Beiträge von MiNiKiN

    Bilux rockt !!! :biggrin:

    Würde mir nie im Leben so Neu modisches Zeug in ein 40 Jahre altes Auto einbauen ...

    Muss aber jeder selbst entscheiden.

    Fahre ja mit dem Karton keine 300 auf der Bahn ..

    Dazu brauchts in meinem Alter keine 300 Sachen mehr - nächtliche Landstrasse mit schlechter Markierung und am besten Nässe reicht bei mir für Blindflug. Da lob ich mir die zustzlichen Photonen der LED-Birnen. Möcht ich nicht mehr missen. ♥

    Hab bei meinem Saab sogar die Xenon-Brenner gegen LED-Ersatz getauscht - auch da um Welten besser. Gestochen scharfe Lichtkegel. Einfach geil!

    So, mittlerweile habe ich das "Sahnestückchen" abgeholt. Es hat sich angeboten ihn gleich auf der Oldtimermesse Tulln am Stand der Manhartsberger Minifreunde bzw. Michi's minigarage.at dem Publikum zu präsentieren - also eine Projektvorstellung.
    Paar interessante Gespräche geführt, u. A. mit dem Erbauer des Mini - Anton Makoditsch.
    So hab ich auch erfahren was im Motor steckt:

    Basis 1300er GT mit recht deftig modifiziertem Kopf. Weber 45 DCOE, 296er Nockenwelle und angepasstem Verteiler. LCB und RC40
    Dreht scheinbar bis 8000 U/min - Leistung wird wohl dabei auch ein bisschen anstehen.
    Kein gerade verzahntes Getrieb oder Sperrdiff :frown:
    Dafür sind die Türen und Hauben original Special Tuning - also sehr rare Vollaluminium-Teile, nicht nur Außenhäute. Mode: "Happy Chappy"

    Was ist das und was macht man da?

    Man bearbeitet die Zapfen so, dass die Tellerfeder flach aufliegt, wenn die Kupplung eingekuppelt ist. Wenn man das nicht macht muss die Feder, wenn man das Pedal betätigt, zunächst in die flache Position zusammengedrückt werden, bevor sie „umschlägt“ und in die ausgekuppelte Position gelangt. Dabei verliert man nicht nur Ausrückweg, sondern v.A. Anpressdruck und "pedal feel".

    Paul Hickey demonstriert das sehr anschaulich in einem Video, nebst ein, zwei anderen essentiellen Modifikationen. Auch wie und weshalb er die Schwungscheibe bearbeitet damit die sicher nicht aufs Primärrad drückt.

    HRE clutch assembly

    Ich hab jetzt alles noch mal durchgelesen…was mir entgangen ist, dass anscheinend Scheibe und Automat NICHT neu sind…oder hab ich da was überlesen? 🤔

    Wolfgangh schreibt: "erneuert wurde eine "Kupplungsgarnitur" (?), Plunger, Bolzen, Kupplungsarm.".

    Kann sein, dass dabei die "Hörner" der Druckplatte auch nicht aufs korrekte Maß gebracht wurden. Das wird denke ich oft "vergessen" oder gar nicht erst gewusst, dass das erforderlich ist.

    Wenn alles in Ordnung ist

    Naja….wenn wirklich alles in Ordnung ist, ......

    ....dann müsste man den Hebel nicht "benden" ;) Das ist immer nur eine Notlösung weil anderswo in dem Klapparatismus Verschleiß kompensiert werden soll. Auch wenn es gängige Praxis ist, ist es nur "eine geschminkte Leiche".

    Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen und langsam schraubt der Minikin. Aber es geht was..
    Ich hatte mittlerweile Bodenplatte, Koffer- und Motorraum lackiert, sodass ich die Hilfsrahmen und den Motor einbauen konnte.
    Also erstmal Bremsleitungen, Kraftstoffleitung und Batteriekabel einbauen, solange man da gut ran kann.
    Dann das Lenkgetriebe.
    Den bereits fertig "assemblierten" hinteren Hilfsrahmen mittels Wagenheber hoch-balanzieren und festschrauben. Schrauben passen alle an der Karosserie. Kein Glück gehabt, sondern zum Bleche einschweißen einen Dummy-Hilfsrahmen mit den genauen Bohrungsabständen gebaut gehabt.
    Nun konnte ich den Mini endlich nach knapp 6 Jahren von der Rottisserie abschrauben.
    Dazwischen immer wieder mal die eine fehlende Schraube ne Stunde lang suchen (dabei dachte ich alles sauber in Boxen zzusammen geordnet zu haben). HiRa hinten fertig...
    Nun galt es die ebenfalls bereits zusammengebaute Einheit aus Motor und Hilfsrahmen in das Chassis einzufädeln. Das hat ein paar Stunden gedauert, muss ich gestehen. Stück für Stück jeweils vorne und hinten das Auto absenken, sodass es möglichst parallel Stück für Stück ineinander gleitet :tongue: Nach 6 Jahren steht der Inno nun zum erstem Mal wieder auf seinen eigenen Beinchen.
    Dann Vergaser drauf, Auspuffanlage, restliche Brems- und Kraftstoffleitungen, usw. usw.
    Gestern dann noch die neue, vor 5 Jahren gekaufte, Benzinpumpe mit ein paar zärtlichen Hammerschlägen zum Laufen gebracht und Karre an die "Laborgeräte" angeschlossen. START! Ist auch sofort angesprungen, aber die Vergaser muss ich nochmal einer Grundeinstellung unterziehen ...
    3200 U/min Leerlauf und AFR von über 16:1 sind für das Einlaufenlassen der Nockenwelle nicht okay.



