Beiträge von Wolfgangh

    Update:

    nach Einbau eines einstellbaren Nehmerbolzens, justiert auf ca. +5mm, und eines neuen Nehmerzylinders funktioniert die Kupplung jetzt tadellos. Nur das Phänomen des leicht variablen Druckpunktes - er wandert langsam um 1-2cm am Pedal nach unten, mehrmaliges Pumpen des Pedals hilft dagegen. Entlüftet habe ich nach Austausch des Nehmerzylinders mit einem Vakuum-Bremsenentlüfter. Ich habe gestern über Nacht das Kupplungspedal auf Anschlag fixiert, um etwaige Luftblasen nach oben entweichen zu lassen. Am Morgen war der Druckpunkt schön weit heraußen, nach einigen Kupplungsvorgängen bei stehendem Motor wandert er wieder etwas hinein. Die Kupplung trennt in all diesen Situationen tadellos, nur ist der Pedalweg leicht variabel.

    Worauf läßt sich das zurückführen? Ich habe nirgends Flüssigkeitsverlust entdeckt. Wenn nur Luft im System wäre, würde ja Pumpen nichts helfen, da hätte ich dich ein gleichmäßig weicheres Pedal mit mehr Leerweg? Und wenn die Dichtmanschette des Geberzylinders undicht wäre (der Geberzylinder ist das einzige Bauteil im Kupplungssystem das nicht erneuert wurde, aber trotzdem erst 5 Jahre alt ist), würde doch Flüssigkeit am Geberzylinder austreten und beim Geber olzen/Kupplungspedal fühlbar sein?

    Die Position der Kugel unten und die Position des plungers ändert sich, wenn oben nur der Pin länger gemacht wird. Beim biegen bleibt unterhalb des querbolzen zum befestigen alles gleich 😉

    dem kann ich nicht folgen. Vorausgesetzt in beiden Fällen sitzt der Arm auf der korrekt justierten Anschlagschraube auf, das ist eine definierte Ruheposition fer Kupplung, ist doch die Position aller Bauteile inkl. Punkte A und B bis zum roten Kreis (Biegestelle) ident. In einem Fall biege ich halt das Ende des Armes näher zum Nehmerbolzen, im anderen Fall verlängere ich den Bolzen näherzum Arm. Beides bewirkt, daß sich der Kolben des Nehmerzylinders nicht durch den mech. Anschlag (Sprengring) begrenzt sondern etwas weiter hinten im Nehmerzylinder mit vollem Hub bewegen kann

    Jein. Wenn du nur den Bolzen verlängerst, ändert sich unten auch die Stellung der Kugel in der Aufnahme….es soll aber nur oben der leerere geändert werden OHNE den winkel unten zu verändern…ich kann das nur so blöd umschreiben…sorry. Ich mach mal sowas wie ein Bild, dann siehst du besser was ich meine

    ich versteh noch immer nicht warum ein verlängerter Bolzen nicht genau dasselbe bewirken soll als ein verbogener Arm.

    Hier eine Illustration: der Arm wird dort gebogen wo der rote Kreis ist. Die Punkte A (Drehpunkt des Armes) und B (Anschlagschraube) bleiben in Ruhestellung gleich. Blau gezeichnet mein Ansatz mit unverändertem Arm aber verlängertem Bolzen, gelb gezeichnet der gebogene Arm mit originalem Bolzen. Das hat doch beides genau denselben Effekt auf den Plunger wenn die Kupplung getreten wird?

    Falsch: Feder aushängen, Arm rausziehen bis das Ausrücklager anliegt (Handkraft), 0,5mm Spiel an der AnschlagSCHRAUBE einstellen, Feder einhängen.

    Genauso hab ich es ja gemacht, nur vergessen das Aushängen der Feder zu erwähnen. Ich stell auch etwas knapper ein, auf etwa 0,2mm

    19mm Ausfahrweg des Kolbens...frisch gemessen :wink:

    An der Anschlagschraube entsteht dabei ein Spalt von 5,7mm

    vielen Dank, das ist genau die Information die ich suchte! könntest Du bei Gelegenheit bitte noch Maß A im Ruhezustand (Kupplung nicht getreten, Arm sitzt auf Anschlagschraube)?

