Hallo zusammen!
Nach 20 Jahren Pause plane ich einen Mini zu restaurieren UND zum Elektro Mini umzubauen.
Ob das eine besonders schlaue Idee ist bzw. ein Umbau auf Elektro für den ein oder anderen
sogar Teufelswerk ist, darüber kann man natürlich streiten.
Was ich bisher über die Basis zusammengetragen habe:
- SPI von ca. 1988 bis 1992 wäre von der Verarbeitung eine gute Wahl (wenn er gut erhalten ist)
- MPI wäre wegen Airbag, Gurtstraffer etc. nicht so ideal
- ältere Zulassungen (mit Trommelbremse vorne) müßte man wohl aufrüsten
Hat jemand weitere Tipps, was ich bei der Auswahl eines Mini beachten sollte, außer "wenig"
Rost und ein bereits zerlegter Mini ist logischerweise leichter einzuschätzen, als ein kompletter,
bei dem ggf. der Rost mit 2 cm Spachtel kaschiert wurde?
Umbau auf Elektro ist darüber hinaus wichtig:
- Nominal-Leistung des E-Motor sollte nicht größer sein als die des Otto-Motor
- Leergewicht nach Umrüstung nicht signifikant größer als vorher
- Damit der TÜV mitspielt das Regelwerk beachten (ist ja logisch)
- EMV Gutachten kann man "umschiffen" wenn alles CE zugelassen ist
- selbst wenn man alles richtig macht, braucht man wohl einen wohlgesonnen TÜV-Prüfer
Meine Wunschvorstellung wie das Projekt aussieht (als Alltagsauto):
- SPI Ohne Faltdach oder Schiebedach
- komplett restauriert vor Umbau auf Elektro
- Entweder Tesla-Technologie ... über 200KW Peak finde sogar ich etwas gaga, abgesehen davon
dass das Kit dafür seeehr kostspielig wird und als Einzelabnahme vielleicht scheitert
Die Alternative, Mahle E-Motor + Getriebe in den Hilfsrahmen, 1/2 Akkus vorne 1/2 Akkus Kofferraum,
20..30 KW Nominal-Leistung, 20KW/h für eine Reichweite 150..180km vielleicht 200km, in 3 Stunden
geladen und den Kofferraum weitgehend erhalten. Dafür gibt es einen Lieferant, der auch beim
Tüv zur Abnahme Teil der Story ist.
- Die Antriebswellen muss ich mit dem neuen Getriebe zusammenbringen - klingt in meinen Ohren
besser, als das Mini-Getriebe mit dem Elektromotor zu kombinieren.
Anschauungsobjekte und Erfahrungen sind natürlich auch willkommen.
Danke für Euren Input
was ist eine empfehlenswete Basis für eine Restauration / Umbau (Elektro) - was ist dabei wichtig
-
-
Gerade Trommeln wären bei Elektro sinnvoller.
Was für ne Karosse nimmst ist eigentlich egal. SPI/MPI sind halt etwas stabiler dafür rostigerHier hast was zu lesen: Mini mit Elektroantrieb
-
das ist fast wie beim Arzt - zwei mal fragen und schon hat man 3 Thesen (ist nicht böse gemeint)
bisher war der Grundthenor, 1. Scheibenbremsen und 2. mehr Leistung, also modifiziert ... insbesondere bei der Tesla-Story
Trommelbremsen im Aufwind, das ist neu für mich ...
die Tüv-Abnahme liest sich hier auch "viel einfacher" als ich ich mir das vorstellen würde, zumal neulich war ich
mal vor Ort, die Reaktion war in etwa, als würde ich einen Atomreaktor ein den Kofferraum bauen wollen.
darauf zielte meine Frage was ich für eine Karosse nehmen soll - alle Minis die ich bisher (online) angeschaut habe wären SPIs ... -
achso - eine strategische Frage, angenommen ich finde einen Mini, der ohne viel Stress mit Otto-Motor TÜV bekommt
bringt mir das einen Vorteil bei der Abnahme mit Elektro-Motor ... weil schon zugelassen und das bei der Zulassungsstelle
keinen Cache-Overflow verursacht oder kann ich mir das sparen und gleich umbauen, abnehmen und zulassen? -
SPI gibt es erst ab 1991 übrigens 😉 die Scheibenbremse mit dem Bremskraftverstärker erst ab ca 1989. wäre meine Wahl.