    Video vom ersten Start:
    Video vom ersten Start

    2B cont'd....

    Problem ist doch eher da wo man den verschraubt. Irgendwann bricht eine litze und danach ist halt rum...

    Die Klemmung beim Doppelvergaser ist recht großflächig und entsprechend schonend zum Gaszug. Wie das bei den Einzelvergasern aussieht kann ich mangels Erfahrung nicht sagen.
    Ich kann aber aus Erfahrung mit der Vespa sagen, dass die verwendeten Klemmnippel kriegsentscheidend sind. Es gibt welche wo die Klemmschraube direkt auf den Zug drückt, und es gibt die guten, wo ein kleines Plättchen zw. Klemmschraube und Zug dessen Zerquetschung mildert.

    "sie müssen nur den Nippel durch die Lasche ziehen und...." :laughing:

    Zum Ablängen des Innenzugs: ich mach da immer etwas Weichlötpaste an die potentielle Schnittstelle und verlöte die Litze dort. Dann erst mit Dremeltrennscheibe abflexen oder mit so einer speziellen "Bowdeninnenzugabkneifzange" abzwicken. Eventuell noch mal kurz das Lot anschmelzen.

    Vorteil: das Zugende franst nicht aus und kann immer wieder durch den Nippel raus- und reingfrimmelt werden.

    Projektbeschreibung – worum geht's und was soll daraus werden:
    Wie so mancher vielleicht schon mitbekommen hat, habe ich einen klitzekleinen Fetisch, was österreichische Rennminis der 60er und 70er anbelangt.
    Eins der bekanntesten Autos dieser Zeit war der mitternachtsblaue Austin Cooper S „932 GYE“ von Fritz Baumgartner. Der Wagen wechselte anschließend ein paar Mal die Hände – über Niki Lauda zu Otto Stuppacher, dann zu Helmut Koinigg und endete schließlich bei Hans Schnabl der ihn „obduzierte“ – sprich, nach Analyse was das Auto schnell machte und warum „der Baumgartner immer gewann“, wurde der Wagen entsorgt. Schade drum, deshalb will ich das Teil nachbauen...


    Fast forward zu heute:
    ich habe mir als Basis für einen optisch möglichst authentischen Nachbau einen Mk2 ex-Rennwagen gekauft. Der hat schon einige gute Details die für die Ausgangsbasis geradezu ideal, bzw. kostensenkend sind. Die rote Farbe, die rote Innenausstattung, Cooper S Tacho und DZM. Der verbaute 1300GT Motor ist bereits getunt – wie gut oder schlecht und mit welchen inneren Zutaten wird sich erst zeigen. Scheibenbremse vorhanden, Rechtstank als Eigenbau vorhanden und die Substanz des Chassis nicht allzu schlecht.

    Bonus: hat bereits ein komplettes Set an Alutüren und -Hauben

    Manko: das Heck wurde nur halbherzig auf Mk1 umgerüstet, da muss ich wohl mit einem neuen Heckblech dran. Braucht auch sonst ein bisschen neues Blech und Teile fürs Mk1-Amaturenbrett.

    Zielspezifikation: Mitternachtsblau mit weißem Dach, Gp. 2 Verbreiterungen mit orig. Minilite und Dunlop CR70, Speedwell – oder ST Stabi hinten, Interieur rote Kunstlederausstattung des Mk1/2, Fahrersitz Restall Mk1, plus ein paar mir nach vielen Recherchen bekannte Details die ebenso für mehr Authentizität des Nachbaus sorgen sollen.
    Abweichend vom Original: vielleicht John Aley Überroll-Bügel und Britax H-Gurte (die hatte das Fzg erst bei Koinigg), motorisch will ich meinen Traummotor umsetzen, wie dieser Mini wohl in seiner nächsten – als Gruppe 5-Evolutionsstufe – motorisiert gewesen wäre. Das heißt mit Weslake Querstromkopf und Tecalemit mech. Einspritzung wie sie hier anfang der 70er populär wurden. Perfekter zustand unerwünscht, Fritz' Rennwagen war nicht wegen seines perfekten Aussehens bekannt, sondern ein weil es eine zweckorientierte Fahrmaschine war :cool:

    *rot markiert: brauche ich noch
    gelb markiert: ich weiß wo es sowas gibt
    grün markiert: yeah Baby, das hab ich schon.

    PS: Bis zum nächsten Eintrag wird es wohl noch ein wenig dauern; Anfang Mai hohle ich das Auto ab und an meinem Inno Cooper bin ich zur Zeit auch eifrig beim Zusammenbau.





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