Motoreinfahren auf dem Motorprüfstand

  • Moin,


    mein neuer Motor ist bald fertig. Da ich alles neu gemacht / umgearbeitet habe, muss das Ganze sauber eingefahren werden. Hier gibt es natürlich diverse Empfehlungen und Meinungen, vom Heiß einfahren (keine Option) über 500km bis hin zu 5000km etc. Dazu kommt noch "break-in" der neuen Nockenwelle direkt beim ersten Start gegenüber nicht "pi mal daumen eingestellt" laufen lassen, etc.


    Daher wäre es doch eigentlich optimal den Motor auf einem Motorprüfstand unter absolut kontrollierbaren Bedingungen "einzufahren", und das auch gleich von einem Profi machen zu lassen.

    Kennt Jemand einen entsprechenden Spezi? Oder ist ein entsprechender Motorprüfstand in D nicht verfügbar und man muss es auf dem nächstbesseren, der Rolle, machen? Auch hier sollte der Bediener sich ja mit dem Minimotor auskennen, grade da dieser modifiziert ist. (1293 A+ Vergaser)

    Der Wagen bekommt Öldruck-, Öltemp-, Wassertemp- und AFR-Anzeige, was schonmal helfen dürfte.

    Tipps / Erfahrungen? :smile:

  • Hat schon eine Straßenzulassung, und auf der Straße einfahren ist natürlich eine Möglichkeit unter vielen.

    Aber vlt. gibt es ja auch die evtl. bessere Möglichkeit das konzentrierter und kontrollierter auf einem Prüfstand zu machen :)

  • Es gibt doch irgendwo ein Thema zum Mini einfahren🙄...auf einer Mini-Fan-Seite glaube ich. Oder das steht in nem Minibuch drin...bin mir Grad nicht sicher😳.


    Finde im Netz nur was zum BMW-Mini einfahren, was ich etwas komisch finde🤨.

  • Prüfstand wäre auf jedenfall die schlechtere alternative. Auf der Straße wird der Motor in verschiedenen bereichen gefahren sowas kann man nicht simulieren

    Mit Motorprüfstand meine ich einen der auch eine variable Last hat. Damit kann man dann ja auch alle Bereiche simulieren. Oder verstehe ich Dich falsch?

  • "very old hat" 😋 Die Briten werden es wohl wissen👍.

    Hast du es mal gelesen?


    Das, was er schreibt, hat mit den heute noch oft propagierten Verfahren, die auf den Einfahr-Vorschriften von vor 40-50 Jahren basieren, nichts mehr zu tun... :wink:

    Und der Mann baut seit vielen Jahren Mini-Motoren, vom heißen Renner bis zum Standard-Motor... :wink:


    Gruß, Diddi

  • ...und mir das schönste Zitat rausgesucht😉!

  • Hier... https://www.calverst.com/techn…o/running-in-new-engines/ ...kannst du mal nachlesen, was ein englischer, erfahrener Mini Motorenbauer und Tuner dazu schreib... :wink:


    Gruß, Diddi

    Jo den kenne ich, sicherlich eine der "bequemeren" Methoden, weil schnell :) Und Sinn ergibt das auch.

    Auf der anderen Seite gibt es genauso viele erfahrene Minimotorenbauer die das Gegenteil, nämlich langsames einfahren, alle 100 km das Drehzahllimit um 500 u/min erhöhen bis man bei der gewünschten maximaldrehzahl ist etc. Und deren Schilderungen ergeben genauso Sinn.

    Mit geht es auch weniger um das richtige Einfahren auf der Straße, dazu gibt es hier auch einen Thread meine ich, sondern darum ob jemand einen Motorprüfstand mit Last etc. kennt auf dem man einen Motor optimal einfahren kann.

    Inspiriert wurde ich durch dieses sicher bekannte Video:

    Video ab 3:39:56

  • "Befürchtenswerterweise" könnte diese Frage des richtigen Einfahren eine ähnliche Dynamik entwickeln wie die richtige Ölsorte oder Oktanzahl.


    Vielleicht ist aber noch eine Abwendung möglich, wenn ein wie auch immer definiertes Ziel angepeilt wird.


    Daher die Fragen:

    Geht es lediglich um die "richtige" Behandlung eines neuen Antriebs für den Straßenflitzer?


    Handelt es sich um eine technische Frage, nach der Art, ob die Angaben der alten Automobilhersteller zum Einfahren eines Neuwagen noch gültig sind?


