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Thema: Ölablassschraube Drehmoment

  1. #1

    Ölablassschraube Drehmoment

    Hi,

    ich habe mir letztens das Gewinde der Ölablassschraube kaputtgedreht und jetzt mit Hilfe aus dem Forum ein neues Gewinde für 3/8" Wasserrohrstopfen geschnitten. Einen passenden Stopfen hat man mir auch gleich vermacht, so daß ich jetzt das Loch wieder zu habe. :-)
    Natürlich habe ich die Richtung nicht perfekt getroffen und so liegt die Schraube nicht ganz plan an. Im Moment läuft der Test mit dem alten Öl, ob's dicht ist (eine Stunde hält es schon). Danach dient das alte Öl noch der Spülung verirrter Späne, aber vom Gefühl her denke ich, ich hab' sie alle erwischt mit dem Fett am Gewindeschneider.

    Jetzt aber zu meiner eigentlichen Frage: Die originale Ölschraube ist im Haynes-Handbuch mit 35Nm Drehmoment spezifiziert. Diese Schraube hat eine Gewindesteigung von 11 Gängen pro Zoll. Meine neue Schraube hat ein erheblich feineres Gewinde von 18 Gängen pro Zoll. Welches Drehmoment darf ich meinem neuen Gewinde denn nun zumuten? Ich habe sie vorhin nach Gefühl angezogen und dann mit dem Drehmomentschlüssel kontrolliert. Der kann aber nicht weniger als 20Nm und so fest ist es nicht.
    Bei den Radmuttern ist es ja auch so, daß das feinere Gewinde ein niedrigeres Drehmoment benötigt als bei "normalen" Autos. Das müßte ja nun auch für die Ölschraube gelten.
    Also, Maschinenbauer vor: Wie bekomme ich raus, welches Drehmoment groß genug für mein neues Gewinde ist?

    Gruß,
    Peter (E-Techniker, Mechanikvorlesung gerade so bestanden :-) )

  2. #2
    Hallo,
    ich ziehe die Ablassschraube nur mit dem Schlüssel fest. Vorher natürlich einen Dichring zwischen legen, der ist eigentlich bei jedem Ölfilter dabei.
    Ich habe auch mal ein Gewinde überdreht weil der Drehmoment-Schlüssel kaputt war.
    Ich würde erstmal abwarten ob das so dicht ist.
    Gruß

  3. #3
    Hallo Peter,

    ein Tipp für dich:
    besorg dir beim Renault-Händler Dichtringe für die Ölablassschraube vom Twingo. Das sind gefaltete Ringe, die schon bei einem geringeren Drehmoment dicht sind. Wichtig: die offene Seite muss zur Schraube hin.

    Ein zweiter Vorteil: so ein Ring kostet nur ca. 17Cent! Ich nehm' immer gleich 10 Stück mit...


    Gruß

    Jörg
    ...because they don't build cars like they used to...

  4. #4

    Renault-Kram

    Hi Jörg,

    genau so einen habe ich genommen. Den ersten Dichtring hab' ich sogar bei Renault geschenkt bekommen, die weiteren hatte aber mein Autoteilehändler sogar.

    Noch ist es dicht. :-)

    Gruß,
    Peter

    P.S.: Eben kam die Lieferung mit den Magneten. Braucht noch jemand einen Magnet, 6x30mm N42SH-Magnetisierung (bis 150Grad)? Im Umkreis von Mainz/Wiesbaden kann ich gerne mal welche zum Mini-A-Tour-Stammtisch mitbringen. Um auf den Mindestbestellwert zu kommen hab' ich gleich 10 Stück bestellt.

  5. #5

    Kleben des Magneten in die Schraube

    Hi,

    und dann wäre da noch die Frage, mit welchem Klebstoff ich den Magneten in der Schraube sichere? Rausfallen tut er nicht, aber bei den Vibrationen im Motor möchte ich ihn schon festkleben.

    Was nimmt man denn da so? Nach Datenblattlage würde ich Loctite 648 nehmen, das ist ausreichend temperaturstabil. Einzig mein Spalt zwischen Magnet und Schraube könnte etwas groß sein. Andererseits soll es ja nur verhindern, daß der Magnet die Schraube verläßt.

    Gruß,
    Peter

  6. #6
    Zitat Zitat von peter2
    Jetzt aber zu meiner eigentlichen Frage: Die originale Ölschraube ist im Haynes-Handbuch mit 35Nm Drehmoment spezifiziert. Diese Schraube hat eine Gewindesteigung von 11 Gängen pro Zoll. Meine neue Schraube hat ein erheblich feineres Gewinde von 18 Gängen pro Zoll. Welches Drehmoment darf ich meinem neuen Gewinde denn nun zumuten? Ich habe sie vorhin nach Gefühl angezogen und dann mit dem Drehmomentschlüssel kontrolliert. Der kann aber nicht weniger als 20Nm und so fest ist es nicht.

