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Thema: Thermostatgehäuse undicht - Quetschwerk

  1. Hylomar hat schon immer das Problem das es "krümelt". Zuviel aufgetragene
    Masse gelangt ggf. in den Kreislauf.. Wasser bzw. Öl. Das ist das Ende des Kreislaufs.

    Erinnerung: Deutsche Gründlichkeit. Oder: wo Licht ist, ist auch Schatten.

    Bei allen Dichtmitteln sollte man sich mal das "technische Merkblatt" dazu ansehen... da schneidet Hylomar (auch heute) gar nicht schlecht ab.

    Ich benutze seit 35 Jahren Hylomar im motorisoerten Zweiradbereich (und bei Bedarf auch 4rädrig) ohne Negativ-Erlebnisse.

    Und wie Metro richtig bemerkt hat. Blau ist meist Hylomar.
    Weiterer Nachteil (nicht von Metro): teuer ist das Zeug mittlerweile auch.

    Gruß René

  2. #12
    1. Bi-metall Korrosion
    Grauguß zu VA ist im Korrosionsverhalten in Verbindung mit einem Elektrolyten (Kühlwasser) schlechter als verzinkter Stahl. Da ich die Stehbolzen im Kopf mit Loctite einklebe, können sie nur am Schraubenende ein Kontaktkorrosionsproblem bekommen. Der Rest soll demnächst ja trocken sein.
    Der Frostschutz im Kühlwasser enthält ja auch noch Korrosionshemmer.

    2. Hylomar
    Ich benutze kein Hylomar. Ich hatte es vor vielen Jahren an meinen Motorrädern ausprobiert, war mit den Ergebnissen aber überhaupt nicht zufrieden.
    Ich nehme das graue Threebond 1215, daß viel bei japanischen Herstellern und KTM eingesetzt wird. Habe es bisher aber nur bei Aluminiummotoren eingesetzt.
    Was auf den Fotos so blau aussieht, ist Tuschierpaste ("Bayerisch Blau"), mit der ich vor jeder Montage die Ebenheit von Flanschen prüfe.

    3. Oberflächenrauhigkeit
    Die Fotos täuschen vielleicht etwas.
    Flächen, wie die an den Thermostatgehäusen, schleife ich am Bandschleifer mit 100er Körnung eben und kontrolliere anschließend nochmals auf der Tuschierplatte. Mit der Zeit wird das 100 Papier aber deutlich feiner. Ich schätze, daß es jetzt einem 150er entspricht.

    4. Tuschieren
    Viele Undichtigkeiten sind die Folge von verzogenen Deckeln, Gußteilen, Flanschen etc.
    Mit Flüssigdichtmitteln läßt sich heute zwar viel retten, eine vorherige Kontrolle der Ebenheit und ggf. Nacharbeit, erleichtert einer Dichtung aber das Leben.

    Anm.: An Paßflächen, wie bei geteilten Lagergehäusen (z.B. Diff.gehäuse), ist eine Nacharbeit aber meist nicht ratsam, da sich damit die Lagerpassung verengt.

    Für diejenigen, denen das Verfahren nicht bekannt ist, hier ein paar Informationen:

    - Eine Tuschierplatte besteht vornehmlich aus Grauguß oder Hartgestein und besitzt eine sehr ebene Oberfläche, die durch Schleifen oder besser noch Schaben erzeugt wird (eine etwas dickere Glasscheibe tut es zur Not auch).

    - Auf diese Tuschierplatte wird pastöne Tuschierfarbe dünn aufgetragen, z.B. durch Rollen.

    - Das zu prüfende Bauteil wird auf die Tuschierplatte gelegt und in 8er förmigen Bewegungen über die Platte gezogen.

    - Dort, wo sich blaue Farbe ablagert, steht das Material höher, als in der Umgebung.

    - Nun kann gezielt nachgearbeitet werden.

    Sehr nützlich ist das Tuschieren zum Beispiel vor dem Planschleifen von Zylinderköpfen.
    Vor dem Schleifen tuschiere ich deshalb zuerst die Kopfoberseite und kontrolliere, wie eben die Aufspannseite ist. Ist sie uneben, arbeite ich so lange nach, bis sie an vielen Stellen trägt (siehe Beispielfoto).
    Wird das nicht gemacht, kann sich der Kopf bei starker Aufspannung auf der Schleifmaschine verziehen.
    Wenn dann im verzogenen (aufgespannten) Zustand auf der anderen Seite geschliffen wird, ist der Kopf nach dem Abschrauben, trotz Schleifen, uneben.

    Sehr einfach läßt sich mit Tuschieren auch nachweisen, weshalb gewindebohrungen anständig angefast werden sollten. Ist das nicht der Fall, verziehen sich die Dichtflächen und es kommt zu Undichtigkeiten, da das Material um die Bohrung herum hochgezogen wird .

    Ich habe mal einige Fotos herausgesucht:
    http://img4web.com/g/3ZEN1

  3. Hallo Atze,

    sehr schöne Ausführung. Vor allem Hut ab vor Deinen Arbeiten. (ich habe mittlerweile auch die Schaltgabel-Nummer "besichtigt").

    Im Verlauf dieses Beitrages wurde dannaber doch die deutsche Realität im Umgang mit dem "Zoll-Schrauben-Mist" deutlich;)

    Alles Mist, woran man nicht mit metrsichem Werkzeug arbeiten kann...

    Bitte PN dazu beachten.

    Gruß René

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