    Soll der Antrieb optimal eingefahren werden, weil es hinterher auf die letzte 100tel Sekunde ankommt?

  • Wir waren mal bei AVL-Schrick in Remscheid um uns den Laden da mal anzusehen. Die haben eine Unzahl von Motorprüfständen, die immer rund um die Uhr belegt sind. Auf einigen von denen können sogar Straßenverhältnisse nachgebildet werden. Als wir da waren hatte Porsche dort einen GT3-Rennmotor in der Simulation der Nürburgring-Nordschleife. Da wird der Motor in allen Freiheitsgraden gekippt, so dass das Öl entsprechend der Beschleunigung in Realität verschoben wird. Der Motor wird dabei um 90° gedreht, was also 1g = 9,81 m/s² bedeutet.


    Gegen Einwurf entsprechenden Kleingelds wird sich Schrick sicherlich dazu breit schlagen lassen, deinen Motor nach deinen Vorgaben laufen zu lassen.

    In der ganzen Tierwelt gibt es nur den Mensch, der dem Affen am nahesten kommt.

  • "Befürchtenswerterweise" könnte diese Frage des richtigen Einfahren eine ähnliche Dynamik entwickeln wie die richtige Ölsorte oder Oktanzahl.

    Welches ist das richtige Einfahröl und geht das auch mit E85er Plörre wegen Umweltschutz (also lokal, nicht in Südamerika, wo das 'E' herkommt) ? :biggrin:


    Quote


    Der Motor wird dabei um 90° gedreht, was also 1g = 9,81 m/s² bedeutet.

    Aha....simulieren die einen auf der Seite liegenden 11er? Interessant...

    Auch an der NOS gibt es Schwerkraft. Leider.

    1g quer bedeutet also 45°.

    Selbst in der F1 schaffen die 'nur' Querbeschleunigungen von bis zu 4g. Was respektable 75° wären.


    (Übrigens...hier Tesla und der Roadster mit Düsenantrieb...es kursieren ja die tollsten Ideen, dass der Hobel angehoben werden soll. Wieso das denn? Ich gehe davon aus, dass die Düsen nach unten gerichtet den Anpressdruck erhöhen werden)

  • Aha....simulieren die einen auf der Seite liegenden 11er? Interessant...

    Auch an der NOS gibt es Schwerkraft. Leider.

    1g quer bedeutet also 45°.

    Selbst in der F1 schaffen die 'nur' Querbeschleunigungen von bis zu 4g. Was respektable 75° wären.

    Vermutlich wird der Motor nur auf der Hochachse schnell gedreht, um zu simulieren wo das Öl in der Kurve liegt. Also wie bei einem Drehteller für den Frühstückstisch.

  • Ich schrieb GT3-Motor, ohne den 997, oder wie auch immer die aktuelle Bezeichnung des 911 gerade ist, daran hängend. Wie kommst du auf 45°? Wenn ich einen Klotz um 90° drehe ist g immer noch nach unten und nicht schräg davon. Und ja, der laufende Motor sitzt in einem Drehgestell, dass sich nach allen Seiten drehen lässt. Wenn ich mich recht erinnere war die Simulation die dreifache Länge eines 24h-Rennens, ging also über drei Tage, wenn mich Adam Ries nicht verlassen hat. Und mehr als 1g geht auf diesem Prüfstand eben nicht, ist aber bis auf Ausnahmen genügend.


    Ahh, nach ein bissi Überlegen schnalle ich, was gemeint ist. Nein, die laterale Beschleunigung ist immer der Sinus des Winkels, also bei 90° ist das 1*g, bei 45° der sin45°*g usw.

    In der ganzen Tierwelt gibt es nur den Mensch, der dem Affen am nahesten kommt.

    Edited 2 times, last by theRocker ().

  • An den Threadstarter,......


    Du siehst wo es hinführt......eigentlich kannste alles vergessen.

    Den Konstruktiv simplen und steinalten Eisenhaufen überhaupt wieder zum Leben zu erwecken.


    Was für ein Geschisse,...entweder der Funzt mit dem eher "milden Tuning" und zu erwartenden Leistung im Normalbetrieb ( Auf der Strasse) oder nicht.

    Glaubst du/ihr im Ernst dass selbst heutige überaus komplexere Serien-Motoren großartig eingefahren werden müssen ?!



    Ein Freund der bei Audi in der V8 Motorenentwicklung arbeitet ( Verantwortl. Ing. ) sagt immer

    ab Werk Vollgasfest.


    just my 2 cent,s


    rock on...

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