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Thema: Rimflow Ventil

  1. #1

    Rimflow Ventil

    Hallo, ich habe heute mit meinen Dreher diskutiert. Er sollte meine neuen grösseren Ventile bearbeiten. Ich habe ihm das Buch von Vizard mitgebracht wo auch die Rimflow Ventile abgebildet und die " anti-Reversionary" abgebildet ist.
    Der gute Mann hat gesagt das das garnichts bringt. Er hat schon etliche Ventile bearbeitet aber sowas hätte er noch nie gesehen. Kann mir jemand mal erklären was diese Rille bringen soll?

    Gruß Tobias

  2. #2
    Soweit ich weiss, soll die Rille das Zurückströmen des frischen Gases vermindern.

    Gruß
    Olaf

  3. #3
    Zitat Zitat von tobi007
    Hallo, ich habe heute mit meinen Dreher diskutiert. Er sollte meine neuen grösseren Ventile bearbeiten. Ich habe ihm das Buch von Vizard mitgebracht wo auch die Rimflow Ventile abgebildet und die " anti-Reversionary" abgebildet ist.
    Der gute Mann hat gesagt das das garnichts bringt. Er hat schon etliche Ventile bearbeitet aber sowas hätte er noch nie gesehen. Kann mir jemand mal erklären was diese Rille bringen soll?

    Gruß Tobias
    aha, nie gesehen, weiß aber das es nix bringt?

    wozu es ist sagt Olaf ja schon
    meine unqualifizierte frage wäre: warum kaufst du nicht gleich fertige ventile? rimflow zeichnet sich nicht nur durch diese rille aus, der rest passt auch dazu, das material ist gut
    oder ist das ventil + bearbeiten günstiger?

  4. #4

    Zurückströmen

    Hallo Olaf,
    das habe ich auch probiert als Argument. Ich zitiere mal aus meinem Gedächnis.
    "Die Ventil-Unterseite liegt doch auf der Schattenseite"
    " Hast du schon mal was von Ventilüberschneidung gehört? Das frische Gas soll doch das verbrannnte aus dem Auslaß drücken, wird dieses durch die Rille verhindert?"
    P.S. Ich könnte mir noch vorstellen das das Gemisch durch diese Rille besser verwirbelt wird.
    So und nu ?
    Gruß Tobias

  5. #5

    Hallo Klas

    Du warst schneller,
    bearbeiten gibt es umme.
    Der Mann hat so meine ich richtig Ahnung.
    Mir fehlen halt die Argumente.
    Er würde das Ventil unten "Hohl" drehen um es zu erleichtern.
    Gruß Tobias

  6. #6
    weiß er wie die ventile beim mini angeordnet sind? die meisten wenden ihr "querstromkopfwissen" an ohne zu wissen wie es im mini kopf aussieht. schon die kanalführung zum ventil beeinflußt die beste form des ventils.

    das hohldrehen erspart dir wieviel gewicht? viel rausdrehen kann man auch nicht weil der mini gerne eine flache ventilrückseite bevorzugt, da bleibt nicht viel "fleisch" über
    hast du überhaupt ventile an denen man "rumdrehen" sollte? nicht jedes material verträgt es wenn viel abgenommen wird weil die festigkeit leiden kann
    was außer hohldrehen würde er machen?

  7. #7

    Ventilbearbeiten

    Also er würde den Schaft abdrehen den Radius vom Schaft zum Teller verkleinern und eine 30 Grad Schräge vom Sitz weg drehen. Dann alles Hochglanz polieren.
    Und dann halt das Ventil möglichst leicht machen. Er hatte mir Rennventile gezeigt von einem Ferrari Motor die wogen noch 25 Gramm wo. Aber es waren Rennventil also nichts für mich. Ich habe eigentlich Vertrauen zu Ihm.
    Gruß Tobias

  8. #8

    öfter mal was neues

    man kann natürlich drauf bestehen immer das gleiche zu machen, weil alles das so machen, aber manchmal muß man's einfach anders machen. ;)
    der kopf hat zwar nur 5 statt acht kanäle aber is ja eh alles das gleiche.

    also vizard hat beide getestet und die ergebnisse in das buch geschrieben. das kann man nun glauben oder nicht. ;)
    das, was die rille bringt ist im diagramm abzulesen. was da genau strömungstechnisch passiert ist zunächst auch erst mal egal, solange der effekt da ist: mehr leistung und mehr drehmoment.

    ich würde aber niemals auf die idee kommen großartig ein ventil zu optimieren. also entweder fertig kaufen oder sein lassen. das teil kann bei versagen zu viel schaden anrichten und ist im vergleich dazu zu billig. wenn dir der teller abreißt hast du kernschrott. da würde ich lieber auf zuverlässigkeit setzen. das wären mir die paar % nicht wert.

    hmm ...es sei denn das tuning opfer ist ein 998er, da würd ich's glaub ich auch mit friemeltech probieren. :D

    der pat
    (weiß was er nicht tun würde)
    obergrillkäptn :D chef-buffet-freibeuter :D voodoo aller art

    ...kein und dann...

