Neuer Achschenkelbolzen abgerissen

  • Hallo Mini Gemeinde!


    Folgende Mail ging an die Werkstatt




    Hallo Sebastian



    Sorry, ich störe dich ungern in deinem, mit Sicherheit, verdienden Urlaub.

    Aber die Ümstände erforden es das ich dich Informiere


    Wie ich dir gestern schon in einer kurzen SMS geschrieben habe, ist mir der linke Achsschenkelbolzen gerissen, gebrochen.

    100 Meter nach einem Stopschild, bei ca. 40 Km/h plötzliches ziehen nach links über die andere Srassenseite

    auf den Bürgersteig. Mutter mit Kind ca. 20 Meter entfernt. Alle hatten Glück gehabt. Keine Personen auf dem Bürgersteig,

    kein Gegenverkehr, kein Parkendes Auto etc. Vorher abschüssige, kurvenreiche Landstrasse mit 60 Km/h

    Ich könnte dir heute wohl nicht schreiben wenn es in einer anderen Situation passiert wäre.

    Arag hat den Mini dann nach Illingen zum H.... u. P...... gebracht, wußte nicht ob bei dir das Tor offen ist.

    Die Schäden am Mini halten sich Gott sei Dank in Grenzen. Kotflügelverbreiterung abgerissen, Reifen hat Schleifspuren und eben das def. Traggelenk.

    Habe natürlich Informationen eingeholt was die Ursache gewesen sein könnte.

    RUFE mich bitte SOFORT an sobald du wieder aus dem Urlaub zurück bist. Die Situation erlaubt keinen Aufschub.

    Wir werden ein vernünftiges Gespräch führen und sehen wie es weiter geht. OK?

    Liebe Grüße

    alfred

  • Ratschlag: Auf jeden Fall alle von ihm eingebauten Achsschenkelbolzen /Free ball joints austauschen lassen.

    (Qualitätsware) ....es liegt nahe dass der Verbauprozess nach dem gleichen Schema ablief.


    sonnst schaltet sich dein Kopfkino nicht aus.......es gibt ja 3 weitere Achsschenkelbolzen....neben dem gebrochenen.


    *Crack,s* schleifen den Lagersitz des Bolzens mit Ventileinschleifpaste auf den Muttern ein.....somit ergibt sich ein volleres Tragbild und

    der "Setzvorgang" ( wie oft erwähnt wird ) entfällt.


    zunächst Schwergängig nach Einlaufen dann i.O. ist eine Definition die nicht jeder Monteur / Schrauber sicher beherscht.


    Lenkradrückstellung muss funktionieren !



    wünsch dir Erfolg in der Sache.

  • *Crack,s* schleifen den Lagersitz des Bolzens mit Ventileinschleifpaste auf den Muttern ein.....somit ergibt sich ein volleres Tragbild und

    der "Setzvorgang" ( wie oft erwähnt wird ) entfällt.

    Das meinte ich oben mit dem Zusätzlichen Aufwand, aber er lohnt in jedem Fall!

    Adding power makes you faster on the straights. Subtracting weight makes you faster everywhere. (Colin Chapman)

  • Was sich bei mir bewährt hat: Einschleifen, beim Einstellen mit der 1 1/2" Nuss mit dem Schlagschrauber anziehen (sind sicher 180 - 240 Nm, aber für die Verschraubung kein Thema), 9/16" flachen Ring auf den Gewindebereich des Bolzens stecken. Der Bolzen muss aus dem Handgelenk in alle Richtungen beweglich sein, ohne den Schlüssel nicht.


    Bei regelmäßigem Fetten, halten die Bolzen mind. 30tkm

  • Mich wunderts, dass erst auf Seite 2 das Einschleifen erwähnt wird. Wer einmal versucht hat, ein Kugelgelenk aus der Packung heraus zu montieren, egal ob gefettet oder nicht, weiß dass das nicht gut gehen kann.

  • Eben nicht. Das Tragbild der Kugel ist so ungleichmäßig, dass man, um kein Spiel zu haben, das Gelenk fester einstellen muss. Es gibt aber Stellen, die sind dann zu fest. Und das macht der nur begrenzt oft mit. Denn Schmierung findet an diesen Stellen auch keine statt.

