Vergaser umbau auf Mpi

  • Kaputter Kondensator an der Zündung, Unterbrecherkontakt, schwergängige Unterdruckverstellung, Nadelventil Schwimmerkammer und Schwimmer abgesoffen hatte ich schon.


    Und wie erwähnt Zündspule und Benzinpumpe, das kommt ja in beiden Welten vor. Wasserpumpe genauso.


    Klar, einiges davon hätte man durch Erfahrung oder verbeugende Wartung verhindern können. Aber Erfahrung bekommt man ja erst mit der Zeit.


    Oh, mir fällt eines ein, was bei den Einspritzern zumindest empfindlich ist: der Unterdrucksensor geht bei Kontakt mit Benzin kaputt.


    Aber ich hatte noch keinen kaputten Wassertemperatursensor, keinen Lufttemperatursensor, keinen Kurbelwellensensor, Drosselklappenpoti, Steppermotor. Letzter höchstens mal schwergängig. Lambdasonde wird meiner Erfahrung nach auch oft getauscht, obwohl die gar nicht der schuldige ist. In der Relaisbox hing mal eins, was die Abschaltung der ECU verhindert hat. Oh, da konnte ich wegen leerer Batterie tatsächlich nicht starten. Und eine Einspritzdüse klebte mal fest nach einer Kompressionsmessung. Wenn man so drüber nachdenkt...


    Kontaktfehler an Massepunkten und an der rosa Sensorversorgung im Motorkabelbaum gab's natürlich auch, aber das ist so ein Fall von "läuft trotzdem".


    Kopfdichtungen natürlich auch...


    Wie gesagt, ich fahre beides, und ich fahre beides gerne. Aber die erhöhte Komplexität einer Einspritzung (und die SPI/MPI sind ja gar nicht sooo kompliziert) macht das Auto nicht automatisch unzuverlässiger. Man muss beide Systeme halt kennen, und Erfahrung hilft. Und die kann man nicht downloaden, wie hier jemand im Footer stehen hat.


    Oh weia, hoffentlich habe ich jetzt mein Glück nicht verspielt und Murphy klopft mal kräftig an die Seitenscheibe... :redface:

  • Wenn man sich die Kategorie "Einspritzer" durchliest, mit zickenden Sensoren, defekten Steuergeräten und der schwierigen Diagnose, sofern kein passendes Diagnosesystem in der Nähe ist, dann wäre eher der Wunsch von MPI auf Vergaser umzubauen nachvollziehbar.

    Kann das gar nicht nachvollziehen ...

  • Jetzt's geht's in schiet über. :laughing:


    Oh, eins hab ich noch vergessen: kaputter Ventilatorschalter für den Kühlerlüfter. Jetzt dürft ihr raten, an welchem Auto. :wink:


    Um mal auf den Fragesteller zurückzukommen: klar ist das eine Überlegung wert, das Auto umzubauen. Aber der Wartungsaufwand und das Ausfallrisiko an nicht-Motor Komponenten bleiben unverändert. Und auch der MPI Motor braucht Ölwechsel und regelmäßige Wartung.


    Und wenn Zeitmangel wegen des Nachwuchses oder warum auch immer das Problem ist, dann ist die Gefahr groß, dass ihm das Projekt über den Kopf wächst. Denn wenn man nicht viel Erfahrung hat und keine gut ausgerüstete Werkstatt, dann bekommt man vermutlich schon bei den Haltern an der Spritzwand für Relais usw. die Pimpanellen. Klar kann man alles mit Kabelbindern festtüdeln, aber dann verschenkt man wahrscheinlich wieder den Gewinn, den man erreichen wollte...


    Dann lieber mal eine große Wartung am Auto so wie es ist, und dabei nicht prophylaktisch die funktionierende Zündspule tauschen. :wink:

  • Ich halte das Vorhaben für sinnlos.

    Die Probleme sind halt andre, aber prinzipiell ist und bleibt es ein altes Auto, mit dem man sich so, oder so, befassen muss.

    Wenn Dein Kumpel, weil er meint irgendwas wird besser, einen MPI haben will, dann wäre es sinnvoller ein ganzes, gutes Auto zu kaufen und durchzutauschen, als eine alte Kiste mit Gewalt zu "modernisieren".


    Gruß. Martin.

  • Ich habe das Gefühl, die Diskussion ist in eine Grundsatzdebatte abgedriftet. Fazit dürfte sein: Aufgrund absehbarem Zeitmangel lohnt sich der Umbau für den Fragesteller vermutlich nicht.

  • Den Umbau halte ich nicht wirklich für zielführend. Es geht ja nur um das Prinzip der Motorsteuerung und da gibt es eine Menge Dinge, die beim Mini mehr Probleme machen und Zeit kosten.


    Fraglich ist neben der Elektronischen Zuverlässigkeit ja auch vor allen die mechanische Zuverlässigkeit des (gebrauchten?) Spender-MPI.


    Wenn der Vergasermotor jetzt ansich gut läuft, würde ich alles, was potentiell Ärger machen kann, als Ersatzteile ins Lager legen. Bereits abgestimmter Vergaser, Zündanlage, Flüssigkeiten, Filter. Bei Problemen dann einfach die Verdächtigen Teile großflächig tauschen und die genaue Fehlersuche erfolgt später, wenn Zeit dafür da ist.


    Ansonsten doch einfach für die nächsten 2 Jahre irgendwas anderes kaufen, leihen, leasen, um von A nach B zu kommen. Vermutlich günstiger als ein brauchbarer Spender-MPI.

  • Nein, das macht keinen Sinn.

    Der Rahmen ist nicht baugleich, es fehlen die Aufnahmen für den Frontkühler des MPI

    Der Kabelbaum ist komplett anders, und auch anders verlegt

    Ja, es ist ein mega Aufwand wenn man es vernünftig machen will.

    Dazu sollte man dann aber auch einen kompletten MPI zum schlachten haben, sonst wird es unbezahlbar.

    Sinnvoller wäre dann, sich einen MPI Mini in vernünftigen Zustand zu kaufen und den Vergaser Cooper zu verkaufen.

    Ansonsten ist auch ein Vergaser Cooper ohne Wartungsstau, für das Hobby Mini, bestens geeignet.


    Bis später...

    Faxe

  • Um dem Themenersteller noch zu helfen.

    Lass den Mini original, warte ihn korrekt und du hast deine Freude. Umbau auf MPI lohnt nicht. Da kannst viel Wartung machen vom Aufwand her.

  • Es ist die rede von einem Vergaser Cooper, der hat kein Unterbrecher und Kondensator. Und Hiff vergaser neigen eigentlich nie zum Absaufen.

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