  9. #9
    Zitat Zitat von tobi007
    Ich zitiere mal aus meinem Gedächnis.
    "Die Ventil-Unterseite liegt doch auf der Schattenseite"
    " Hast du schon mal was von Ventilüberschneidung gehört? Das frische Gas soll doch das verbrannnte aus dem Auslaß drücken, wird dieses durch die Rille verhindert?"
    P.S. Ich könnte mir noch vorstellen das das Gemisch durch diese Rille besser verwirbelt wird.
    So und nu ?
    Kann es sein, dass dich dein Gedächtnis im Stich galassen hat :D .
    Du hast da etwas gravierend durcheinander geworfen

    Das frische Gas soll nicht die Abgase aus dem Auslass drücken sondern das frische Gas wird (im Idealfall) durch die auströmenden Abgase in den Brennraum hinein gesogen:

    Während sich der Kolben im Auslasstakt dem oberen Totpunkt und sich die Kolbengeschwindigkeit gegen 0 nähert, wird durch die, mit hoher Geschwindigkeit ausströmenden Abgase, im Brennraum bereits ein Unterdruck erzeugt, obwohl der Kolben (wenn auch schon langsam) noch auf dem Weg nach oben ist.
    Durch die Ventilüberschneidung öffnet das Einlassventil schon bevor der Kolben (noch im Auslasstakt) den oberen Totpunkt erreicht hat. Durch den Unterdruck wird jetzt schon frisches Gemisch in den Brennraum gesogen, obwohl der Kolben tatsächlich noch in der Aufwärtsbewegung ist.

    Die Rimflow Ventile gibt´s als Ein- und Auslassventile, wobei beide aber vollkommen unterschiedlich aufgebaut (geformt) sind.

    Die Einlassventile haben (wie "Rennventile") einen flachen Teller und auf der Unterseite die genannte "Ringnut", wodurch eine recht scharfe Kante (Winkel <90°) erzeugt wird.

    Die Auslassventile haben einen relativ großen Radius vom "Sitz" zur Unterseite des Tellers.

    Sie funktionieren folgendermaßen:

    Wenn das Einlassventil öffnet, verhält es sich (strömungstechnisch) wie herkömmliche "Rennventile. Das Einlassventil schließt, nachdem der Kolben (im Ansaugtakt) den unteren Totpunkt überschritten hat, also schon im Verdichtungstakt ist. In dieser Phase ist die Einströmgeschwindigkeit der Frischgase am Einlassventil sehr gering. Und vor allem bei niedrigen Drehzahlen neigt das Gemisch dazu, durch das Einlassventil zurück Richtung Vergaser zu strömen. (Kann man bei einem offenen Weber schön beobachten, wenn der Spritnebel vor dem Ansaugtrichter pulsiert ;). Wie kommt der Sprit da hin, obwohl doch eigentlich die Luft da hinein strömt ;) )
    Jetzt kommt die "Ringnut" ins Spiel. Durch die Ringnut entsteht eine recht scharfe Kante (<90°) und die Frischgase strömen nur sehr ungern um scharfe Ecken und Kanten (sie bevorzugen schöne Rundungen) wodurch dieser Rückströmeffekt deutlich vermindert wird.
    Daran sieht man also, dass die Rimflow (Einlass-)Ventile im niedrigeren Drehzahlbereich den meisten Effekt haben = höheres Drehmoment bzw. "der Motor kommt etwas früher auf die Nockenwelle" = breiteres nutzbares Drehzahlband.

    In Richtung Maximalleistung (oberer Drehzahlbereich) wird der Effekt (beim Einlassventil) immer kleiner, bis er mit den herkömmlichen Ventilen gleich ist.
    In der Hinsicht hat der angesprochene Spezi nicht ganz Unrecht.

    Bei den Rimflow Auslass-Ventilen sieht´s wieder anders aus. Im Bereich zwischen "Sitz" und Ventilschaft sind sie genauso geformt wie herkömmliche "Rennventile" und diesen ebenbürtig.
    Auf der Unterseite haben sie aber diesen recht großen Radius im Übergang von der Unterseite bis zum "Sitz" = eine wunderschöne Rundung.
    Und strömende Gase lieben schöne Rundungen. Zu jeder Zeit.
    Effekt: Diese wunderschöne Rundung macht es den Abgasen deutlich leichter, "die Kurve in den Auspuff zu kriegen". Und das im gesamten Drehzahlbereich, was sich wiederum gut für´s Drehmoment "im Keller", sowie auch für die Maximalleistung positiv auswirkt.

    Soweit zur Wirkungsweise.

    Aber wie auch schon der käptn pat schreibt: "Selber stricken" würde ich die nicht. Auch wenn sie recht teuer sind. Das kann schnell "in die Hose" gehen.
    Serienventile kann man durchaus (sicher) optimieren (Übergang Schaft/Teller sowie 30° Fase), aber man darf es nicht übertreiben, was beim "Umstricken" auf Rimflow-"Design" (meiner Meinung nach) der Fall wäre.

    Gruß, Diddi

  10. #10

    Danke

    Genau so eine Antwort habe ich mir erhofft.
    Gruß Tobias

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