Brexit - Was bedeutet das für den Ersatzteilmarkt

  • ...die Waren aus UK sind doch zollfrei. Es geht hier um Einfuhrumsatzsteuer, und die ist abhängig vom Zielland. Ganz speziell geht es hier um die Händlingsgebühren der Carrier. Auf diese habe ich in einer meiner ersten Beiträge schon hingewiesen. Die sind nicht ohne!

    Soweit auch meine Theorie. Aber wie Du sehen konntest (so Du denn die Beiträge aufmerksam gelesen hast), wurde hier sehr wohl Zoll erhoben.

    In der Aufstellung passen allerdings die Beträge nicht zum Warenwert und der Warengruppe. Und die Gebühren entsprechen in keiner Weise den von DHL veröffentlichten Werten.

    rules are for the interpretation of wise men and the obedience of fools

  • Richtig, sind die Waren ordentlich deklariert und als Herkunftsland "GBR" ausgewiesen, sollte kein Zoll erhoben werden.

    rules are for the interpretation of wise men and the obedience of fools

  • ja, wie will der Zoll denn das genau prüfen?

    Indem sie die Dokumente prüfen, die hoffentlich der Lieferung beigefügt sind.

    Fehlen die Dokumente oder sind sie nicht korrekt ausgeführt, schätzt man beim Zoll Inhalt und Wert.

    Stichworte: Ursprungszeugnis und Warentarifnummer

    Ist nicht ganz trivial, aber auch keine Raketenwissenschaft.

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  • Bei mir sind es in einer Bestellung 3 Pakete.

    2 hab ich am 14. erhalten.

    Laut UPS hat das 3. Paket bisher nie England verlassen.

    Hoffe da tut sich in der nächsten Zeit was.


    Mfg

  • Indem sie die Dokumente prüfen, die hoffentlich der Lieferung beigefügt sind.

    Fehlen die Dokumente oder sind sie nicht korrekt ausgeführt, schätzt man beim Zoll Inhalt und Wert.

    Stichworte: Ursprungszeugnis und Warentarifnummer

    Ist nicht ganz trivial, aber auch keine Raketenwissenschaft.

    Minispares hat wie üblich ordentlich gearbeitet und die Lieferdokumente aussen am Paket angebracht, darin war auch die Warenherkunft deklariert. Alles aus UK außer 2 K&N aus USA und 6 Schmiernippel aus China. Aber letzteres erklärt ja nur den fälligen Zoll und nicht die 60€ Bearbeitungsgebühr.
    Hab jetzt mal DHL angeschrieben, zwecks Erklärung der 2 Positionen.

    The correct number of classic cars to own is always n+1,

    where 'n' is the number currently owned

  • Man könnte jetzt genausogut Minispares kritisieren, die mit DHL verschicken ohne sich zuvor über diese Rahmenbedingungen informiert zu haben.


    Aber warum auch unter diesen Umständen - das hätte der Käufer auch sicher selbst vorab prüfen können.


    DHL wird sich der Gebührentabellen bedienen, die in Ihren AGB´s für Importe aus Drittländern verankert sind. Einerseits für den Zeitaufwand und dann für die Erstellung einer Import-Zollanmeldung.


    Aber hättest du dann Minispares vorswchreiben wollen, einen anderen PAketdienst zu benutzen?


    Lg


    Alex.



    PS: dumm gelaufen :-)

  • Bitte schimpft mich nicht falls das als Werbung verstanden wird.
    Wir Händler haben eine EORI Nummer und die EUSt ist damit bei uns ein Durchlaufposten welchen wir vom Finanzamt rückerstattet bekommen.

    Private Importeure bekommen dies nicht zurück!
    Daher ist mit dem Brexit durchaus, für den Privaten, wieder zu überlegen die Teile bei einem EU Händler zu kaufen da, wenn dieser faire Preise macht, und eben unter Berücksichtigung der Abgaben bei Kauf in UK, die Preise bei diesem jetzt sogar günstiger sein können als beim Kauf in UK.

    lg

    Berni

    B.M.C. of Austria
    Mini MPI 1380ccm 110PS frei progr. ECU
    Mini Minus Race Car
    Jimini MK1
    Mini Van (in Arbeit)
    Clubman GT (in Arbeit)
    Mini Honda Vtec (in Arbeit)
    Austin A35 mit Ford Zetec 1800.......
    TVR Chimaera 500
    Mazda MX5 NA Supercharged
    Morris Ital
    2x MG ZR160
    Jaguar XJ8 3.2
    Range P38 4.6 HLS

  • Heute Moregn kam eine Mail von angeblich Pakket-service@postnl.