    Wie bekomme ich raus, welches Drehmoment groß genug für mein neues Gewinde ist?
    Kannst du einfach über einen Dreisatz errechnen:

    35 / 18 x 11 = 21,4

    Mit deinen 20 NM liegst du also schon ziemlich gut ;) .

    Ist zwar ein wenig ungenau, da die Durchmesser warscheinlich auch etwas unterschiedlich sind und das ganze beeinflussen, sollte aber genau genug sein ;) .

    Mit dem Drehmomentschlüssel wäre ich aber vorsichtig. Im Allgemeinen gilt, dass die unteren und oberen 10% der Skala (10% vom Maximalwert!) zu ungenau sind und man sie deswegen nicht benutzen sollte. Wenn also bei dir das untere Ende der Skala bei 20 NM und das obere bei z.B. 150NM liegt, solltest du den Schlüssel erst ab 35 bis maximal 135 NM verwenden.

    Selbst "Snap-On", der Hersteller des (meine Meinung) besten Werkzeuges überhaupt, empfiehlt dieses unbeding einzuhalten, da sie selbst für ihr teuerstes Werkzeug dann keine Garantie für Genauigkeit mehr geben.

    Wer jemals einen Drehmomentschlüssel auf einem Kalibrierwerkzeug geprüft hat, weiß wovon ich rede. Da kommen haarsträubende Abweichungen zutage .

    In der Luftfahrt z.B. müssen Drehmomentschlüssel jährlich kalibriert werden.
    Bei häufigem Gebrauch sind sie meist nach ein paar Jahren Ausschuß.
    In einer Autowerkstatt merkt meist erst der Mechaniker vom Gefühl, dass da etwas nicht stimmt. Spätestens, wenn trotz "korrektem" Drehmoment der Bolzen reißt oder sich im Betrieb wieder löst .

    Gruß, Diddi

  7. #7
    "ein feineres Gewinde"

    Wie passt das denn noch zusammen? Meinst Du eine andere Gewindesteigung? Das gibt doch Murks, oder irre ich mich da? Da kann doch das Gewinde der Schraube nicht mit dem der Bohrung zusammen passen??

    Lasse mich gern belehren.
    Nils

  8. #8
    Hi Diddi,

    Zitat Zitat von HOT
    Kannst du einfach über einen Dreisatz errechnen:
    das ist ja billig. :-)

    Zitat Zitat von HOT
    Ist zwar ein wenig ungenau, da die Durchmesser warscheinlich auch etwas unterschiedlich sind und das ganze beeinflussen, sollte aber genau genug sein ;) .
    Die Durchmesser sind weniger als einen Millimeter auseinander. Ich hab' ja nicht mal das Kernloch für das neue Gewinde neu gebohrt. Nur alle alten Gewindegänge rausgemacht. :-)

    Ich muß mir sowieso noch einen Drehmomentschlüssel für die kleinen Werte besorgen, der große ist ja eher für die robusteren Sachen gedacht.

    Danke und gute Nacht,
    Peter

  9. Hallo Peter,
    ich hab mir das Gewinde auch schon mal rausgedreht.Ich hab mir eine Büchse Drehen lassen,ein neues gewinde geschnitten,die Büchse reingedreht und mit Madenschrauben gesichert,das aussengewinde der schraube dem innengewinde der Büchse angepasst.Somit hab ich die Werksseitige Schraube in einem Edelstahlgewinde.Ich glühe mir bei jedem Ölwechsel ne Kupferdichtung aus und verwende dann Hylomar.Ist ein gutes Mittel bei Metall auf Metall Dichtflächen.
    Ich fahre so schon fünf Jahre rum und geht gut.
    Gruss
    Mahony
    hier mehr von mir und
    hier mehr von den strolchen
    ...tu dir die ruhe an!

  10. #10
    Zitat Zitat von nils clasen
    "ein feineres Gewinde"

    Wie passt das denn noch zusammen? Meinst Du eine andere Gewindesteigung? Das gibt doch Murks, oder irre ich mich da? Da kann doch das Gewinde der Schraube nicht mit dem der Bohrung zusammen passen??

    Lasse mich gern belehren.
    Nils
    Belehrung:

    Altes Gewinde, bzw. was davon noch übrig war (wie `ne Spiralfeder) rausgepuhlt und die jetzt vorhandene, größere Bohrung als Kernloch für ein neues, feineres Gewinde genommen.

    Alles klar? ;)

    Gruß, Diddi

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