Abhängigkeit MAP Unterdruck

  • Kurze Frage: Bei einer "schärferen" Nockenwelle, ist da der MAP Unterdruck
    a) Größer (d.h. Absoluter Druck niedriger) wegen der längeren Öffnungszeiten/ weniger Drosselung
    b) Kleiner (d.h. Absoluter Druck höher) wegen der größeren Ventilüberschneidung
    c) "It depends" je nach Last & Drehzahl
    als bei einer Nockenwelle mit weniger Öffnungszeiten und Überschneidung?
    Danke & Gruß

    Einmal editiert, zuletzt von Rais (1. März 2026 um 13:30)

  • So als völlig ahnungsloser Theoretiker würde ich einen höheren Unterdruck erwarten, weil ja besser ( mehr ) eingeatmet wird … wenn sich der Saugweg-Querschnitt an der Position des Map - Sensors nicht geändert hat und nur der „dahinter“ steckende Motor höheren Durchsatz hat …

  • Bei gleicher Last .. ist er (in erster Näherung) gleich …

    Der Ottomotor ist mengengeregelt. Heist, über die Drosselklappe wird eine bestimmte Menge Luft in den Brennraum. Diese ist dann proportional zum (Unter)Druck.

    Im Detail kann Luft „überströmen“ wenn Ein- und Auslassventil gleichzeitig geöffnet sind (größere Ventilüberschneidung) oder ins Saugrohr zurückströmen (zb bei längeren Öffnungsdauern und niedriger Drehzahl).

    15.08.04 On the road again... der "Kleine" :D

  • Im Standgas gibt es da Probleme, weil der Krümmerdruck HÖHER ist aufgrund der grösseren Überschneidung.


    Die ECU interpretiert das als „es wird Gas gegeben“ und gibt Sprit dazu … das Gemisch wird zu fett

    Die Drosselklappenstellung wird ignoriert, weil MAP als die primäre Grösse genommen wird.

    Bis 274 Grad gehr das beim SPI noch gut mit einer originalen ECU, danach gehts schief

  • Danke schon mal

    Und bei Last und Drehzahl überwiegt der Anteil der längeren Öffnungszeiten, d.h. Abmagern?

    Hmm, schön wär‘s wenn es anders herum wäre

  • Und ist der Krümmerdruck direkt unter der DK (D40 mm @ 4 Zylinder), oder in den beiden Ports (D35 mm @ 2 Zylinder) größer? Von der Flächenberechnung ist das schon klar. Aber es saugen ja nicht alle 4 Töpfe gleichzeitig an.

    Die Frage ist einfach wo der günstigste MAP Abgriff ist, um größtmöglichen Unterdruck zu erhalten.

  • Gibt’s ne Anleitung ?

    Die Frage drehe ich um…


    Was wurde geändert / welche Nocke verbaut, welche Steuerzeiten eingestellt ?

    Was wurde am Zündsystem gemacht?

    Welche Probleme zeigen sich ?

    15.08.04 On the road again... der "Kleine" :D

  • Keine Anleitung, keine Probleme. Nur grundsätzliche Überlegung was wenn.

    Verbaut ist die besagte 274i Nocke. Ist mir bekannt dass es bei mehr schief geht in Verbindung mit Serien-ECU.

    Interessiert mich halt WIESO es schief geht. Wegen zu geringen oder zu hohen Druck. Frage ist ja beantwortet.

    Und damit folgt automatisch die Frage, lässt sich der Unterdruck baumassnahmlich beeinflussen.

  • was willst du „beeinflussen“?

    Pauschal ist die Antwort JA (aber)

    ZB könntest du einen Ansaugluftheizer vor die Drosselklappe setzen (was technisch Schwachsinn ist) mit steigender Temperatur nimmt bei gleichem Volumen der Druck zu ..

    Der Saugrohrdruck (der ganz und gar nicht konstant ist .. sondern über den Kurbelwinkel variiert) ist ein Maß für die Zylinderfüllung.
    Vorteil: passt Instabilität recht gut (im Gegensatz zu zB Drehzahl / Drosselklappenstellung)

    Nachteil: Du brauchst Korrekturgrössen

    Kannst aber zB berechnen … im einfachsten Fall „Füll- und Entleermethode“ oder 1D Simulationen.

    Wenn dich Literatur interessiert .. Hofmann TU Braunschweig hat um das Jahr 2000 ne Dissertation zu Saugrohrdruck geführte Motorsteuerung geschrieben ..,

    15.08.04 On the road again... der "Kleine" :D

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