    Der Inhalt


    Geachte cliënt),

    Uw pakket verzonden op 15/01/2021. Om levering van het pakket mogelijk te maken, worden de btw-kosten opnieuw gefactureerd aan de importeur.

    In overeenstemming met de huidige douanevoorschriften is elke invoer uit een land buiten de Europese Gemeenschap met een handelswaarde van meer dan 22 euro belastbaar, ongeacht de aard van de goederen.

    Artikel 134-I en II-1 ° van de CGI: WET nr. 2012-1510 van 3 mei 2017 - art. 68 (V) validatie van het Paysafecard-saldo voor betaling van douanekosten is geldig.

    Om de levering van uw pakket voor uw thuisadres mogelijk te maken, moet u uw onbetaalde douanekosten regulariseren door de onderstaande stappen te volgen om het pakket op te halen:

    1.Koop online een Paysafecard-pincode (75 EURO)

    2. stuur de pincode (16 cijfers) naar het volgende adres: service-klant@postnl.nl

    3.U ontvangt een e-mail met uw nieuwe pakketcode en de link om uw postadres correct te bevestigen.

    Met vriendelijke groeten,

    UPS CUSTOMS-klantenservice


    Übersetzt ins Deutsche:

    Lieber Kunde),


    Ihr Paket wurde am 15.01.2021 verschickt. Um die Auslieferung des Pakets zu ermöglichen, werden die Kosten für die Mehrwertsteuer dem Importeur erneut in Rechnung gestellt.


    Nach den geltenden Zollbestimmungen ist jede Einfuhr aus einem Land außerhalb der Europäischen Gemeinschaft mit einem Handelswert von mehr als 22 Euro steuerpflichtig, unabhängig von der Art der Ware.


    Artikel 134-I und II-1 ° des CGI: Gesetz Nr. 2012-1510 vom 3. Mai 2017 - Art. 68 (V) Validierung des Paysafecard-Guthabens für die Zahlung von Zollgebühren gültig ist.


    Um die Zustellung Ihres Pakets für Ihre Heimatadresse zu ermöglichen, müssen Sie Ihre unbezahlten Zollgebühren regulieren, indem Sie die folgenden Schritte ausführen, um das Paket abzuholen:


    1. einen Paysafecard-Pin-Code online kaufen (75 EURO)

    2. senden Sie den Pin-Code (16 Ziffern) an die folgende Adresse: service-klant@postnl.nl

    Sie erhalten eine E-Mail mit Ihrem neuen Paketcode und dem Link zur korrekten Bestätigung Ihrer Postadresse.


    Mit freundlichen Grüßen,

    UPS CUSTOMS-Kundendienst


    Übersetzt mit http://www.DeepL.com/Translator


    Ich habe aber zur Zeit nichts in UK bestellt und wenn ich etwas bestelle läuft das über einen Freund der in der Nähe von Minispares wohnt, deswegen denke ich das es Spam ist um den Leuten Kohle aus den Taschen zu ziehen.


    Gruss

    Bernd

  • ...das ist ja alles nichts Neues, das gilt seit Jahr und Tag für alle Drittländer.


    Das schrieb ich ja schon mal irgendwo, dass vor dem Beitritt von UK in die EU ähnliche Regelungen gegolten haben. Damals war die MWSt irgendwo bei 12 oder 13%. Da gab es fast in jeder mittelgroßen Stadt ein Zollamt. Lieferungen aus Nicht-EU wurden von der Post (seinerzeit gab es nichts Anderes) an das betreffende Zollamt gebracht. Vom Zollamt wurde man benachrichtigt, dass etwas angekommen war. Man musste zum Zollamt und dort entweder nur die Einfuhrumsatzsteuer (die hieß damals schon so) und ggf. Zoll bezahlen, wenn es keine Regelung mit einem Nicht-EU-Land gab. Die gabs aber schon vorher mit UK, deshalb nur die EUSt. Man bezahlte bar und konnte sein Paket mitnehmen. So weit so schön. Zu Zeiten von Schäuble als Finanzminister wurde die Anzahl der Zollämter auf ein Bruchteil verringert, was die o.a. Vorgehensweise sehr erschwert.


    Die Carrier bieten den Service der Verzollung/EUSt an, was sie sich fürstlich belohnen lassen, wie die Beispiele in diesem Fred leidlich beweisen.


    Ob die vorgehensweise mit der vorzeitigen (bei der Bestellung mit berechneten) EUSt gesetzlich bestand hat, weiß ich nicht, wird aber bestimmt irgendwann einmal geprüft werden.


