Mal wieder die Zugstreben

  • Liebes Forum,

    ich benötige mal eure Hilfe. Bei meinem Mini Cooper, Mk2 von 1969 hat der Vorbesitzer scheinbar gepfuscht. Es geht um die Zugstreben. Habe auch versucht im Forum eine Lösung zu finden. Leider ohne Erfolg, oder zu 🤪

    Vorne war auf beiden Seiten kein Gummi verbaut, nur Tellerscheibe und Unterlegscheibe. Nachdem sich jetzt das hintere Gummi aufgelöst hat , wurde es Zeit. Ich dachte zuerst, dass mach ich mal so eben. Aber leider nein.

    Jetzt zu meinem Problem.

    Ich habe einstellbare Zugstreben. Da ich das Maß der alten Streben nicht als Referenz nehmen konnte, habe ich das Standardmaß. 363,5 mm, gemessen von der Innenseite des Befestigungslochs bis zum Flansch Bild (Kennung 1 und 2),wo das hintere Gummi anliegt.

    Jetzt fehlen mir, wie auf den Bildern erkennbar, auf jeder Seite 1,5 bis 2 cm. Egal wie ich das Lenkrad einschlage, sie fehlen.

    Wo ist mein Denkfehler. Für ein paar Tipps wäre ich dankbar. Vielen Dank im Voraus.

    Rolf

    (Mini ist aufgebockt und Räder ab)

  • Wenn die Zugstrebenlänge im Moment dem Originalmaß entspricht, dann kann das völlig normal sein.

    Welche Querlenkerbuchsen sind denn verbaut? Je nach der Variante, bestimmen diese die Position des Querlenkers im frei beweglichen Zustand.

    Aus dem Mini Spares Blog: "The standard tie rod length is 14.25″ measured from the inner edge of the bottom arm retaining bolt hole to the outer face of the welded-on washer."

    Gruss Andy
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    Erfahrung lässt sich nicht "downloaden"!!!!!!!

  • Danke Andy.

    14,25 entspricht meinen 363mm. Die Querlenkerbuchsen müssten Standard sein.

    Aber wenn das normal sein sollte, wie bekomme ich die Zugstreben durch den Rahmen und Gummibuchse, Tellerscheibe und Unterlegscheibe montiert?

  • Na sowas hab ich mir schon gedacht....das können die "aussermittigen" Buchsen C-STR632 sein.

    Baue bitte vorsichtshalber den unteren Querlenker so weit aus, daß man die Buchsen aus dem Arm nehmen kann.

    Also die 9/16"SW Mutter lösen und den geschwungenen Bolzen nach vorn schieben.

    Liegen die Buchsen auf dem Tisch kontrolliere von der Seite mit dem Kragen ob die innere Stahlbuchse mittig/zentrisch durch den Kunststoff läuft oder aussermittig.

    Gruss Andy
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    Erfahrung lässt sich nicht "downloaden"!!!!!!!

  • Wenn das "Gummibuchsen" und keine Plastik oder PU-Buchsen im unteren Tragarm sind,...Sollte sich der Achsschenkel unten nach vorne drücken lassen, damit du den vorderen Gummi und die Topfscheibe und die selbstsicherne Mutter auf die Zugstrebe bekommst.

    Etwas sSchmalz dann klappt,s. (Oder 2.Mann)

  • Ratschengurt ….

  • hat der Vorbesitzer scheinbar gepfuscht.

    Vorne war auf beiden Seiten kein Gummi verbaut, nur Tellerscheibe und Unterlegscheibe.

    Aha...und bei so einem "unbekannten Kunstwerk" zieht man mit einem Ratschengurt ungeprüft alles zusammen....beim Fahrwerk...OMG! :facepalm:

    Gruss Andy
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    Erfahrung lässt sich nicht "downloaden"!!!!!!!

  • @Andi...da kannste das ganze Wägelchen mutmaßlich durchkontrollieren....Ich hab die ausgebaute Zugstrebe nicht gesehen....könnte auch eine mit Unibalgelenk gewesen sein....hmm?!

    Auf Konservierung hat er auf jeden Fall geachtet dann war ihm sein Schätzchen offensichtlich schon wichtig.

  • Habe es heute mit einem Kumpel geschafft. Einer hat den Achsschenkel leicht nach vorne gedrückt und dann vorne Buchse, Tellerscheibe, Unterlegscheibe mit Mutter angezogen.

    Probefahrt ist bei schönem Wetter und dann ab zur Achsvermessung.

    Nochmals allen vielen Dank für die Hilfe und Anregungen.

  • Habe es heute mit einem Kumpel geschafft. Einer hat den Achsschenkel leicht nach vorne gedrückt und dann vorne Buchse, Tellerscheibe, Unterlegscheibe mit Mutter angezogen...

    Hast du denn wenigsten mal nach den Gummi-Buchsen geschaut, wie es Madblack oben empfohlen hat?