    Update meinerseits: ich hab das Problem jetzt eindeutig identifiziert, allerdings noch nicht die Ursache bzw. Lösung. Der Kolben meines Nehmerzylinders hat nur 8mm Weg, dann steht er am mech. Anschlag. Er sollte sich aber noch ca. 10mm weiter rausbewegen (wie ich schon vermutet habe und Madblack bestätigen konnte). Die Anschlagschraube (7/16 SW) habe ich dabei korrekt justiert, d.h. Kupplungsarm rausgezogen bis Spiel weg war, Schraube auf Anschlag, dann 1 Schlüsselfläche auf. Die Stopmuttern des Plunger hab ich zum Testen weit genug herausgedreht, sodaß diese den Weg nicht frühzeitig begrenzen.

    Ich habe also heute einen Nehmerbolzen =Kolbenstange angefertigt, der 10mm länger ist als mein originaler. Und Voila, die Kupplung kommt jetzt erst ziemlich heraußen, die Gänge flutschen nur so hinein. Ich konnte allerdings noch nicht fahren, weil ich den Fahrersitz zwecks Hauptzylindertausch schon entfernt habe. Bin nur am Boden sitzend herumgerollt und hab immer wieder geschalter. Die 10mm waren etwas zu viel, die Kupplung kommt jetzt erst auf den letzten paar cm des Pedals und der Kupplungsarm geht gar nicht mehr ganz bis zur Anschlagschraube zurück, ein paar Zehntel bleiben Spalt. Ich vermute daß der Nehmerkolben jetzt am anderen mech. Anschlag (minimalster Hub) ansteht. Also wenn ich meinen Nehmerbolzen jetzt noch um 1-3mm kürze, müßte ich die richtige Funktion haben.

    Was kann jetzt die Ursache sein daß meine Kupplungsarm nicht weit genug ausgelenkt wird.

    1. falscher Kupplungsarm mit falscher Kröpfung (ist neu montiert worden)

    2. Ausrücklager, Plunger oder irgendwas anderes in der Kupplung falsch dimensioniert oder falsch eingebaut. Beides wurde erneuert.

    3. falscher Nehmerzylinder (Kolbenanschlag zu früh). Hat aber mit der alten Kupplung funktioniert.

    4. Nehmerzylinderbolzen zu kurz (ist aber offenbar original).

    Ich werde sowieso folgende Teile neu kaufen und ersetzen: Hauptzylinder, Nehmerzylinder, Kolbenstange vom NZ.

    Laut meiner Logik müßte also ein Hydraulikdefekt ausgeschlossen werden. Beide Zylinder arbeiten wie sie sollen, der Nehmerzylinder geht halt auf Anschlag weil,die Kolbenstange zu kurz ist.

    Was genau soll passieren wenn ich mit dieser verlängerten Kolbenstange fahre? Die Kupplungsinterna scheinen ja tadellos zu funktionieren, der Weg des Kupplungsarmes stimmt, nur der Winkel des Kupplungsarmes relativ zum Kupplungsgehäuse ist größer.

    Totaler unfug

    Der Weg des Hebels ist klar definiert, mit solchen Aktionen, schnell ein zu langer Weg und die Anlaufscheiben der Kurbelwelle sagen auf Wiedersehen.

    gut, also meine konkrete Frage lautet: welchen Hub legt der Nehmerzylinder einer intakten A-Kupplung (pre-Verto) bei voller Pedalbetätigung üblicherweise zurück? Falls ca. 8mm wie bei mir, dann stimmt was nicht im Inneren der Kupplung. Falls mehr als ca. 8mm, dann liegts offenbar an der Hydraulik oder am Pedal selbst.

    Kannst mal probieren z.B. eine passende kleine Mutter M5-6 in den Topf des Nehmerzylinders zu stecken. Schauen ob das was ändert?

    Gab schon Manche die den Kupplungsarm zum Nehmerzylinder hin gebogen haben.