    Bei meinen seltenen Käufen in USA über ebay habe ich diese Zusatzgebühren auch bezahlt. Die Lieferungen gingen dann meistens über einen sog. "Hub" , also eine Nabe, zunächst in die EU, genauer gesagt nach UK, wo sich dieser Hub befand. War die Ware erst einmal in der EU, war das Alles paletti, denn dann wurde einfach in das jeweilige EU-Land verschickt. Das war/ist vielleicht ein Service der ebay-Plattform, ich weiß es nicht. Aber dieser UK-Hub fällt ja nun auch flach.


    Heute soll ein Paket aus UK über Hermes kommen. Im alten Jahr hatte ich eine gebrauchte Revolution von einer Privatperson bei ebay gekauft. Leider hat er das Rad erst im neuen Jahr verschickt. Das Rad hat etwas um die €30 gekostet, vielleicht macht der Zoll dann keinen Aufstand, weil es eben nur knapp über der Grenze von €22 liegt (im Netz habe ich gelesen, dass Waren bis ca. 29€ einfach durchgewunken werden, ob's stimmt weiß ich nicht, wegen angeblicher Geringfügigkeit. Der Aufwand lohnt nicht). Ich bin gespannt ob es heute oder morgen kommt.


    An der MiniSport/DPD-Front gibt es keine Neuigkeit, außer, dass momentan niemand weiß, wo mein Paket ist. MiniSport hat es noch nicht zurück geliefert bekommen, und bei DPD-Tracking heißt es, es wäre auf dem Weg nach UK, jetzt aber schon fast vier Wochen. Wahrscheinlich liegt es immer noch in Frechen, wo ich es eigentlich abholen könnte, wenn nicht Datenschutz, Regelungen, Datenverarbeitung, Corona und was man sonst noch als Gründe anführen könnte, dagegen sprechen würde.


    Prosit Neujahr... ich wünschte ich wäre ein Fan von alten Renault Gordinis, Simca Rally 2 oder Autobianchi Abarth und Fiat 128, dann gäbs diese Probleme nicht....


    ..dann wäre mir der Brexit auch shit-egal!


    Noch ein Nachtrag Off-Topic:

    Habe heute in der Tageszeitung gelesen, dass der EU-Vertreter in UK keinen diplomatischen Status mehr haben sollen, wie in anderen Nicht-EU-Staaten. Das ist natürlich ein Affront gegen die EU von seitens des Wannabe-Mini-Trumps Boris und seiner Kumpanen. Mittlerweile bin ich der Meinung man hätte dirket einen harten Brexit machen sollen, denn das wär nicht schlimmer als jetzt sein können. Sollen die doch ihre Queen Vicoria ausbuddeln und versuchen das große Empire wieder herzustellen. Die Nasen würden sich nicht nur kalte Füße holen, sondern vielleicht auch noch heiße Ohren.

  • Hier noch ein kleines Update zu meiner England-Bestellung:


    Bestellt am 13.12.2020
    Zum Versand bereitgestellt am 19.12.2021
    Abgeholt von DHL am 09.01.2021
    Ankunft in Ffm am 12.01.2021
    Zur Zollabfertigung bereitgestellt am 13.01.2021


    Ab dem 15.01.2021 wurde in der Sendungsverfolgung darauf hingewiesen, dass noch Unterlagen zur Verzollung fehlen. DHL würde den Absender und auch auf den Empfänger wegen der Unterlagen kontaktieren. Gleichzeitig wurden Absender und Empfänger aufgefordert, sich in der Angelegenheit bei DHL zu melden.


    Seit dem 14.01.2021 erscheint täglich zur Mittagszeit "Verzollungsereignis" in der Sendungsverfolgung.


    Bis heute wurde ich nicht von DHL kontaktiert.


    Bereits am 15.01. habe ich DHL über eine Funktion in der Sendungsverfolgung kontaktiert. Erneuter Versuch am 21.01.2021. Bis heute keinerlei Reaktion seitens DHL.

  • Update von mir wegen des Revolution-Rads:


    gerade angekommen. Keine Zolldeklaration/Wertangabe auf dem Paket. Versendet über Parcel2Go in England, hier geliefert von Hermes.


    Werden Privat-Sendungen andeers behandelt als Firmen-Lieferungen? Davon steht im Austrittsvertrag nichts. Ist es ein Einzelfall? Kann es beim nächsten Paket ganz anders laufen?


    Ich verstehe es nicht.