-
Hallo,
ich bin genau den Weg gegangen. Ich habe eine gute Basis ohne Motor von 89 (ex-Vergaser, BKV und Scheiben) restauriert. Dann Akku und Motor und modifiziertes Getriebe bei Lorey gekauft (googlen) und eingebaut und dann über Lorey getüvt. Dass der Wagen seit 20 Jahren keinen TÜV gesehen hatte war kein Problem. Die Lösung mit dem Mahle-Motor ist vermutlich der Twizy-Motor mit Twizy-Getriebe in anderer Übersetzung (meine um 1:7 rum).
Die Lösung habe ich verworfen weil der Motor m.E. unterdimensioniert ist und vor allem das Getriebe auch….das ist schon im Twizy als problematisch bekannt…..und in der Mini-Übersetzung kaum zu bekommen. So war mein Forschungsstand vor ca. 3 Jahren. (Such hier mal nach elektro, da findest du etwas mehr über meinen Mini).Sebastian
-
BKV braucht eine Unterdruckpumpe. Bremsen tut bei Elektro hauptsächlich der Motor daher ist ne Trommelbremse nur von Vorteil und du wirst es erleben das diese zurück kommt. Nachdem jetzt auch Bremsstaub zum CO² gehört
-
Bremsstaub gehört zu Partikeln (PN) u d auch nur für neue Typgenehmigungen
Ob mit HU oder ohne ist nicht entscheidend .. Du brauchst eh Absprache mit dem Gutachter und ne Vollabnahme.
Wenn du Karosse nicht schweißen kannst, wäre das der Kern .. welche solide Basis findest du. Findest du diese geht es weiter.
Und für Unterdruck für den BKV .. gibt es unterdruckpumpen. -
… und ich würde dafür auch nen Van / Woody nehmen .. für eine gleichmäßige Gewichtsverteilung der Batterien ..
-
Sorry für OT, es fällt mir nur gerade auf :
Danke Sinjentsmith, dass du dein Anliegen hier nicht einfach in einem Block runter geschrieben hast!
Ich bin bei weitem kein Deutschlehrer aber Absätze und Satzzeichen können so hilfreich sein beim Lesen und Verstehen.
DANKE!

-
hallo Robert, soweit sind wir schon - ich werde für meine Rechtschreibung gelobt - mach so weiter und ich werde rot, danke
-
BKV braucht eine Unterdruckpumpe. Bremsen tut bei Elektro hauptsächlich der Motor daher ist ne Trommelbremse nur von Vorteil und du wirst es erleben das diese zurück kommt. Nachdem jetzt auch Bremsstaub zum CO² gehört
Abwarten, was die Trommelbremsen angeht.
Bis auf VWAG beim MEB (Und da auch nur hinten) ist wohl niemand auf die Idee kommen zurück zu Trommelbremsen.
Und selbst die neuen ID.POLO bekommen wohl Scheiben hinten.
Denkfehler von vielen:
Rekuperieren statt Bremsen funktioniert nicht in allen Zuständen (Draussen extrem kalt, Akku voll...) und dann müssen die konventionellen Bremsen ausreichend dimensioniert sein.
-
Denkfehler von vielen:
Rekuperieren statt Bremsen funktioniert nicht in allen Zuständen (Draussen extrem kalt, Akku voll...) und dann müssen die konventionellen Bremsen ausreichend dimensioniert sein.
Trommelbremsen haben mehr Reibfläche sind in allem der Scheibenbremse überlegen nur in der Wärmeabführung nicht. Bei Mini käme noch das Nachstellen dazu, was bei modernen Trommeln wegfällt.
Nicht umsonst gibt es Weiterentwicklungen bei Trommeln für die Vorderachse. -
Alles anzeigen
Abwarten, was die Trommelbremsen angeht.
Bis auf VWAG beim MEB (Und da auch nur hinten) ist wohl niemand auf die Idee kommen zurück zu Trommelbremsen.
Und selbst die neuen ID.POLO bekommen wohl Scheiben hinten.
Denkfehler von vielen:
Rekuperieren statt Bremsen funktioniert nicht in allen Zuständen (Draussen extrem kalt, Akku voll...) und dann müssen die konventionellen Bremsen ausreichend dimensioniert sein.
Richtig, ich fahre geschäftlich einen ID 3 und bei 50 000 km habe ich bereits die 3. Bremsen drauf. Weil die total unterfordert sind und immer die Wirkung verlieren, weil sie stark verrostet sind. Da sind Trommelbremsen die bessere Wahl, da beim feuchten nasskalten Wetter deutlich weniger Rost entsteht.😉
-
Was bitte machst du? Ich fahre nun den dritten MEB, alle über 60k gelaufen und keiner davon hat irgendwas mit den vorderen Bremsen gehabt.
