Türen und Hauben original Special Tuning - also sehr rare Vollaluminium-Teile, nicht nur Außenhäute. Mode: "Happy Chappy"

    Was ist das und was macht man da?

    Man bearbeitet die Zapfen so, dass die Tellerfeder flach aufliegt, wenn die Kupplung eingekuppelt ist. Wenn man das nicht macht muss die Feder, wenn man das Pedal betätigt, zunächst in die flache Position zusammengedrückt werden, bevor sie „umschlägt“ und in die ausgekuppelte Position gelangt. Dabei verliert man nicht nur Ausrückweg, sondern v.A. Anpressdruck und "pedal feel".

    Paul Hickey demonstriert das sehr anschaulich in einem Video, nebst ein, zwei anderen essentiellen Modifikationen. Auch wie und weshalb er die Schwungscheibe bearbeitet damit die sicher nicht aufs Primärrad drückt.

    HRE clutch assembly

    Ich hab jetzt alles noch mal durchgelesen…was mir entgangen ist, dass anscheinend Scheibe und Automat NICHT neu sind…oder hab ich da was überlesen? 🤔

    Wolfgangh schreibt: "erneuert wurde eine "Kupplungsgarnitur" (?), Plunger, Bolzen, Kupplungsarm.".

    Kann sein, dass dabei die "Hörner" der Druckplatte auch nicht aufs korrekte Maß gebracht wurden. Das wird denke ich oft "vergessen" oder gar nicht erst gewusst, dass das erforderlich ist.

    Wenn alles in Ordnung ist

    Naja….wenn wirklich alles in Ordnung ist, ......

    ....dann müsste man den Hebel nicht "benden" ;) Das ist immer nur eine Notlösung weil anderswo in dem Klapparatismus Verschleiß kompensiert werden soll. Auch wenn es gängige Praxis ist, ist es nur "eine geschminkte Leiche".

    Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen und langsam schraubt der Minikin. Aber es geht was..
    Ich hatte mittlerweile Bodenplatte, Koffer- und Motorraum lackiert, sodass ich die Hilfsrahmen und den Motor einbauen konnte.
    Also erstmal Bremsleitungen, Kraftstoffleitung und Batteriekabel einbauen, solange man da gut ran kann.
    Dann das Lenkgetriebe.
    Den bereits fertig "assemblierten" hinteren Hilfsrahmen mittels Wagenheber hoch-balanzieren und festschrauben. Schrauben passen alle an der Karosserie. Kein Glück gehabt, sondern zum Bleche einschweißen einen Dummy-Hilfsrahmen mit den genauen Bohrungsabständen gebaut gehabt.
    Nun konnte ich den Mini endlich nach knapp 6 Jahren von der Rottisserie abschrauben.
    Dazwischen immer wieder mal die eine fehlende Schraube ne Stunde lang suchen (dabei dachte ich alles sauber in Boxen zzusammen geordnet zu haben). HiRa hinten fertig...
    Nun galt es die ebenfalls bereits zusammengebaute Einheit aus Motor und Hilfsrahmen in das Chassis einzufädeln. Das hat ein paar Stunden gedauert, muss ich gestehen. Stück für Stück jeweils vorne und hinten das Auto absenken, sodass es möglichst parallel Stück für Stück ineinander gleitet :tongue: Nach 6 Jahren steht der Inno nun zum erstem Mal wieder auf seinen eigenen Beinchen.
    Dann Vergaser drauf, Auspuffanlage, restliche Brems- und Kraftstoffleitungen, usw. usw.
    Gestern dann noch die neue, vor 5 Jahren gekaufte, Benzinpumpe mit ein paar zärtlichen Hammerschlägen zum Laufen gebracht und Karre an die "Laborgeräte" angeschlossen. START! Ist auch sofort angesprungen, aber die Vergaser muss ich nochmal einer Grundeinstellung unterziehen ...
    3200 U/min Leerlauf und AFR von über 16:1 sind für das Einlaufenlassen der Nockenwelle nicht okay.



    Video vom ersten Start:
    Video vom ersten Start

    2B cont'd....

    Problem ist doch eher da wo man den verschraubt. Irgendwann bricht eine litze und danach ist halt rum...

    Die Klemmung beim Doppelvergaser ist recht großflächig und entsprechend schonend zum Gaszug. Wie das bei den Einzelvergasern aussieht kann ich mangels Erfahrung nicht sagen.
    Ich kann aber aus Erfahrung mit der Vespa sagen, dass die verwendeten Klemmnippel kriegsentscheidend sind. Es gibt welche wo die Klemmschraube direkt auf den Zug drückt, und es gibt die guten, wo ein kleines Plättchen zw. Klemmschraube und Zug dessen Zerquetschung mildert.

    "sie müssen nur den Nippel durch die Lasche ziehen und...." :laughing:

    Zum Ablängen des Innenzugs: ich mach da immer etwas Weichlötpaste an die potentielle Schnittstelle und verlöte die Litze dort. Dann erst mit Dremeltrennscheibe abflexen oder mit so einer speziellen "Bowdeninnenzugabkneifzange" abzwicken. Eventuell noch mal kurz das Lot anschmelzen.

    Vorteil: das Zugende franst nicht aus und kann immer wieder durch den Nippel raus- und reingfrimmelt werden.