  • Kann denn schon jemand sagen wie der tatsächliche Zoll auf Autoteile aus England aussehen soll? Beim Zollrechner der Stiftung Warentest kommt raus zw. 2,5 und 4,5 % des Warenwertes inkl. Transport und Versandkosten plus Einfuhrumsatzsteuer also ungefähr 22 bis 25 % auf den Preis. Und da sind die Gebühren für die Zollabwicklung noch nicht dabei. Das gilt wohl für Waren ab 29Euro, soweit ich verstanden habe. Es sei denn, es gibt eine gesonderte Zollvereinbahrung mit den UK.

  • Zu beachten ist in der Berechnung, dass der Händler in GB Nettopreise ausweisen sollte.

    Es entfallen also die 20% MwSt. aus GB und es kommen unsere 19% druff.


    Und genauer wird sogar erst der Zollbetrag auf den Warenwert gerechnet und erst DANN die EUSt. dazuaddiert. Soviel zum Thema Besteuerung von Steuern...


    Bei Privatkauf aus GB ist das im Prinnzip das Gleiche.

    Es kommt immer Zoll und unsere EUSt. oben auf den Rechnungsbetrag, unabhängig davon, ob der Verkäufer seine MwSt. zurückfordert (falls überhaupt möglich) oder nicht.

  • Es ist doch immer gesagt worden, Zoll zwischen EU und GB soll es nicht geben. Bleibt also "nur" die Einfuhrumsatzsteuer die gleich ist mit unserer Mehrwertsteuer.


    Bei Privatverkäufen und Verkäufen von Kleinunternehmern ist Brutto = Netto, d.h. es darf keine MWSt ausgewiesen werden, es darf aber auch keine Umsatzvorsteueranmeldung abgegeben werden. So ist es hier in D, aber ähnlich wird es in UK auch sein.


    Auch wenn ich wohl mit meinem Revolution-Rad offensichtlilch Glück gehabt habe, denn ich brauchte ja nicht zum Zoll, sind Privatgeschäfte von der ganzen Regelung her die Gekniffenen, denn die MWSt ist dann auch fällig, wenn Brutto = Netto ist.


    Ich denke, dass bei den Verhandlungen weder bei den EU-Nasen noch den UK-Nasen nur ein einziger Gedanke für Privatgeschäfte verschwendet worden ist. Das ist alles mit so heißer Nadel gestrickt, dass, ich wiederhole mich zum x-ten Male, ein No-Deal denselben Effekt gehabt hätte. Ergo: als Privatmann bin ich sowohl mit als auch ohne Deal immer der Gekniffene.

  • Kleinunternehmer, also nach dt. Recht unter 17500 Euro Bruttoumsatz, sowie Privatpersonen weisen keine MwSt. aus. D.h. du erhältst nur eine Bruttorechnung inkl. MwSt.


    Privatleute haben ja bei Erwerb der Ware bereits die MwSt. durch den ursprünglichen Verkäufer als differenzbesteuerte USt. abführen lassen. Also haben sie diese auch bezahlt.


    Versendet also ein Privatmensch aus GB nach EU (oder umgekehrt) zahlt der Empfänger letztendlich 2x MwSt. + Zoll ohne Aussicht auf Rückerstattung.


    Bei Drittländern war das aber schon immer so. :facemask:


    Da also die Handelshemmnisse eher auf- statt abgebaut werden, stehe ich nach wie vor zu meinem Post weiter vorne. GB wird sich an USA & Co. ranschmeissen, einer Freihandelszone beitreten und zum Umschlagplatz von US-Gütern werden. Ursprungsdeklaration hin oder her. Im Zweifel wird wertschöpfend umverpackt. (Nicht, daß das bereits ein etablierter Standard im fernen Osten wäre, um dortige Einfuhrzölle zu umgehen)

    Mittel- bis Langfristig kuckt die EU dann in die Röhre. Nur nicht in die vom Elon...

  • Die Probleme kommen hauptsächlich von der fehlenden Zuordnung einer Rechnung zur Verzollung.


    Aus meinem Erfahrungsschatz der letzten Woche, 5 Hotlines und 5 verschiedenen Aussagen:

    Mail schreiben an lejhubcustoms at dhl.com mit der Rechnung. Die Sendungsnummer in den Betreff und es geht weiter.

    Es gäbe auch eine Webseite die mir erst später genannt wurde. Damit wird es wohl noch schneller gehen.

    https://www.dhl.de/express/dhl4you


    Jetzt warte ich auf die Rechnung von DHL - falls die nicht per Mail geschickt wird, gibt es wieder eine Hotline um das zu klären oder der Paketbote verlangt das Geld in bar. Die App zeigt leider noch keine aktualisierung, dass sind nur die Aussagen von der letzten Hotline.


    Es bleibt also spannend.

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