Keith Ripp gestorben (Ripspeed)

  • Gerade die älteren Mini-Freaks hier werden Keith und seinen Ripspeed-Laden in London kennen.


    Keith ist nun gestorben: http://www.catmag.co.uk/obituary-keith-ripp-1947-2020


    Ripspeed war noch vor vielen anderen Händlern einer derjenigen, der Mini-Tuningteile angeboten hat, sogar noch etliche Jahre vor MiniSpares. Er war einer der bekanntesten Mini-Rallycrosser in England, eine Serie, die sehr populär im englischen Fernsehen war.


    Im Alter zog er sich auf eine Baleareninsel zurück und überließ das Geschäft seinen Söhnen. Die Szene hatte sich gewandelt, von Tuning-Teilen zu Spoilern, Flügeln und Megawatt-Stereoanlagen. Irgendwann ging das Geschäft nicht mehr und wurde von der Halfords-Gruppe aufgekaut. Und noch heute gibt es bei Halfords Teile mit dem Ripspeed-Label.

  • Keith Ripp war sogar Europameister im Rallycross und 'erfand' die nach ihm benannte geniale Form der 'RipSpeed'-HiLos. Mehr Montagearbeit als die meisten heutigen Systeme, aber hervorragend in der Anwendung.

    Zudem war RipSpeed der 1. englische Anbieter, der in der in Oldenburg in's Leben gerufenen 'Mini Zeitung' in der Zeitungsmitte doppelseitig warb.

    Eingeworben wurde die Insertionsschaltung bei einem Besúch im Laden 'Ende der '70er' --war das nicht die Hartford Road ?--

    Keith Dodd (Mini Spares Centre) und Keith Ripp waren sehr gut befreundet und gründeten die gemeinsame Firma 'Competition Silencers', die die allseits bekannte Auspuffanlage 'RC40' entwickelte, welche den Vorgänger 'MAX AC40' ablöste.


    Ja, ein Großteil der Gründerväter -Jan Odor, Keith Ripp und viele andere- 'has passed away'.

    Einige haben nahezu unwiederbringliche Kenntnisse und Erfahrungen mitgenommen.


    Sehr schade.

    Andererseits wird ein Großteil der Leser hier diese Namen gar nicht mehr kennen und nichts vermissen.

    So ist das (auch Mini-)Leben.


    Andreas Hohls

    @'The Rocker' : Danke für die Info

    Alle Beiträge verstehen sich als rein sachliche Aussage und tolerieren Meinungen und Vorlieben eines Jeden, auch wenn sie konträr entgegenstünden.

  • Ja, Andreas, ich erinnere mich, dass du auf einem Foto von dir einen Ripspeed-Aufnäher auf einem schwarzen Mechaniker-Overall trugst.


    Hertford Road wird wohl stimmen, aber meine erste Tour überhaupt auf die Insel war MINI 25 in Donington '84. Ich bin damals hinter dir hergefahren, weil ich nicht wusste wo es lang ging. Ich glaube, du hattest diesen Ausflug sogar (mit)organisiert. Wir sind damals mit der Hovercraft "geflogen".


    Ich kenne von Ripspeed nur die 54 Fore Street, auch in Edmonton, glaube ich. Damals sehr beeindruckend, heute leider ein simpler Pub.


    Es gab sogar mal für kurze Zeit einen kontinentalen Ableger in der Ennastraat in Enschede, NL, Ripspeed Holland Division nannten die sich.


    Aber noch von '84 kaufte ich etliche Teil dort über den Postweg. Ripspeed war einer der wenigen englischen Unternehmen, die mit Euroschecks etwas anfangen konnten, andere wollten sauteure Bank Drafts haben.


    Ja, und mit deinem Kommentar unten wirst du auch sicherlich recht haben, leider....


    Bleibt nur zu sagen "RIP"-Speed!

  • @'The Rocker'

    Ja, so war es. 1984 organisierte ich für das Mini Register v.D. und eben auch alle anderen Interessierten die 1. Charterfähre -tatsächlich 1 1/2- nur für Minis, zum 'Silver Jubilee' in Donington mit damals bescheidenen 72 Teilnehmerautos vom Hoverport abgehend. Später dann auch das 1. Stahlschiff mit über 200 Minis.

    Und die 'Hartford Road', danke für die Korrektur, war natürlich die Hertford Road, wo die Long Centre Branch Krümmer zu Dutzenden von der Decke hingen.

    Als die ersten 3 Kupplungsabzieher im Korb lagen, kam der Chef höchstpersönlich mit einer Tasse Kaffee um die Ecke. Es waren in der tat noch andere Zeiten.

    In Enschede kaufte ich 1978/79 meinen ersten Sportsitz mit dem Corbeau GTB, einem Sch...dings, welchem 3-mal der Liegesitzbeschlag weg brach. Bei der Fahrt nicht sooo lustig. Der ebenfalls gekaufte und gleich in den Mini gestelle Safety Devices Bügel --wie den sonst auch mitnehmen- war von besserer Qualität. Seinerzeit war der Kauf von Miniteilen so etwas wie Ostereiersuchen.


    Aber nun wird's wohl hier zum Zwiegespräch 'alter Männer' und für den Rest uninteressant.

    Trotzdem gut, wenn man nicht vergißt, wer diese Szene --die ganzen Urgesteine der britischen Mini Welt-- überhaupt zu dem gemacht hat, was sie über Jahrzehnte war und teils noch ist. Ohne sie wäre ein bayrischer Hersteller um ein firmentragendes Volumenauto ärmer. Ob das wohl deren Eigner wissen ?


    Egal, mögen die Größen der '60er/'70er ihr Leben nach dem Tod in der Erinnerung derer finden, die um ihre Bedeutung wissen.


    Andreas Hohls

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  • Hallo, und noch so ein 'alter Mann' der 1989 auch mit auf der Hovercraft mit geflogen ist. Unvergesslich. Die Zeit lässt sich nicht anhalten und es ist echt Schade um solche Urgesteine aus der Frühzeit des Minis.

    Habe noch 2 Kopien von Ripspeed aus der Mini Zeitschrift 4/79 und 3/80 angehängt, habe sie damals rauf und runter gelesen und wie Andreas schon sagt, war wie Ostereier suchen.

  • ...ja, meine allererste Bestellung von Mini-Teilen war tatsächlich bei Ripp. Ich hatte gerade die Cars & Car Conversions abonniert und mir die Teile aus deren Anzeige herausgesucht. "Worldwide Service" hatten die da stehen... und klappte wie am Schnürchen. Das Pfund-Sterling stand so um die DM3,50, glaube ich, viellelicht etwas mehr. Als das erste Paket ankam war es wie Weihnachten und Ostern zusammen....womit wir wieder bei den Ostereiern wären :smile:


    Komisch nur, manchmal musste ich die Pakete beim Zollamt abholen, manchmal kamen sie direkt nach Hause. Es schien keine Regel dafür zu geben.

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