  • Ok, das wäre eine andere, falsche Methode.

    Einschleifen, alles andere ist Murks. Mit dem Akkuschrauber dauert das 15 Minuten, inkl. Schmiernut dremeln. In Summe eine Stunde, das ist bezahlbar.

  • Mini-ster

    Diese Feststellung ist so kategorisch vorgenommen falsch.

    Abgesehen davon, daß beim Einschleifen eine Oberflächenhärtung beschädigt wird, gibt es defintiv Kugelbolzen , die ab Hersteller perfekt sind.

    Diese waren auch im deutschen Markt mindestens bis 2018 cirka 10 Jahre lang frei verfügbar.

    Möglicherweise waren sie in den vergangenen 4 Jahren am deutschen Markt nicht direkt verfügbar, aber mit einigem Rechercheaufwand sicher zu beschaffen.

    Dieser Widerspruch ist nötig, um jene nicht zu entmutigen, die bereit sind, diesen Rechercheaufwand zu betreiben, um in den Besitz selbiger Qualitätsteile zu kommen.


    Andreas Hohls

    Alle Beiträge verstehen sich als rein sachliche Aussage und tolerieren Meinungen und Vorlieben eines Jeden, auch wenn sie konträr entgegenstünden.

  • Andreas Hohls

    Das mag sein, jedoch hatte ich solche noch nie in der Hand, weder selbst bestellt (immer über deutsche Minihändler) noch bei anderen Minifahrern. Bei Fahrwerksteile und INSBESONDERE bei diesen Kugelbolzen spielt und spielte bei mir Geld keine Rolle.

    Damit möchte ich nicht abstreiten, dass es sie gegeben hat oder vereinzelt noch gibt.

    Als Kunde kann ich beim Händler nachfragen, ob er noch welche von diesen hochwertigen Kugelbolzen hat. Wenn die Antwort jedoch negativ ausfällt, oder sogar positiv, sich die aus Sicht des Händlers hochwertige Ware jedoch als 0815 herausstellt, was dann? Zurückschicken und so lange bestellen, bis man die Nadel im Heuhaufen gefunden hat?

    Die Bestände der hochwertigen Teile dürften endlich sein, somit kommt man kaum drum rum, die verfügbaren Teile anzupassen.


    Sollten tatsächlich noch irgendwo diese hochwertigen Kugelbolzen lagernd sein, nehme ich sofort 2-3 Sätze, die reichen mir dann bis ans Lebensende.

  • wishbone & MINIster

    Als es probelematisch wurde mit der Qualität.....


    wishbone : Ein Testverfahren ist, den Kugelbolzen trocken in die Überwurfmutter einzusetzen und diesen dann mit den Fingerspitzen in verschiedenen Positionen hin und herzudrehen.

    Gute Kugelbolzen 'laufen' ganz weich. Somit kann es auch nicht vorkommen, daß ein in einer Position eingestellter Kugelbolzen nach wenigen Metern Fahrt und Bewegung dann plötzlich wieder ganz anders ist, da eben ein anderer Teil der 'Fläche' in Aktion. 'Präzise Fertigung lautet das Stichwort'


    wurde von einer deutschen Firma eine Testreihe durchgeführt.

    Muster von allen Vertreibern und Herstellern eingekauft und mit entwprechender (Bild-)Dokumentation und Reporten zunächst einer Sichtkonktrolle unterworfen.

    Schon danach wurde die große Anzahl der Testkandidaten eun deutlich viel weniger eingedampft.

    Die verwendeten Gummikappen, die Vorduckfeder des unteren Kugelkolzens................diverse Aspekte 'verrieten' gleiche Herstellungen.


    Und dann kamen die Testmontagen in einem qualifizierten Mini-Meisterbetrieb, sowie die jeweiligen Kontrollen nach Probefahrten.

    Am Ende blieb nur 1 Type übrig von einem Grossisten, der für Minis unter verschiedenen Artikelnummern gleich 3 verschiedene Sätze verkaufte, aber eben nur 1 guten Satz.