    Aber alles nur Notlösungen

    die Lösung mit der Mutter auf dem Kolben entspricht genau meinem Plan der Verlängerung des Bolzens, geht jedoch schneller!

    Was genau wurde den erneuert?

    erneuert wurde eine "Kupplungsgarnitur" (?), Plunger, Bolzen, Kupplungsarm.

    Ich muß erwähnen, daß das Problem der schlecht trennenden Kupplung zwar schon vor der Kupplungsreparatur bestand (seit ich das Auto vor 1,5 Jahren gekauft habe), damals aber immer wieder durch Entlüften bzw. Pumpen des Pedals behoben werden konnte. Es stellte sich dann heruas, daß der flexible Kupplungsschlauch zum Nehmerzylinder porös war, und ebenfalls erneuert wurde.

    Jetzt nach der Überholung der Kupplung ist die Ursache offenbar eine andere, da Entlüften und Pumpen keine Besserung bringt. Der Kupplungsarm steht jetzt definitiv weiter weg vom Gehäuse, sodaß der Nehmerzylinder nicht weit genug rausfährt. Ich denke, daß eventuell im Inneren der Kupplung etwas anders ausdistanziert ist, irgendein Lager höher als das alte ist, die Kupplungsplatten selbst andere Dicke haben o.ä.

    Ich bin mit dem Inneren einer Autokupplung wenig vertraut, darum meine vagen Gedanken.

    Trotz allem möchte ich heute versuchen, einen längeren Nehmerbolzen (+10mm) zu verbauen und schauen was passiert.

    das Bild täuscht, die Einstellung des Hebels passt schon, das war das erste was ich kontrolliert habe. Wenn es so wäre könnte ich den Hebel ja weder vor noch zurück bewegen, ich hab aber 2cm Weg, nur der Nehmerzylinder schafft nur 8mm davon

    Ich weiß, dass das von dem ein oder anderen hier nicht unbedingt als gut befunden wird (warum auch immer), aber uns hat damals der Wolfgang von der Firma „Kleinschnell“ in Tönnisvorst geraten, den ausrückhebel warm zu machen und in Richtung Nehmerzylinder zu biegen, wenn die vom TE beschriebenen Probleme auftraten. , so dass der eben leicht gekrümmt wird um genau den jetzt „fehlenden“ Weg Aauszugleichen. Ich habe nie hinterfragt großartig warum und wieso…aber auf die Weise hat das immer funktioniert. Nie Probleme gehabt.

    das unterstützt meine Idee vom Verlängern des Bolzens, was ja auf das selbe rauskommt. Probier ich morgen, kann ja nicht schaden!

    mein Ausrückhebel sitzt seit dem Kupplungstausch auch weiter weg vom Kupplungsgehäuse, (der Winkel ist größer) d.h. der Nehmerzylinder muß zur Betätigung weiter ausfahren. Ist das mit der höheren Belagstärke erklärbar?

    helfen würde mir, wenn wer den Hub des Nehmernolzens bei vollständiger Kupplungsbetätigung messen könnte - bei mir 8mm. Vielleicht ist auch mein Nehmerkolbenbolzen zu kurz, und der Kolben vom Nehmerzylinder steht schon auf Anschlag? Dann würde aber vermutlich frühzeitig das Kupplungspedal anstehen bevor es den Teppich erreicht

    Ich meine das Pedal ist nicht nur verdreht, sondern auch ganz schön tief. Da würde ich auch mal suchen, ob nicht was mächtig ausgenudelt ist (auch der kleine schlecht zugängliche Bolzen zum Nehmerzylinder hoch...).

    (und natürlich die Mechanik am anderen Ende, wie vom Meister beschrieben)

    die Bolzen sowohl am Geber- als auch Nehmerzylinder haben minimales Spiel, hab ich schon kontrolliert. Nachdem mein Kupplungspedal auch sehr knapp neben dem Bremspedal sitzt, hab ich auch schon vermutet daß ich vielleicht ein falsches Pedal habe daß zu früh aufsitzt? Das 1000er Cabrio aus 1983 eines Freundes hat definitiv ein anderes Pedal, daß deutlich nach links gekröpft ist (Bild).