Aber klar, weil die Trommeln die bessere Wahl sind verwenden die auch alle anderen Hersteller und VW setzt die jetzt auch vorn ein - Oder eben auch alles eher anderes.
-
Aber klar, weil die Trommeln die bessere Wahl sind verwenden die auch alle anderen Hersteller und VW setzt die jetzt auch vorn ein - Oder eben auch alles eher anderes.
Dieses total doofe Argument immer..... Hersteller nehmen das was am kostengünstigsten in der Herstellung ist, nicht was am besten ist. Am Bremsenwechseln verdienen sie ja auch.
-
Sehe ich auch so. Und ganz ehrlich, bei uns fing es von 3 Stunden an zu regnen, der ID steht im Regen und die Bremsscheibe ist schon wieder rostbraun, obwohl ich gestern Aben mit einer Vollbremsung die Scheibe trocken und sauber gebremst habe. Das spricht für die tolle verbaute Qualität. Die Bremsscheiben vom Ford Mustang meines Sohnes zeigen nach dem Winter jetzt leichten Rostansatz.😉
Aber beim Elektroauto ist das Hauptproblem tatsächlich der fehlende Gebrauch der Bremse. Wenn ich mich Regelmäßig zwinge die Bremse feste zu bestätigen, dann fahre ich 300 km ohne wirklich zu bremsen. Die Fußbremse nutze ich dann nur zum stehen bleiben und damit wird die Bremse halt nicht richtig benutzt.
-
Beitrag von warhammer (
14. Februar 2026 um 15:25 )Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht (14. Februar 2026 um 15:26 ). -
Dieses total doofe Argument immer..... Hersteller nehmen das was am kostengünstigsten in der Herstellung ist, nicht was am besten ist. Am Bremsenwechseln verdienen sie ja auch.
... dann sollten sie also mehr Trommelbremsen verbauen, laut allen Infos die ich gefunden habe sind die preiswerter in der Herstellung.
Macht auch Sinn, sonst hätten die billigsten Kleinwagen rundum Scheibenbremsen.
Aber beim Elektroauto ist das Hauptproblem tatsächlich der fehlende Gebrauch der Bremse. Wenn ich mich Regelmäßig zwinge die Bremse feste zu bestätigen, dann fahre ich 300 km ohne wirklich zu bremsen. Die Fußbremse nutze ich dann nur zum stehen bleiben und damit wird die Bremse halt nicht richtig benutzt.
Also wenn ich bei Minusgraden oder mit vollem Akku losfahre, rekuperiert da kaum irgendwas. Alles was dort merkbar bremst ist die herkömmliche Bremsanlage. Die übrigens auch benutzt wird ohne das Du bewusst auf das Bremspedal trittst.
-
Zu einigen der Fragen ganz oben mein Senf, bestehend aus Meinung und/oder Erfahrung:
- Ich wüsste nicht dass Airbag und Gurtstraffer ein Problem darstellten.
- Ich wollte ganz bewusst Trommelbremsen vorne haben, und bereue es definitiv nicht. Problematisch könnte es eher werden, einen neuen auf Trommeln "zurück"zurüsten. Das werde ich wohl noch erfahren.
- Mit 27KW Nennleistung kriegst Du die Räder bis knapp unter 50km/h ans Pfeifen - jederzeit. Ein 100KW-Motor nutzt dir nur, wenn Dein Akkupack und der Regler entsprechend Strom und Spannung herbei schaffen. Also ist Rechnen angesagt, weil das alles kostet Platz, Gewicht, und Geld (über Sinn und Unsinn hab' ich dazu gar nicht erst was geschrieben).
- Meiner hat nach der Umrüstung 30kg WENIGER Leergewicht eingetragen.
- EMV KANN vollständig entfallen (Tag der ersten Zulassung vor einem bestimmten Datum) wenn man einen Prüfer findet der diese Regelung kennt und anwenden möchte.
- Original-Getriebe raus ist unbedingt empfehlenswert.
- Ob der Wagen noch zugelassen ist (oder gar noch TÜV hat), erscheint mir irrelevant. Das gibt eh' eine Vollabnahme und eine Menge Lesestoff im Fahrzeugbrief.
- Machst Du Dir Sorgen um einen "Cash-overfllow" (also nicht "cache"...), dann sei gewarnt: das alles kostet eine Stange Geld.
Wünsche viel Erfolg!
Schelle
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!