    Da dieser Grossist wieder bei einem Hersteller fertigen ließ --dem Anschein nach ein ehemaliger Hersteller für UNIPART-- mußte immer eine komplette Charge abgenommen werden.

    Das war eine Größenordnung von irgendetwas zwischen 500 und 1.500 Satz, was eben viele Händler abschreckt, weil es ein hoher finanzieller Aufwand -gebundenes Kapital- für nur 1 von mehreren tausend Artikeln ist.

    Hinzukommt das Umverpacken der gelieferten Sätze, denn den ganzen Aufwand zuvor möchte natürlich niemand gern 'verraten' wissen.

    Oder noch besser, der Hersteller fertigt dann nicht 1.500 sondern 2000 und platziert die restlichen 500 am freien Markt.

    Das muß alles mit bedacht werden, was viele Händler abschreckt.


    Ob also diese Einkaufsstrategie heute noch fortgeführt wird ist unbekannt.

    Tatsächlich könnte aber jeder Händler diesen Weg erneut beschreiten. Zur Not von Anfang an.


    Dieses nicht zur Besserwisserei, sondern als Beispiel, daß der Markt schon zu einem Teil auch selbst bestimmt, was er an Qualität vorhält.

    'Markt' heißt dann alle Teile der Handelskette vom Hersteller bis zum Anwender.


    Auch aus Fernostfertigungen kommen viele Anbieter wieder zurück. Überraschung.


    Ein Markt mit nur Murks auf dem Tresen macht tatsächlich keinen Spaß. Niemandem.


    Andreas Hohls

    Alle Beiträge verstehen sich als rein sachliche Aussage und tolerieren Meinungen und Vorlieben eines Jeden, auch wenn sie konträr entgegenstünden.

  • "Ein Testverfahren ist, den Kugelbolzen trocken in die Überwurfmutter einzusetzen und diesen dann mit den Fingerspitzen in verschiedenen Positionen hin und herzudrehen..."
    Danke, werde ich mir merken.
    Dann müsste man im Zweifel ja aber doch wieder nach bessern suchen...

    Lars

  • Was immer hilft ist ein Sprachkontakt zum Händler, keine Onlineoperation.

    In diesem Gespräch --und da ist persönlich besser als E-Mails hin und her-- den Händler genau danach fragen:

    "Wenn ich die und die Operation, jenen Test durchführe, wird sich das Material dann auch so und so verhalten ?"


    Kann diese gewählte Quelle das nicht beantworten oder will es gar nicht beantworten, dann daraus Schlüße ziehen.


    Das hört sich scheinbar nach viel Aufwand an, da man sich an Geschäftszeiten halten muß und nicht um 23.00 Uhr 'noch mal eben...', aber 2-3 Mal zurückschicken nach erfolglosem Unterfangen in der heimischen Garage ist sicher auch nicht effizienter und schon gar nicht erfreulich.


    Andreas Hohls P.S.: Und bei den Gummiteilen müssen es die dünnen Gummis sein. Die, die billig aussehen sind richtig. Die dicke Version, die handfest aussieht, die bricht im Gebrauch und läßt Wasser hinein. Das ist alles kein Hexenwerk, nur praktische, handwerkliche Erfahrung.

    Alle Beiträge verstehen sich als rein sachliche Aussage und tolerieren Meinungen und Vorlieben eines Jeden, auch wenn sie konträr entgegenstünden.

  • Und noch ein Nachsatz, da u.U. sonst mißverständlich :


    --Die Prüfung, wie der trockene Bolzen im Überwurf 'läuft' , kann natürlich am allerbesten in der Hand erfolgen, nicht am Fahrzeug.


    --Und 'nein', nicht alle anderen waren kompletter Ausschuß, aber nur bei einem Satz stimmten alle Aspekte. es gab auch noch 2-3, wo das Urteil u.U. lautete :

    'Geht so'


    P.S.: Die Schreibfehler der Vorbeiträge bitte nachzusehen. Etwas wenig Zeit.


    Andreas Hohls

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