    Wenn nicht, war das keine gute Idee, denn dann halten die Buchsen "von 12 bis Mittag"...:roll-eyes:

    Mit Serienbuchsen und Standard-Zugstreben (deine eingestellte Länge von 363 mm) passt das ganze ohne "Kraftaufwand", um die Buchsen zu "verformen". Es kann spannungsfrei montiert werden!

    Wurden aber C-STR632 Buchsen verbaut, welche für mehr Nachlauf gedacht sind und dann "aus Versehen" oder Fehlinterpretation der beiliegenden Einbauanleitung, um 180° rotiert eingebaut, steht der untere Querlenker weiter nach hinten statt nach vorne.

    Drückt ein Helfer oder zieht man mit Spanngurt (wie oben empfohlen) den Querlenker nach vorme, um die äußere Buchse/Scheibe/Mutter drauf zu bekommen, werden dadurch die Gummibuchsen übermäßigem Stress ausgesetzt, denn sie eigentlich vermeiden sollen und quittieren das mit frühzeitigem Verschleiß...

    Gruß, Diddi

  • Es sind Gummibuchsen verbaut. Sorry vergessen.

    Schon klar, sieht man auf deinen Fotos. Aber Gummibuchsen sind nicht gleich Gummibuchsen...

    Serienbuchsen haben die Metall-Hülse zentrisch durch die Gummis und haben keinen "Kragen". Siehe https://www.minispares.com/21a1882-standa…sh-1967-onwards

    Die C-STR632 haben dagegen einen Kragen und die Metall-Hülse geht nicht zentrisch durch die Buchsen. Auf dem Foto, oben im Beitrag #7 kann man erkennen, dass die Metall-Buchse außen (Kragen-Seite) nicht mittig ist. Innen, wo die Buchsen gegeneinander stoßen, ist die Buchse hingegen mittig.
    Wenn beide Buchsen im Querlenker eingesetzt sind, geht der Bolzen also schräg durch beide Buchsen.
    Das ist dafür gedacht, dass wenn man einen größeren Nachlauf als Serie einstellen will (Zugstreben kürzer als 363 mm), die Buchsen nicht schon unter Stress stehen, weil man den Querlenker nach vorne drücken/ziehen muss.
    Korrekt eingesetzt, zeigt der Querlenker also schon etwas mehr nach vorne, als mit Serienbuchsen. Selbst mit moderat kürzeren Zugstreben (weniger als 363 mm) ließe sich alles weitgehend spannungsfrei montieren.

    Baut man diese C-STR632 Buchsen aber um 180° rotiert in den Querlenker (dieser Denkfehler ist schnell passiert!), zeigt der Querlenker weiter nach hinten, als mit Serienbuchsen. Und genau danach sieht es bei dir aus.
    Selbst mit Standard-Länge (363 mm) musstest du drücken/ziehen, um das vordere Gummi, Scheibe und Mutter auf die Zugstrebe zu bekommen...

    Gruß, Diddi

  • Zeig doch mal ein Foto von den vorher verbauten Zugstreben...

    didi, hast alles korrekt erklärt aber wären die Buchsen nicht schon im Arsch wenn die seither so verdreht gefahren wurden.?

    Das mal kurz zu kontrollieren IST KEIN Fehler..!

  • Zeig doch mal ein Foto von den vorher verbauten Zugstreben...

    didi, hast alles korrekt erklärt aber wären die Buchsen nicht schon im Arsch wenn die seither so verdreht gefahren wurden.?

    Das mal kurz zu kontrollieren IST KEIN Fehler..!

    howlowcanyougo Dieter, diese C-STR632 Gummis sind von deutlich besserer Qualität als die Standard-Gummis und können entsprechend mehr ab...

    Frage ist aber auch, wie lange das so schon montiert war.

    Schau mal im ersten Beitrag. Die Fotos zeigen den "spannungsfreien Zustand mit Zugstreben auf das Maß der Serienstreben eingestellt (14,25" ~ 363 mm)
    Mit dieser Zugstreben-Länge und Seriengummis im Querlenker, würde die innere Buchse an die Rahmenaufnahme anstoßen und die Strebe nicht nur gerade eben mit dem Gewinde in der Öffnung liegen. Da fehlen laut TE 21,5-2cm...
    Deutet für mich auf falsch eingebaute C-STR632 hin, dass der Querlenker deutlich weniger nach vorne zeigt als mit Seriengummis.

    Die Zugstreben wurden vom TE ausgebaut, weil sich die inneren Gummis zerlegt haben. Laut TE waren außen nur Tellerscheibe, U-Scheibe und Muttern drauf. Kein Gummi. Muss bei Lastwechsel ziemlich geklapper haben... :scream:
    Oder die äußeren Gummis haben sich vorzeitig zerlegt und sind rausgefallen... Wäre durchaus nachvollziehbar, da mit falsch eingebauten C-STR632 deutlich mehr Belastung auf den äußeren Gummis an der Aufnahme am Rahmen lastet...

    Gruß, Diddi

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